Frohe Ostern

Irgendwie wollte ich mich mal an einem thematischen Bild versuchen. Geplant war eigentlich was mit Blümchen im Vordergrund und dem Busch, an welchem die OStereier hängen in den Hintergrund. Schade nur das die Blumen im Garten so ungünstig stehen das ich meine Bildidee knicken konnte.
Nach einem kurzen Blick um den Busch herum stach mir dieser Osterhase ins Auge. Perfekt. Die neue Idee stand und ich begann sofort sie umzusetzen. Nach den ersten Bildern war mir auch klar, dass der Hase ein wenig Abstand vom Boden brauchte, also stellte ich ihn auf einen Hocker und fertig war das Bild und damit wünsche ich euch allen frohe Ostern.

 Easter bunny
(550D, 50 mm Art, F/2.0, 1/4000 sec, ISO 100)

Der Amselfall

Wie im letzten Beitrag angekündigt habe möchte ich euch heute den Amselfall und die Amselfallbaude präsentieren. Der Weg bis zum Wasserfall ist nur unwesentlich beschwerlicher als der restliche Weg meiner Wanderung. Der Ausblick und auch der Wasserfall entschädigen die Anstrengungen jedoch mehr als nur ein wenig. Von April bis Oktober können Besucher auch in der Amselfallbaude einkehren um sich ein wenig auszuruhen und zu stärken. Ob sich zu den Zeiten ein Ausflug dahin lohnt kann ich allerdings nicht sagen, da ich nicht weiß wie überlaufen dieser Ort dann sein wird. Als ich da war waren nur vereinzelt einige wenige Wanderer anzutreffen.
Ganz nebenbei gibt es an der Baude noch einige Informationstafeln zur Entstehung des Sandsteines, sowie der Vegetation in dieser Gegend.

Amselfallbaude
(Panorama aus 6 Aufnahmen, 28 mm, F/4.0, 1/15 sec, ISO 100)

Es ist wirklich traumhaft zu sehen, wie versucht wurde um die bestehenden Gegebenheiten herum zu bauen. Der Wasserfall verläuft somit zwischen den beiden Gebäuden hindurch, es wurden lediglich einige Betonplatten ausgelegt um eine ebene Fläche zu schaffen.

Amselfall
(550D, 11mm, F/11, 30 sec, ISO 100)

Der Wasserfall an sich war zwar nicht sooo groß wie ich ihn erwartet hatte, aber dennoch schön anzuschauen. Dadurch das nur einige wenige Personen oben anwesend waren, war das fotografieren sehr angenehm. Niemand stand mir im Bild und auch ich stand keinem im Bild.
Oberhalb des Falles gibt es eine kleine Staustufe, so dass hier ein wenig getrickst werden kann um ihn beeindruckender aussehen zu lassen ;).

Stram and mossy rocks
(550D, 28mm, F/9.0, 20 sec, ISO 100)

Linkerhand geht der Wanderweg, ein Teil des Malerweges, hinauf. Ich bin diesem Weg anschließend noch ein ganzes Stück gefolgt. Ich war auf der Suche nach schönen Bachverläufen, und ich wurde fündig.
Bei dem Bild habe ich allerdings ein wenig in die Trickkiste gegriffen, es ist nämlich genau genommen eine Montage aus zwei Einzelaufnahmen. Ich habe zusätzlich eine Aufnahme erstellt, bei welcher der Fokus ausschließlich auf dem vorderen Stein lag. In der Bearbeitung konnte ich beide Aufnahmen zusammenmontieren. Um so ein Bild zu erhalten, welches eine wesentlich größere Tiefenschärfe besitzt, als wenn ich dieses Bild mit einer extrem geschlossenen Blende aufgenommen hätte. Da durch die Beugungsunschärfe wieder sehr viele Details verloren gehen würden.

 Stream and "Talwächter"
(550D, 40mm, F/7.1, 1/50 sec, ISO 100)

Nun, da ich mir ein wenig ausgeruht hatte und meine Bilder im Kasten waren machte ich mich auf den Heimweg. Da ich mittlerweile allerdings doch schon hungriger (und somit auch ungeduldiger) wurde nahm ich den gleichen Weg noch einmal zurück. Bei diesem letzten Anblick musste ich meine Kamera jedoch noch einmal aus dem Rucksack holen. Zu sehen ist hier wie der Bachlauf sich durch die Landschaft schlängelt um am Ende in den Amselsee über zu gehen und am Horizont erhebt sich der Talwächter in die Höhe.

