Eine alte Kiesgrube

Wie man unschwer erkennt, mag ich Langzeitbelichtungen sehr. Nun gibt es teils technisch bedingt, durch nicht vorhandenes Equipment, teils durch physikalische Grenzen einen Punkt, an dem die Brennweite nicht noch kürzer werden kann – sprich nicht immer „weitwinkliger“.
Im Normalfall erstellt man einfach ein Panorama aus mehreren Bildern. Da ich einerseits Langzeitbelichtungen und anderer seits Panoramen mal verbinden wollte ließ ich es auf einen Versuch ankommen. Schließlich wollte ich noch ein Erfolgserlebnis haben nachdem ich schon keinen Fliegenpilz gefunden habe ;).

In meiner Kindheit habe ich mir die Kiesgrube immer mal wieder angesehen und so entschied ich es da einfach mal zu versuchen. Eines viel mir erfreulicher Weise sofort auf: Die Natur erobert sich dieses Gebiet langsam wieder zurück. Und doch erkennt man, auch nach Jahren noch, das hier erheblich in die Natur eingegriffen wurde. Dabei wurde hier hauptsächlich nur Sand abgebaut. Der Turm im Bild ist übrigens der Berzittur von Kahla bei Plessa.

Landscape Panorama (550D, 3x 11 mm, F/8.0, 480 sec, ISO100)

Wie bin ich hier vorgegangen?

Vorerst habe ich Kamera samt Stativ aufgebaut. Anschließend habe ich darauf geachtet, dass der Horizont, beim drehen des Stativkopfes* nicht nach einer Seite hin abfällt. Außerdem war es wichtig nicht zu viele Elemente im Vordergrund zu haben bzw. diese nicht innerhalb der Überlappung zu haben, da ich die Kamera nicht um den Nodalpunkt geschwenkt habe. Nachdem das erledigt war habe ich noch geschaut um wie viel Grad ich den Kopf rotieren kann und dennoch etwa 30% Überlappung zwischen den einzelnen Bildern habe. Bei meiner verwendeten Brennweite bin ich auf ca 50° gekommen. Wichtig war mir außerdem noch das ich die Bilder hintereinander weg aufnehmen wollte, weswegen ich die Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen ausgeschalten habe. Nun konnte ich meine Beiden ND Filter anbringen und die Belichtungen starten. Jedes Bild nahm ich acht Minuten lang auf und rotierte anschließend meinen Stativkopf um die 50°. Da es für mich vorerst nur ein Test war reichten mir auch drei Einzelaufnahmen aus.

Alle drei Bilder habe ich anfangs wie Gewohnt in Lightroom entwickelt um sie im Nachgang via Photoshop Elements zu einem Panorama zusammenfügen zu lassen.
Den ersten Anlauf verwarf ich, nachdem die Vignettierung der einzelnen aufnahmen doch noch sehr präsent im Panorama waren. Ich ging also zurück in Lightroom und wählte den Reiter „Objektivkorrekturen“ begab mich in das Profil des Tokina und schaute was passiert wenn ich den Regler „Vignettierung“ bewegte. Diesen schob ich bis Anschlag nach rechts und schon war die Vignette, welche durch beide Filter übereinander erzeugt wurde, verschwunden. Danach ließ ich das Panorama erneut berechnen und war mit dem Ergebnis schon zufriedener.

Das Panorama importierte ich nun noch einmal in Lightroom und es bekam noch einen Feinschliff, da ich mit Elements noch nicht so wirklich gut zurechtkomme :D. Durch diese völlig nutzlose Zeitumstellung veränderte sich das Licht bereits gegen 15Uhr während der drei Aufnahmen in seiner Färbung, was ich jedoch mit Hilfe von Radial-filtern wieder etwas korrigieren konnte. Danach noch zwei Verlaufs-filter um das Bild abzurunden und damit war meine Arbeit getan.


* Dies ist ein Partner-Link, der zu einer externen Webseite führt. Ich erhalte keinerlei Bezahlung für das setzen von Links, bekomme allerdings eine kleine Provision falls ihr darüber bestellt. Es entstehen für euch dadurch keinerlei Nachteile.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s