Frühlingsblumen im Regen

Vor etwa drei Wochen, als ich mich mal wieder in meiner Heimat befand, war das Wetter sehr verregnet. Das hat mich allerdings nicht im geringsten vom fotografieren abgehalten. Bisher habe ich mir unseren Garten entweder bei bewölktem Himmel, oder bei strahlendem Sonnenschein vorgenommen. Da ich mich nicht immer nur bei, mir bereits bekannten Licht- und Wetterverhältnissen mit meinem Hobby beschäftigen wollte habe ich es einfach mal darauf ankommen gelassen. Zugegeben – es war eher ein Nieseln, als ein wirklicher Regnen, aber sei es drum.
Meine Kamera ist zwar eigentlich nicht Wettergeschützt, nimmt aber schließlich auch nicht sofort Schaden sobald sie mal einige Regentropfen abbekommt.

Aufgenommen habe ich zwar mit meinen beiden Festbrennweiten, nämlich dem 50 mm Art sowie meinem 100 mm Macro, im Nachhinein habe ich mich jedoch gegen die Bilder mit den 50 mm entschieden. Ich fand diese durch den zu unruhigen Hintergrund einfach nicht so gelungen.

Grape Hyacinth in the rain
(550D, 100 mm, F/5.6, 1/40 sec, ISO 100)

Begonnen habe ich bei einer Reihe von Hyazinthen, genauer genommen sind es Traubenhyazinthen. Ich hatte mir zwar erheblich mehr Regentropfen auf den Blüten erhofft, da diese jedoch sehr dicht an einem Strauch stehen, waren sie wohl doch besser geschützt. Dass das Wassertröpfchen oben rechts an der Blüte genau im Fokus ist, ist jedoch eher Zufall als geplant. 😉

Doronicum in the rain
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Anschließend begab ich mich zu den Beeten mit dem Kaukasus-Gämswurz. Hier gab es bedeutend mehr Oberfläche, außerdem standen diese nicht mehr so geschützt im Garten. So dass ich hier deutlich mehr Wassertropfen auf der Blüte vorfanden, allerdings schaukelten die Blüten durch einen leichten Wind beachtlich. Nun hieß es für mich wieder künstlich für Licht zu sorgen. Hierbei habe ich meinen Blitz jeweils immer ohne Lichtformer benutzt, da durch ein relativ hartes Licht die Tropfen besser zur Geltung kommen.

Blue-eyed Mary in the rain
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Gleich neben dem Gämswurz befinden sich diese Vergissmeinnicht. Da diese Gewächse sehr klein sind wirken die Wasserspritzer darauf besonders groß. Besonders toll finde ich die Wasserperle, welche nahezu mittig auf der Blüte liegt und somit wie eine kleine Lupe fungiert.

Blue-eyed Mary among Common Primrose
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Für das letzte Foto musste ich mich faktisch nur einige Zentimeter bewegen. Ich mag ja das besondere, abseits der Norm, sehr. Um so erfreulicher fand ich es zu sehen, dass sich mitten in den Primeln wieder einige Vergissmeinnicht hinzugemogelt hatten. Außerdem gab es mir die perfekte Möglichkeit mal wieder mit einem unscharfen Vordergrund zu experimentieren.
Ich mag diese vielen verschiedenen Farben im Frühling. Alles wirkt so wesentlich freundlicher und froher.

So das war es dann erstmal wieder. Bis demnächst, euer Daniel.

Die Schwäne vom Blauen Wunder

Ich hatte ja bereits im letzen Beitrag angemerkt, dass ich die Schwäne ein ganzes Weilchen beobachtet habe. Heute möchte ich euch meine Ergebnisse zeigen.
Ich bin ja allgemein schon recht beeindruckt von Vögeln. Diese grazilen Bewegungen und die Eigenschaft fliegen zu können faszinieren mich schon sehr. Um so schöner finde ich es, wenn ich solche Tiere außerhalb von Gehegen und Gittern zu Gesicht bekomme. Durch die vielen Menschen, und die damit verbundene Futterquellen, sind diese Vögel ungemein zutraulich. Ich konnte teilweise ganz problemlos auf weniger als zwei Meter an die Tiere heran kommen.