Schwarzfärbergrund/ Höllgrund

Es war Ende Februar und ich hatte keine Lust das gesamte Wochenende nur in Dresden zu verbringen. Ich nahm mir also meine Wanderkarte, welche den gesamten Malerweg zeigte, und sah mich nach Aussichtspunkten um. Ich schaute nebenbei immer über die Google Bildersuche, ob es sich lohnt einen Ausflug dahin zu unternehmen. Einige Anläufe Später stand mein Ziel fest: der Schwarzfärbergrund sowie der Amselsee. Meine Überlegung war, dass es bei einem See im Tal auch irgendwo einen Wasserfall geben muss. Den Wasserfall gab es auch, jedoch befindet sich dieser nicht am See, folglich war ich auch nicht am See. Doch mehr dazu im nächsten Beitrag.
Ich brach also Vormittag in Dresden auf, bei annehmbar gutem Wetter. Irgendwie wollte mein Navi nicht so wie ich und ich musste kurzerhand auf die Google Maps App meines Telefons zurückgreifen. Einziges Problem dabei war, dass mein Handy immer wieder, vor allem im Gebirge, das GPS Signal verlor und somit meinen letzten Standort mehrere Minuten lang anzeigte. Somit war es ja kaum vermeidbar, dass ich mich ein wenig verfahren habe. Ich bin nämlich versehentlich bis nach Hohnstein gefahren. Was rückwirkend gesehen zu vernachlässigen war, da es eine herrliche Serpentinenstraße ist. Ich hatte meinen Spaß.
Als ich nun also wieder auf dem richtigen Weg war, kam ich gleich an meinem eigentlichen Ziel vorbei, diesem wunderschönen Ausblick.

View of the "Schwarzfärbergrund" in "Nationalpark Sächsische Schweiz"
(550D, 20x 100 mm, F/11, 1/160 sec, ISO 100)

Glücklicherweise befindet sich dort eine etwas größere Parkbucht, so dass bequem fünf und mehr Autos Platz finden. Mittlerweile war es leider etwas diesig geworden, ich fand es absolut passend. So bekommt das Panorama eine ganze andere Wirkung.
Nur beim Zusammensetzen stieß Elements deutlich an seine Grenzen und so habe ich sämtliche Tricks angewandt um das Bild dennoch erstellen zu können. Das ging vom schrittweisen zusammensetzen, über manuell zusammensetzen (weil zu wenig Überlappung vorhanden war) bis hin zum kleiner skalieren, da ich die maximale Breite an Pixeln erreicht hatte. Am Ende bin ich dennoch super zufrieden mit dem Ergebnis und damit hat sich die Mühe ja schon gelohnt.

Nachdem ich diese Bilder also im Kasten hatte setzte ich meinen Weg fort, um mein Auto auf dem nahe gelegenen Parkplatz abzustellen. Glücklicherweise kam gerade eine Gruppe Wanderer zurück und wir konnten unsere Parkplätze tauschen, denn ich stand sehr ungünstig.

Der Weg, den ich mir ausgesucht hatte, war recht unkompliziert, denn es gab nur drei Kreuzungen und man kann sich eigentlich nicht verlaufen ;). Schon nach wenigen Metern befindet sich die Straße außer Hörweite und ich konnte die Natur genießen. Da ich, dank meiner recht kurzfristigen Planung, allein unterwegs war, hörte ich noch meine Musik. Da ich nun aber auch noch die Natur um mich herumhören wollte war die Musik so laut leise wie noch nie, beinahe schon aus.
Hikingtrail
(550D, 4x 11 mm, F/5.0, 1/20 sec, ISO 100)

Da ich ja absolut nicht in Eile war nahm ich sehr viele kleinere Details wahr, die sicherlich so mancher Wanderer übersehen hätte. Dabei bin ich immer wieder aufs neue davon begeistert wo und wie die Pflanze Wege finden zu wachsen.

