Jerusalem – ein Ausflug in die Altstadt

Ist das momentan hektisch in meinem Leben. Kaum war ich von der Dienstreise zurück aus Israel, ging es ab in meinen privaten Urlaub. Dieser liegt seit zwei Wochen hinter mir und die nächste Reise seht heute Abend bereits schon wieder an.
Genau diese Hektik war es etwas geschuldet, dass hier kein neuer Beitrag erschienen ist.

Nun ist es ja bei mir so, wenn ich irgendwo in der ferne bin, möchte ich auch gegebenenfalls etwas von der Gegend zu sehen bekommen. Deswegen unternahmen mein Kollege und ich einen kleinen Trip nach Jerusalem. Geführte Touren, wären mir persönlich am liebsten gewesen, zumal die Israelis meinten, es ist gefährlich in Jerusalem.
Also gut, dann auf eigene Faust.

Wir fuhren mit einem Sherut (Sammeltaxi mit 10 Plätzen) von Tel Aviv nach Jerusalem, was so ziemlich die kostengünstigste Variante, mit 24 Schekel – etwa 5-6€ pro Person und Fahrt,  für diesen Trip ist.
In Jerusalem sind wir nahe dem Damaskustor angekommen und so langsam wurde mir klar, was mit „gefährlich“ gemeint war. Israelische und palästinensische Polizisten, sowie das Militär waren vor Ort – mit schusssicheren Westen und Gewehren. Es fühlt sich schon Merkwürdig an, so viele Waffen im direkten Umfeld zu sehen. Die Gesammte Situation, war allerdings recht entspannt, so dass ich in dem Moment nicht sehr viele Bedenken hatte und nach einigen Minuten hat man diese Präsenz nicht mehr wirklich wahrgenommen.

The Western Wall

Das erste Ziel war die Klagemauer. Obwohl ich vorher bereits Bilder gesehen hatte, kam sie mir vor Ort recht übersichtlich vor. Zumal das eine der die Pilgerstätten für alle Menschen jüdischen Glaubens ist. Ich fand die Gesamtansicht zwar beeindruckend, doch irgendwie reizt mich diese Detailaufnahme dann doch etwas mehr. Denn man sieht sehr genau eine wirklich große Anzahl an weißen Pappierstückchen in der Mauer stecken.

The Western Wall and Dome of the Rock

Anschließend ging es für uns in Richtung Jüdisches Viertel die Treppe hinauf. Von da aus hatten wir einen herrlichen Blick auf die Klagemauer, den Tempelberg und im Hintergrund liegend den Ölberg. Die traurige Realität eines Freitages (erster Tag des Wochenendes) mit Hinblick auf die Vorbereitung des abendlichen Sabbats, war die deutliche Polizeipräsenz auf dem Vorplatz. Auch musste jeder Besucher durch eine Sicherheitskontrolle ähnlich derer an Flughäfen hindurch.
Was ich im dem Jüdischen Viertel deutlich bemerkte, war sehr viel mehr Ruhe als im arabischen. Es war auch deutlich weniger Treiben angesagt. Ich fand diese kurze Ruhepause sehr angenehm.

Church of the Holy Sepulchre

Im weiteren führte unser Weg noch an der Grabeskirche Vorbei. Dieses Bauwerk ist ja schon einen Besuch wert, wenn man in einem christlich geprägten Land aufwächst. Auch ohne spezifische Angehörigkeit einer Religion fand ich diesen Ort ähnlich magisch, wie die Klagemauer. Diese Kirche war schon eine der wirklich großen und in ihrem Inneren ist sehr viel Raum, vor allem gen Himmel.

The Aedicule

 

Um das mal etwas zu demonstrieren, habe ich mal ein kleines Panorama der Ädikula hochgeladen. Dieses Bild geht nicht einmal bis zu halben Höhe der Kuppel. Es ist schon beeindruckend wie hoch die Gebäude zu der Zeit der Errichtung damals bereits gebaut werden konnten. Doch ich schweife etwas ab…

Leider hatten wir nicht sonderlich viel Zeit in Jerusalem, da ab 18 Uhr Sabbat war. Zu dieser Zeit ist in Israel nicht mehr sonderlich viel los. Es fahren weder Busse, noch Bahnen. Auch bei den Sheruts sind lediglich die arabischen Fahrer unterwegs. Diese örtlichen Gegebenheiten sind auf den ersten Blick ungewöhnlich für mich, doch habe ich diese akzeptiert, da so etwas auch dazugehört in anderen Kulturen. Schließlich war ich das erste mal in meinem Leben außerhalb Europas unterwegs. 😉
Auch war es uns nicht möglich auf den Tempelberg zu gehen, da auch dort im Laufe des Tages eine heilige Prozession stattfand. Ich hätte mir jedoch die Moscheen gerne einmal angeschaut… Wer weiß, wann es mich wieder einmal nach Israel verschlägt. Denn mir hat das Land wirklich sehr gut gefallen.

Rückwirkend betrachtet, war die Heimfahrt nach Tel Aviv das gefährlichste an diesem Ausflug. Zum einen fahren die Menschen dort etwas unübersichtlicher und zum anderen sind die Taxifahrer ganz besonders – meist ganz besonders zügig unterwegs.
Generell Betrachtet finde ich Jerusalem sehr interessant, da sich von den drei großen Weltreligionen jeweils ein großes Heiligtum in der Altstadt befindet und das auf einem sehr kleinen Raum. Ich würde es auf einen etwa 500 bis 700 Meter kleinen Umkreis schätzen.
Es ist zwar einiges an Sicherheitskräften notwendig, doch irgendwie scheint es ja zu funktionieren…

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