An einem Sonntag Morgen

Letztes Wochenende nahm ich mir vor, mal wieder einige Bilder der Dresdner Altstadt aufzunehmen. Die Idee kam mir am Samstag Nachmittag. Für dieses Vorhaben einer ungünstige Zeit, da in der Stadt sehr viele Menschen unterwegs sind. So keimte in mir die Idee am Sonntag einfach mal deutlich zeitiger aufzustehen und an den historischen Gebäuden vorbeizuschlendern.

Das Wetter hätte besser nicht sein können – strahlender Sonnenschein gepaart mit einem hauch Dunst.
Ich machte mich auf den Weg zum Zwinger, um von dort zu starten. Auch wenn ich mit den Bildern von selbigem nicht zu 100% zufrieden war, so war es für mich doch etwas ganz besonderes diesen mal ohne Besucher zu sehen.
Trotz des holprigen Starts, ließ ich mich nicht entmutigen und begab mich weiterhin auf die Suche nach Motiven. So kam ich am Fürstenzug vorbei.

Ich hatte einen enorm günstigen Augenblick erwischt, da die Sonne just in diesem Moment oben durch den Ausblick lunzte. Es war einfach der richtige Ort zur richtigen Zeit. Ich wartete lediglich bis eben noch ein Fußgänger aus dem Bild gelaufen war.
Obwohl man vom Fürstenzug an sich nichts erkennt, so mag ich dieses Bild doch sehr. Es ist so ein herrlicher Kontrast zum täglichen Alltag und der ständigen Hektik in einer Stadt.

Glücklich mit diesem Bild zog es mich weiter über die Brühlschen Terrassen, der Sonne entgegen. Ich genoss diese ruhe und das herrliche Wetter mal so richtig. Das einzige, was mich allmählich weiter trieb war mein hunger, der nun langsam aufkam. Nichts desto trotz machte ich dennoch einen kurzen Abstecher zur Synagoge. Mein täglicher Arbeitsweg führt mich zwar daran vorbei, doch die Zeit mir das Gebäude mal genauer zu betrachten nehme ich mir nie.

Stairs tu heaven

Als ich letztendlich bei diesem Foto durch den Sucher schaute, kam mir sofort in den Sinn, dass es wie eine Treppe aussieht – eine Treppe gen Himmel. Es ist vielleicht eine etwas abstrakte Herleitung, doch irgendwie passt das für mich schon.
Ursprünglich wollte ich dieses Bild in schwarz/weiß halten, doch die Farben passen einfach zu schön zusammen um diese durch Graustufen zu ersetzen.

Rückblickend war die Entscheidung am Sonntag zeitiger Aufzustehen genau die richtige. Die Lichtcharakteristik am Morgen ist das Eine, aber die Atmosphäre in der Stadt ist einfach eine ganz andere. Alles ist ruhig und entspannt und so völlig anders als es sonst der Fall ist…
Mir tat es jedenfalls gut nach einer anstrengenden Arbeitswoche mal ganz bewusst diese Ruhe zu suchen und auch zu genießen. Und wer weiß, vielleicht mach ich so etwas ja zukünftig öfters. 😉

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Die ersten Zeichen des Frühlings

Nun war es in den vergangenen Wochen sehr Ruhig hier, was unter anderem an einer sehr kurzfristigen Dienstreisen lag. Direkt im Anschluss hat mich eine Grippe noch vollends ausgeknockt. Doch das Gute daran war, dass ich wieder mehr Zeit hatte um die Kamera in die Hand zu nehmen (als es mir wieder besser ging).

So zog es mich an bekannte Stellen im Großen Garten in Dresden. Denn da gibt es einige stellen, wo mitten auf der Wiese Frühlingsblumen blühen.
Ich machte viele Bilder und war im Moment der Aufnahme auch völlig zufrieden mit dem Ergebnis, bis ich diese am Rechner sichtete und auch einige bearbeitete. Die Bilder waren einfach nicht so wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es lagen schlicht und einfach zuviele Ästchen und trockene Blätter um die Blumen, was dafür sorgte, dass der Großteil des Bildes braun war. Und das passt für mich nicht wirklich zu farbenfrohen Frühblühern.

Nun gut ich bin ja noch einige Tage von der Arbeit befreit, also kann ich schönere Bilder davon aufnehmen. Gesagt, getan. Nachdem ich gestern einen Termin hatte, schnappte ich mir sofort die Kamera und machte mich wieder auf den Weg. Dieses mal allerdings nicht zu Fuß, sondern mit dem Rad, da das Wetter sehr wechselhaft war und ich den Sonnenschein abpassen wollte.
Ich kam am Zeil an und es begann zu nieseln, so dass ich schleunigst Schutz vor dem Regen suchte. Als es aufgehört hatte zu regnen, beobachtete ich kurz die Wolken und sah so schnell keine Aussicht auf Sonne. So nutzte ich die Gelegenheit und fuhr zur nächsten Tankstelle um meine Reifen aufzupumpen, was auch bitter nötig war. Nun wollte ich mich gerade wieder auf den Weg machen, da kam mir in den Sinn, dass es auch noch andere Ecken gab wo Krokusse und Schneeglöckchen gab und ich entschied mich spontan da mein Glück zu versuchen. Was eine ausgezeichnete Idee war.

Snowdrop

Ich suchte mir schöne Exemplare heraus und begann zu erst einmal die paar wenigen Blätter aus dem Bild zu räumen, denn die hauptsächliche Farbe des Bildes sollte ein kräftiges grün sein. Das dauerte keine halbe Minute und doch hatte es eine sehr große Auswirkung und für mich hat sich diese Arbeit absolut gelohnt.

Nach einigen Aufnahmen von Schneeglöckchen wandte ich mich, wie bereits am Vortag, wieder einigen Krokussen zu. Da war die Wahl etwas eingeschränkter, da viele Pflanzen aufgrund der etwas kühleren Temperaturen und des Regens ihre Blüten geschlossen hatten. Doch ich wurde fündig und nach kurzem Beräumen war auch diese Blume bereit um sie Abzulichten.

Crocus

Bei der Krokusblüte war es mir wichtig einen möglichst niedrigen Blickwinkel zu erzielen, ohne dabei so niedrig zu sein, dass die Büsche im Hintergrund im Bild erscheinen. Das hätte einen sehr dunklen Streifen am „Horizont“ verursacht, was ich nicht schön fand. Außerdem hab ich mich so positioniert, dass ich die Blüte im gegenlicht habe, um die klitzekleine Akzente der Wassertropfen zur Geltung kommen zu lassen.

Letztendlich bin ich mehr als froh darüber einen zweiten Anlauf unternommen zu haben. So konnte ich die Fehler des Vortages beheben und ein sehr viel besseres Ergebnis erzielen. All die kleinen „Hindernisse“ waren für mich wichtige Schritte um zu diesen Bildern zu gelangen und ich bin froh darüber diesen Weg genommen zu haben, denn so schätze ich das Ergebnis viel mehr.
In diesem Sinne, bis bald …