Young swan
(550D, 50 mm Art, F/2.2, 1/2000 sec, ISO 100)

Dieser junge Schwan beispielsweise schwamm recht nah am Ufer entlang, so dass meine 50 mm Festbrennweite das ideale Objektiv waren. Auch wenn dieses Tier nicht reinweiß ist, finde ich es jedoch nicht weniger hübsch als seine Artgenossen.

Swan
(550D, 100 mm, F/2.8, 1/3200 (+1,3 Blenden), ISO 100)

Einige dieser fantastischen Lebewesen sind auch am Ufer entlang gewatschelt. Das gab mir die Gelegenheit sie noch wesentlich besser in Szene zu setzen. Das einzige worauf ich hierbei achten musste, waren die vielen Eltern mit ihren Kindern. Diese wollte ich nicht mit im Bild haben, was mir leider nicht immer geglückt ist. Die Tiere waren allerdings sehr geduldig, so hatte ich ausreichend Gelegenheiten Fotos zu machen in denen kein anderer Mensch zu sehen war.

White beauty
(550D, 100 mm, F/2.8, 1/1250 sec, ISO 100)

Eines der Tiere wollte sich schlafen legen. Dabei hat es den Schnabel unter einen Flügel gesteckt und begonnen die Äuglein langsam zu schließen. Während dessen hat es die Umgebung genauer beobachtet und einmal genau in meine Kamera geschaut. Glücklicherweise war in der Nähe dieses Schwans nicht mehr so viel Trubel.
Von allen Bildern die ich von den Tieren erstellt habe, ist dieses mein Lieblingsbild geworden.

 What are you looking at?
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/500 sec, ISO 100)

Nach einem Weilchen gesellten sich zu den Schwänen noch einige Wildgänse, die wohl auch von der Masse an Futter profitieren wollten. Denn mittlerweile waren die Schwäne bereits ausreichend gesättigt und die Gänse konnten sich problemlos bedienen.
Als ich dieses Bild auf meinem Rechner gesehen hatte, musste ich schmunzeln, denn irgendwie interpretiere ich in den Ausdruck der Ganz die Aussage: „Hey was guckst du denn so? Gib mir lieber auch noch was zu fressen.“

Um noch eine Relation zu den Entfernungen zwischen Tieren und Kamera zu geben möchte ich anschließend noch dazu schreiben, dass keines der Bilder in irgendeiner Form Beschnitten wurde.

Das Blaue Wunder

Kürzlich habe ich beim Paul seinen Beitrag zum Blauen Wunder gesehen. Daraufhin dachte ich mir, dass ich auch mal wieder einige Aufnahmen von dieser wunderschönen Brücke machen könnte. Am letzen Wochenende war es dann auch schon so weit, und ich genoss nebenbei noch das herrliche Frühlingswetter.
Ich wollte die Loschwitzer Brücke von der Blasewitzer Elbseite her aufnehmen. Naa gut, ein wenig gemogelt habe ich beim letzten Bild ja schon, das entstand nämlich von der Loschwitzer Seite aus. Aber alles der Reihe nach.

Loschwitz Bridge I
(550D, 96 mm, F/8.0, 1/200 sec, ISO 100)

Ich bin Nachmittags am Schillerplatz mit der Straßenbahn angekommen und begann meine Motivsuche ein wenig abseits der Brücke, genauer gesagt in der Hüblerstraße.
Ich finde immer mehr Gefallen daran mit längeren Brennweiten zu arbeiten, denn ich mag diese Kompression die dadurch entsteht. Vielleicht ja auch nur das passende Gegenstück zu meiner „Weitwinkelphase“ ;).

Loschwitz Bridge II
(550D, Leitz Hektor, 1/1600 sec, ISO 100)

Schließlich musste ich meine Quetschlinse auch wieder benutzen, einfach weil ich die Bilder total mag. Auch wenn dabei wirklich noch viel Ausschuss entsteht. Um so mehr begeistert bin ich dann jedoch, wenn am ende so ein Bild dabei heraus kommt. Mit dem positiven Nebeneffekt das die Passanten und Autos vollkommen in der Unschärfe versinken.

