Die BRN 2016

Die letzten Tage und Wochen war es leider wieder sehr ruhig hier. So ruhig, dass es mich selbst schon gestört hat. Nur leider war mir, ehrlich gesagt, mal so gar nicht nach Fotografieren zumute und da ich hier nur Bilder veröffentlichen möchte, hinter denen ich auch voll und ganz dahinter stehe…

Nun findet jedes Jahr im Juni ein Stadtteilfest der etwas anderen Art statt. Wie der Name „Bunte Republik Neustadt“ schon vermuten lässt, befindet sich dieser Trubel in der Neustadt Dresdens. Diese Veranstaltung lässt sich am einfachsten beschreiben als ein sehr großer und bunter Schmelztiegel der Kulturen. Das alles passt zur Neustadt wunderbar, da dieses Stadtteil einen recht alternativen Ruf genießt. Allerdings bin ich zur BRN nur einmal nachts gewesen. Doch das ist schon nix mehr für mich, da ist mir viel zu viel los ;).

Colourful

Nicht nur sind da alle Straßen sehr bunt geschmückt, nein auch die musikalischen Eindrücke sind sehr breit gefächert. Somit ist, in meinen Augen, auch sichergestellt, dass für jeden etwas dabei ist.

Playing the Hang

Ich schlenderte gemütlich durch die Straßen und ließ mich immer mehr treiben. So kam es, dass ich in die Kunsthofpassagen abbog. Mit einem mal war nun nix mehr von der Hektik zu spüren und nur noch wenig davon zu hören, denn hier spielte ein junger Mann mit seiner Hang. (Wer ein kleines Hörbeispiel von so einem Instrument möchte, kann ja gerne mal hier klicken.)
Wir kamen etwas ins Gespräch und er erklärte mir vieles zu diesem echt faszinierendem Musikinstrument. Unter anderem auch, dass eine komplette Tonleiter mit den dazugehörigen Halbtönen abgebildet ist und das alle Töne  miteinander harmonisieren.

Are you the person you would marry?
(Bist du der Mensch den du heiraten würdest?)

Passend zu diesen sehr angenehmen und extrem beruhigenden Klängen habe ich wenig später diese Beschriftung auf der Straße entdeckt. Es sind so einfache Worte und dennoch regen sie mich sehr zum nachdenken an. Und ehrlich gesagt weiß ich bis heute noch keine eindeutige Antwort darauf. Größtenteils kann ich mit „Ja“ antworten, und dennoch kann ich mich nicht komplett festlegen…
Ich habe inmitten dieses Festes weder die Hangmusik, noch disese nachdenklichen Worte vermutet. Und doch ist es genau dieses unerwartete, was die BRN für mich zu etwas ganz besonderem macht.

Weathermachine

Genau eine Kreuzung weiter befand sich diese Wettermaschine, die gerade am Sonntag (19.06.) vielen Kindern eine angenehme, wenn auch minimale, Abkühlung spendete. Mir hat die Idee und die Umsetzung einfach super gefallen, auch wenn ich diese erst auf den zweiten oder dritten Blick völlig erfasst hatte.

Free Hugs

Immer mal wieder bekam ich Menschen mit diesen wunderbaren Schildern zu Gesicht. Warum also nicht, dachte ich mir. Schließlich lädt die Stimmung auf den Straßen einen förmlich dazu ein :).

 Music on the roof
(Panorama aus 7 Hochformat-aufnahmen)

Am Sonntag war die Stimmung auf den Straßen sehr entspannt. Überall saßen die Anwohner draußen auf den Straßen und Frühstückten ausgelassen. Tische, Stühle, Sessel, Sofas, ja selbst Teppiche und Zimmerpflanzen wurden auf die Straßen gestellt. Bei „Katys Garage“ spielte eine Band  auf dem Dach. Das habe ich bereits öfters beobachten können und ich vermute das es sich dabei um eine Art Tradition handelt.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist euch einen Einblick zu gewähren. Auch ist so etwas für mich eine gute Gelegenheit mal ein wenig Reportagefotografie zu betreiben, schließlich möchte ich mich ja in möglichst vielen Bereichen versuchen.
Also dann bis bald, euer Daniel.