Little tree
(550D, 84 mm, F/$.0, 1/30 sec, ISO 100)

Hier und da fand ich alte Inschriften auf den Sandsteinen am Wegesrand, die mal besser und mal schlechter zu lesen waren. Manche davon waren deutlich bewachsen und andere hingegen waren schlicht und einfach bereits verwittert. Beachtlich fand ich, dass die Wege schon zum Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurden, was stellenweise einen erheblichen Aufwand dargestellt haben muss.

Milestone
(550D, 24 mm, F/4.0, 1/100 sec, ISO 800)

Nach einer ganzen Weile kam ich schließlich an einer Weggabelung an, welche nach links in Richtung Amselsee, nach rechts zum Amselfall führte. Ich ging also nach rechts.
Mittlerweile gesellte sich zu dem Vogelgezwitscher und dem Rascheln der Bäume ein leises Plätschern hinzu, denn neben dem Weg befand sich der kleine Bach, welcher vom Wasserfall in Richtung See fließt. „Traumhafte Gegend“ dachte ich so bei mir „eigentlich verdammt schade, dass du so selten in der Sächsischen Schweiz unterwegs bist…“ Zumindest habe ich mir vorgenommen dieses Jahr öfters mal durch die Wälder zu schlendern ;).

Irgendwann kam ich an einer Stelle vorbei, die vorsah, dass man Kneippkurbäder machen konnte. Doch dazu war es viel zu kalt und laut der Anleitung soll man die Füße, ohne diese wieder abzutrocknen, in Socken und Schuhe stecken. Ein anderen mal bestimmt …

Wenig später führte mich der Weg über eine Brücke, doch mich zog es magisch weg vom Weg. Denn gleich an der Überführung befand sich im Bachlauf ein kleiner Absatz. Ich räumte noch fix einen größeren Ast aus dem Wasser, da mich dieser im Bild viel zu sehr störte. Da ich dann aber doch zu träge war meinen ND-Filter aus dem Rucksack zu holen, blendete ich einfach etwas weiter ab. Manchmal ist weniger eben halt doch mehr.

Small bridge
(550D, 28 mm, F/16, 0,5 sec, ISO 100)

Ich hatte gerade mein Stativ wieder am Rucksack befestigt und war einige Meter weiter gelaufen, da machte der Bach eine wunderschöne S-Kurve. Das Motiv gefiel mir so gut, dass ich wieder alles aufbaute. Dieses mal wollte ich allerdings nicht so viel Dynamik im Bild haben, somit war ich nun doch gezwungen meinen ND 1.8* heraus zu holen.

Small stream
(550D, 105 mm, F/11, 30 sec, ISO 100)

Gar nicht mehr lange hin und ich hatte mein Tagesziel erreicht, den Amselfall. Ich genoss am Wasserfall die Geräuschkulisse, ein unglaublich entspannendes Plätschern, sowie mein Telefon ohne jegliches Netz.

Langsam aber sicher meldete sich nun mein Magen, denn ich hatte, bis auf Frühstück, heute noch nichts weiter gegessen. Sei’s drum, denn ich hatte ja noch ausreichend Wasser, um irgendwie so etwas ähnliches wie ein Sättigungsgefühl zu erreichen. Ich begab mich also wieder auf den Rückweg.

Die erste Strecke lag bereits wieder hinter mir als mir ein Stein auffiel. Er lächelte. Nun waren die Strapazen und der Hunger endgültig vergessen. Ich machte noch ein paar letzte Bilder und ließ danach meine Kamera wieder im Rucksack verschwinden. So konnte ich letzten Endes die Natur noch bewusster wahrnehmen und ganz ohne sie nur durch meinen Sucher zu betrachten.

 Smile
(550D, 24 mm, F/4.0, 1/20 sec, ISO 200)

Die Rückfahrt nach Dresden verlief dieses mal ohne mich zu verfransen. Dennoch war es ein komplettes Kontrastprogramm wieder in Dresden angekommen zu sein. Alles war laut und hektisch, so wie Städte und unser Leben heutzutage ja scheinbar sein müssen.
Muss es ja gar nicht. Denn nicht mal eine Stunde war ich unterwegs und da fand ich absolute Ruhe und Entspannung vor. Was letztendlich für mich der Grund ist solche Ausflüge doch öfters einmal in Angriff zu nehmen.


