Dresden – einmal ganz anders

Gestern kam ich endlich mal dazu meine neueste Errungenschaft zu testen, eine Quetschlinse. Es ist eine völlig andere Art zu Fotografieren. Kein Autofokus, keine verstellbare Blende und schon gar kein Bildstabilisator. Das Objektiv ist eine Projektionslinse eines Diaprojektors und hat eine feste Blende von F/2.5, sowie eine Brennweite von 85 mm. Die Brennweite fordert mich schon sehr, da ich einerseits sehr viel mit Weitwinkel arbeite, andererseits durch den Cropfaktor von 1.6 zum Kleinbild.
Doch genau diese Beschränkung hat wiederum ihren Reitz ;). Ich brauch noch etwas sehr viel Übung damit, doch mit einigen Ergebnissen bin ich äußerst zufrieden.

Frauenkirche

Glücklicherweise habe ich noch ausreichend mit mir und dem Objektiv zu kämpfen und bekomme so nicht mit wie meine Umgebung auf mich reagiert :D. Was der Paul hier aber treffend formuliert hat.
Bei dieser Art Bilder zu machen scheiden sich die Geister extrem stark; entweder man mag es, oder eben nicht. Ich zähle mich zu ersterem und ich mag es ja schon Bilder zu schießen die nicht schon x mal gemacht wurden.

Begonnen habe ich meinen „Streifzug“ am Elbufer und hab mich dann einfach von meinem Blick treiben lassen. So bin ich an der Augustusbrücke vorbei bis zum Canaletto Blick. Von da aus hatte ich eine wunderbare Aussicht auf das Pavillon, welches sich hinter dem Japanischen Palais befindet. Ich mag diesen Baustil sehr, da er auffällt aber dennoch nicht störend wirkt.

Pavilion at the Japanese Palace in dresden

Anschließend bin ich über die Elbe und schlenderte ein wenig am Zwinger herum. Da wollte ich das Kronentor ablichten. Die ersten Bilder waren gemacht, nur war ich damit wenig zufrieden. Irgendwie wirkte es nicht so wie ich wollte. Ich probierte verschiedene Blickwinkel aus, bis mir einer gefiel. Das war nun allerdings auch die letzte Möglichkeit die mir einfiel.

Zwinger Dresden "Kronentor"

Während der Bearbeitung bemerkte ich, dass dieses Objektiv mehr Charakter besitzt als viele andere. Es erzeugt einen Look, der doch stark an die analoge Fotografie errinnert. Eine Körnung die ich, anders als das Bildrauschen, absolut nicht störend finde. Kurzum: Mir gefällts super.

Schnee – die kleinen Wunder ganz groß

Gestern Abend war es endlich so weit, in Dresden begann es zu schneien. Aber nicht irgendwie – nein extrem stark. So hat es mich spontan gepackt und ich bin etwa eine halbe Stunde lang auf meinem Balkon herum gekrochen und habe Einzelne Schneekristalle, in der Masse gesucht. Ich bin ja immer wieder fasziniert von den ganzen verschiedenen Formen, die unsere Natur so produzieren kann.

Snowflakes II

Nun noch ein paar Worte dazu wie ich die Aufnahmen angefertigt habe. Benutzt habe ich mein Macro-Objektiv und einen Satz Zwischenringe. Ich habe manuell auf die kürzeste Distanz fokussiert und mich mit der Kamera vor und zurück bewegt. Zusätzlich habe ich noch einen Blitz genommen, um das notwendige Licht zu haben. Alle Bilder sind mit F/8 entstanden, da diese Einstellung an meiner Kamera der „sweetspot“ ist. Gegen ende, als es nur nicht mehr ganz so stark schneite habe ich dann noch auf mein Einstellschlitten zurückgegriffen um nicht mehr ganz so abhängig vom Zufall zu sein. Jetzt bleibt mir nur noch übrig viel Freude beim Betrachten der Bilder zu wünschen.

Snowflakes I

Snowflakes III

Snowflakes IV

Snowflakes V

Der Lauf der Dinge

Nun war es ja wieder etwas stiller hier auf meinem Blog, was auch Teilweise mit dem Winter zusammen hängt. Irgendwie hatte ich keine wirklichen Ideen um Bilder zu machen, oder aber war total unzufrieden mit den Bildern die dennoch entstanden sind. Außerdem habe ich mir mal die Zeit genommen den Blog aufzuhübschen: neues Theme und auch mal meine gesamte Ausrüstung aktualisiert :).
Nichts desto Trotz habe ich gestern meine PS4 einmal aus gelassen und bin mit der Kamera los gezogen. Ich wollte nicht meine gesamte Ausrüstung mit rum schleppen und so entschied ich mich dafür meinen Alltags-Rucksack zu nehmen und nur meine beiden Festbrennweiten mitzunehmen: Das wunderbare Sigma 50mm Art*, und mein geliebtes 100mm Macro*.

Ziele hatte ich eigentlich nur eines und zwar den kleinen Platz vor dem Stadtmuseum Dresden. Kürzlich blühten alle Bäume. Leider ist die Vergangenheits hier genau richtig, denn ich musste schon arg suchen um noch einige intakte Blüten zu finden. Irgendwie fand ich die Bilder der intakten Blüten nicht sooo besonders. Vielleicht auch durch den Vortrag des Stilpiraten geschuldet. Ich finde es ja schon sehr faszinierend Gefühle in Bildform zu transportieren. Vielleicht ist dieses Bild auch gerade deswegen eher kontrastarm, völlig egal ich mag es trotzdem. Es spiegelt für mich einen wunderbaren Kontrast wieder – einerseits eine hübsche Blüte, welche nur in der Unschärfe liegt, andererseits die Vergänglichkeit (die ja auch wunderbar zum Winter passt).

Circle of Life
(550D, 100mm, F/2.8, 1/250 sec, ISO 200, manuell Fokussiert)


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