Loschwitz Bridge III
(550D, 70 mm, F/8.0, 1/125 sec, ISO 100)

Schließlich habe ich doch wieder auf das 24-105 er gewechselt um neben der Brücke ebenfalls noch das historische Gebäude des Schillergartens mit auf ein Foto zu bekommen, denn so konnte ich die ganzen parkenden Autos verschwinden lassen.
In der Bearbeitung habe ich dann wieder etwas mit der Nik Collection experimentiert und bin hellauf begeistert wie enorm sich der Bildlook dadurch verändern lässt.

Loschwitz Bridge IV
(550D, 50 mm Art, F/1.4, 1/4000 sec, ISO 100)

Nachdem ich noch ein Weilchen die Schwäne beobachtet habe entschied ich mich noch einmal über die Brücke zu schlendern. Dabei konzentrierte ich mich verstärkt auf die Details, wie diese tolle Straßenlaterne mit ihren filigranen Verzierungen.

 Loschwitz Bridge V
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/200 sec, ISO 100)

Wie bereits zu Beginn erwähnt, habe ich noch ein Foto in die entgegengesetzte Blickrichtung zu den bisherigen Bildern gemacht. Eine schöne gegenlicht Aufnahme mit dem ganzen Fokus auf die Details, und davon gibt es an dieser Konstruktion wirklich sehr viele.

Ritterstern

Wie jedes Jahr um diese Zeit Blüht der Ritterstern meiner Mutter. Dieser ist nun schon so groß, dass es einiges an Aufräum-arbeit kosten würde ihn komplett auf ein Bild zu bekommen. Das ist genau der Grund, wieso ich mich dazu entschieden habe lediglich Detailaufnahmen anzufertigen :D.
So bekomme ich wesentlich einfacher schöne Bilder zustande und nebenbei lerne ich auch noch einiges über das entfesselte Blitzen.

Amaryllis I
(550D, 50 mm Art, F/2.5, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Bei diesem Foto habe ich einen recht hellen Hintergrund gewählt, eine Wand mit einer weißen Gardine davor (diese Wand befindet sich zwischen zwei Fenstern, deswegen ist da auch eine Gardine davor 😉 ). Den Blitz habe ich hierbei oberhalb der Pflanze gehalten und mit recht viel Power auf die Gardine gefeuert, um so die Blühte, von hinten durchleuchtet, Abzulichten. Dass hat zur Folge, dass die Lichtcharakteristik seht weich wird.

Amaryllis II
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Um diese Detailaufnahme erstellen zu können musste ich, sowohl Kamera, als auch Blitz recht nah an diese Staubblätter heran bringen. Auf dem Blitz war lediglich ein Diffusor drauf, da mir das licht sonst viel zu hart gewesen wäre. Zugegeben, es war bedingt durch die kurze Entfernung schon recht hart, was jedoch die feinen Details besser hervorhebt.
In der Bearbeitung habe ich diesmal etwas neues probiert, Nik Silver Efex Pro aus der Nik Collection. Diese ist nun Kostenfrei zu haben. 

Amaryllis III
(550D, 100 mm, F/5.6, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Zugegeben, ein Close-up ist schön, jedoch wollte ich auch noch einmal etwas mehr zeigen als nur einige winzige Details. So ist diese Foto entstanden, ebenfalls wieder mit dem Diffusor auf dem Blitz.
Auch hier kam nach der Bearbeitung wieder die Nik Software zum einsatz, allerdings nicht nur die. Zusätzlich habe ich hier und da mittels dodge and burn lokal einige Kontraste verstärkt. Diese beiden schritte haben die Struktur unglaublich hervorgebracht, sowie den Kontrast verstärkt, ohne jedoch dabei die Sättigung zu verändern.

 Amaryllis IV
(550D, 50 mm Art, F/2.8, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Zu guter Letzt kam noch einmal die gesamte Blühte mit zwei Knospen auf ein Bild. Dieses mal stand die Pflanze vor einer Fensterscheibe, weswegen im Hintergrund eine Spiegelung vorhanden ist. Mir ist allerdings viel zu spät aufgefallen das sich unsere Schrankwand links mit ins Bild gemogelt hat, weswegen es da leider dunkler ist. Dennoch mag ich das Bild sehr.
Wie unschwer zu erkennen ist sind alle Bilder an zwei verschiedenen Daten aufgenommen. So hatte ich jedoch mehr Möglichkeiten diese wunderbare Pflanze zu präsentieren.