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Ein Ausflug zu dem Pfaffenstein

Ende April waren meine Schwester und ich unterwegs zu dem Pfaffenstein. Ist zwar schon wieder viel zu lange her, dass ich unterwegs war aber nichts desto Trotz sind die Bilder nicht weniger schön anzusehen und ein Verfallsdatum habe ich bis heute noch nicht gefunden.
Ich hatte bei diesem Ausflug die glorreiche Idee in Königsstein zu parken um dann über Pfaffendorf zu dem Fels zu wandern. Wir waren noch keine fünf Minuten weg vom Auto und waren beide bereits fürchterlich außer Puste. Unser Weg ging erst einmal, gefühlte 200 Höhenmeter hinauf, real waren es sicherlich einige Meter weniger. Zu allem übel stellten wir nach etwa zwanzig Minuten fest, dass wir an einem Parkplatz vorbei kamen – na klasse.
Da ich die Markierung zu meinem geplanten Wanderweg nicht sah folgten wir erst einmal dem Malerweg. Den Fehler bemerkte ich erst viel zu spät und so verlängerte sich unser Hinweg problemlos um den Faktor vier. Was mich allerdings aufgrund des Wetters und der Aussichten nicht weiter störte.

Königstein Fortress(Panorama aus 6 Hochformat-aufnahmen)

Interessant waren auch die Entfernungsangaben auf den Wegweisern. Innerhalb von fünf Minuten verkürzte sich diese um eine satte viertel Stunde. Nur um kurz darauf wieder um fünf Minuten anzusteigen. Wer weiß was da schief gelaufen ist; wir konnten es nicht sein, da es neben unserem keinen weiteren Weg gab.

Endlich tauchte vor uns das Ziel auf. Da gab es zwei Möglichkeiten um auf den Pfaffenstein zu gelangen. Leider ist es bereits zu lange her um noch zu schreiben für welchen der beiden aufstiege ich mich entschied. Schön war dieser auf jeden Fall, denn er führte über eine, in den Sandstein gehauene, Treppe.

Stairs

Endlich oben angekommen machten wir kurz eine Pause. Das tückische bei dem Wetter war jedoch das mir recht schnell wieder ein wenig kühl wurde, so blieb eine Einkehr in die Schenke aus. Egal, dafür waren wir ja auch nicht nach oben gestiegen.

View from the Pfaffenstein
(Panorama aus 3 Querformat-aufnahmen)

Die Aussicht am Aussichtspunkt war phänomenal. An einem der bekanntesten Blicke steht diese, ebenfalls sehr bekannte, Kiefer. Dem Anschein nach steht der Baum das Bäumchen auf dem Felsen. Wiedereinmal habe ich nichts, als Begeisterung für die Natur übrig gehabt.

 Thats me ;)

Da wir hier vor dem leichten Lüftchen geschützt waren, war es sehr angenehm und wir konnten uns ein ganzes Weilchen hier aufhalten. Ich nutzte die Gelegenheit dazu um meiner Schwester meine Kamera in die Hand zu drücken, da ich mal wieder ein neues Profilbild für meinen social media account haben wollte. (Danke noch mal fürs Auslösen.)

Pine on top of the Pfaffenstein
(Panorama aus 13 Hochformat-aufnahmen in zwei Reihen)

Da ich immer mal gerne etwas herumprobiere entstand ein Panorama, welches zum größten Teil aus Unschärfe besteht. Ich fand es ist auch mal wieder etwas anderes und deswegen wollte ich dieses hier nicht vorenthalten, auch wenn es sehr ähnlich zu dem Panorama in Schwarz-Weiß ist.

Anschließend wollte ich noch einen anderen Aussichtspunkt ansteuern, leider verpasste ich diesen und wollte nicht noch einmal die Treppe hinauf gehen, da ich mittlerweile doch schon gut fertig war.

View to sandstone rock

Nach einer Weile bot sich ein faszinierender Blick durch eine Felsspalte dar. Wobei sich die Häuser, von Pfaffendorf, mittig durch das Grün zog. Dieser Kontrast zwischen Natur und dem von Menschenhand geschaffenen war somit in mehrfacher Ausführung enthalten.

Colza in front of the Pfaffenstein

Schließlich gelangten wir wieder auf einen Feldweg. Dieser wäre meine eigentlich geplante Route gewesen, doch wie man weiß kommt es meistens eh anders als geplant. Ich widmete mich ein letztes mal dem Spiel mit der Unschärfe und setzte den Pfaffenstein in den Hintergrund und der Raps gab mir hierbei mein Hauptmotiv.

Wir gingen ein Stück weiter und kamen an der Weggabelung vorbei, an der ich mich gegen meine Schwester durchsetzte und den „falschen“ Weg einschlug. Egal. Hat ja keinem geschadet ;).
Nun lag lediglich noch der Rückweg zum Auto vor uns. Insgeheim verfluchte ich mich wieder nicht bis nach Pfaffendorf auf den Parkplatz gefahren zu sein, denn meine Beine waren bereits sehr schwer geworden und mein Rucksack wollte partout nicht leichter werden.  Am Auto brauchte ich mein restliches Wasser auf und akklimatisierte mich noch einmal bevor wir wieder los fuhren.

Nun denn, das war es erst einmal wieder von meiner Seits. Bis demnächst wieder, euer Daniel.