Rakotzbrücke – Ein Steinkreis in Sachsen

Diese Brücke hatte ich schon sehr lange auf der Liste meiner Wunschziele nur wusste ich nie wirklich wo ich danach suchen musste. Ich wusste lediglich das dieses Bauwerk in Sachsen zu finden ist. Kürzlich hatte ich das Glück das ein Bild davon, einschließlich des Namens, in meiner Facebook Timeline auftauchte. Ab diesem Tag stand fest, dass ich noch im Herbst dieses Motiv ablichten werde und so machte ich mich gestern auf den etwa 120 Km langen weg nach Kromlau.

Angekommen parkte ich auf dem Parkplatz, der als gebührenpflichtig ausgewiesen war, und wollte am Automaten ein Parkticket lösen. Außer Betrieb. „Um so besser“ dachte ich mir.
Der See (wobei Teich fast passender wäre 😉 ) war nur ein Katzensprung vom Parkplatz entfernt. Ich bemerkte ein hohes Aufkommen an Fotografen, welches ich so nur selten erlebt hatte, darunter auch zwei Hochzeitspaare.
Völlig zurecht! Die Kulisse ist extrem idyllisch, friedlich und nicht total überlaufen. Meinen Weg um das Gewässer begann ich auf der südlichen Seite der Brücke und machte immer wieder Fotos, viele davon mit sehr langer Belichtungszeit. Während der verschiedenen Aufnahmen konnte ich die Natur voll und ganz genießen und einige Meisen beobachten.
Doch ich beobachtete nicht nur die Natur, sondern auch andere Besucher. Dabei stellte sich mir immer wieder die Frage wieso die Leute mit einem Selfie Stick (oder wie es der Stilpirat nennt: Deppenzepter) durch die Weltgeschichte stapfen. Ich versteh es nicht wieso ich noch auf einem Foto sein muss was ich selber gemacht habe. Doch ich schweife schon wieder ab.

Rakotzbrücke (550D, 16 mm, F/8, 960 sec, ISO 100)

Das tolle an dieser Jahreszeit ist die Färbung der Bäume, was ich dabei nicht bedacht habe war, dass die Blätter schwimmen. Doch das lässt sich mit einer Langzeitbelichtungen nahezu vollständig beheben.

Basalt Stones (550D, 11 mm, F/16, 80 sec, ISO 100)

Auch die ungewöhnliche Formation von Basaltsteinen sticht ins Auge. Diese sind allerdings nicht auf natürlichem Wege da entstanden, sondern wurden von Menschenhand da aufgestellt. Die Steine sowie die Brücke würden um 1860 in zehnjähriger Bauzeit errichtet.

Anschließend wollte ich noch einen Abstecher nach Bad Muskau machen, schließlich war ich nun schon einmal ganz in der Nähe. Doch mehr dazu in einem Anderen Beitrag.
Als ich bereits wieder einige Km unterwegs in Richtung Dresden war kam mir die Idee noch einmal zur Brücke zu fahren. Ich dachte das vielleicht der Nebel langsam aufstieg um der Kulisse einen Hauch Mystik zu verleihen. Doch leider war von Nebel keine Spur. Fotos machte ich dennoch einige. Beim experimentieren bemerkte ich, dass ich noch einige Sterne auf dem Display meiner Kamera sehen konnte und so entschied ich mich die Blende vollständig zu öffnen und die ISO ausreichend anzuheben. Durch den Mond hatte ich zudem ausreichend Licht um auch die Landschaft ausleuchten zu können. Nichts desto trotz hat es sich auf jeden Fall gelohnt noch einmal zu Rakotzbrücke zu fahren. Zudem hatte ich die gesammte Gegend ganz für mich alleine.

Rakotzbrücke at Night
(550D, 11mm, F/2.8, 20 sec, ISO 1600)

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7 Kommentare zu „Rakotzbrücke – Ein Steinkreis in Sachsen

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