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Goldener Reiter

Diese beiden Bilder sind ebenfalls in der vergangenen Woche entstanden. Beide jedoch an unterschiedlichen Tagen, genauer genommen sogar an unterschiedlichen Monaten. Am Montag lag ein minimaler Hauch von Schnee und das wollte ich natürlich ebenfalls festhalten. Unglücklicherweise sehe ich auf meinen Bildern kaum etwas Schnee. Ich konnte ja nicht ahnen wie traumhaft es am nächsten… Goldener Reiter weiterlesen

Winterzauber in Dresden

Anfang der Woche kam der Winter noch einmal wieder zurück. Ich wachte Dienstag morgens auf und schaute zum Fenster heraus und stellte mit Freude fest das auf der gesamten Stadt ein wunderbarer Zauber lag. Eins war sofort klar: Duschen, essen und ab raus.
Nach einer weile kam ich dann im Großen Garten an und genoss diesen bezaubernden Anblick. Alles wirkte so friedlich und einfach nur wunderschön. Für die Aussicht nehme ich gerne die negativen Eigenschaften die der Winter mit sich bringt in kauf.

Winter charme II
(550D, 50 mm Art, F/5.6, 1/80 sec, ISO 100)

Ein Blick nach rechts und ich war wieder neu begeistert. Das Geäst der Bäume wirkt teilweise enorm grafisch und mir gefiel es einfach sehr.

Winter charme I
(550D, 50 mm Art, F/5.6, 1/80 sec, ISO 100)

Nun war es ja in den letzten Wochen schon recht angenehm warm draußen, was dazu führte das bereits die ersten Krokusse zu blühen begannen. Dieser Kontrast, ach was sag ich hier, dieser Kampf zwischen Winter und Frühling ist einfach wundervoll.

Winter vs spring I
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/125 sec, ISO 100)

Nach den ersten Eindrücken und Fotos dachte ich mir „Was passt besser zu diesem traumhaften Tag als meine Quetschlinse?“, und schon befand sich diese an meiner Kamera. Leider ist der letzte Einsatz doch schon etwas her und so produzierte ich viel zu viel Ausschuss. Egal, ich hab ja dennoch meinen Spaß daran. Zudem habe ich die Gelegentheit genutzt um mal wieder das ein oder andere Bild aus dem Genre Streetfotografie zu schießen.

Walk in snow
(550D,Leitz Hektor 85 mm, F/2.5, 1/640 sec, ISO 200)

Schließlich musste ich dann noch sehr schmunzeln. Jemand hatte die kleinen Bäumchen leicht modifiziert. So passten sie noch viel besser zu diesem Wetterchen.

Smile
(550D,Leitz Hektor 85 mm, F/2.5, 1/640 sec, ISO 200)

Nun war ich eigentlich nur noch auf der Suche nach einer Wiese mit vielen Frühblühern, doch diese konnte ich leider nicht finden. Dennoch fand ich erneut diesen „Kampf“ Frühling gegen Winter. Es wurde wieder Zeit das Macro Objektiv heraus zu holen. Unweit von mir hingen Meisenringe an einigen Ästen und so kam es das neben mir auch einige Meisen anwesend waren.
Nachdem ich mein Objektiv gewechselt hatte stellte ich fest nur noch wenig Platz auf der Speicherkarte zu haben, also tauschte ich diese ebenfalls noch mit aus. Währenddessen kamen immer mehr Meisen in meine Nähe, sie waren scheinbar neugierig und eventuell noch hungrig. So kam es das sich einer dieser kleinen Piepmätze genau vor mir auf meinem Rucksack platz nahm. Die Kamera konnte ich so schnell nicht aufrichten, da wäre dieser kleine Wicht sicherlich geflüchtet. Das ist jedoch gar nicht weiter schlimm, so hatte ich die Gelegenheit den Moment vollkommen zu genießen.

Im Anschluss machte ich noch einige Macro-Aufnahmen und einige Aufnahmen von den Vögeln. Eines dieser Macro möchte ich nun hier noch einmal zeigen.

 Winter vs spring II
(550D, 100 mm, F/13, 1/160 sec, ISO 100, geblitzt mit YN 560 III und 560-Tx)

Dabei habe ich den Autofokus abgestellt und manuell auf die kleinste Distanz fokussiert. Den blitz hab ich mit meiner zweiten Hand gehalten. Das Licht kam somit hoch-frontal auf mein Motiv und um noch ein wenig Fülllicht zu bekommen habe ich noch die Reflektorkarte herausgezogen.