Der Leuchtturm in Warnemünde

Wie Bereits im letzen Beitrag erwähnt, habe ich an meinem Freitag in Rostock auch mal einen Abstecher nach Warnemünde gemacht.
Nachdem ich etwas über eine Stunde damit verbrachte wieder auf den richtigen Weg zu gelangen hatte ich es ja letztendlich doch noch geschafft nach Warnemünde zu finden. Mein erstes Ziel war der Strand, also habe ich via Google Maps den direktesten Weg vom Kirchenplatz heraus gesucht.

Und nun war ich also da – an der Ostsee. In diesem Moment wurde mir erst so richtig klar wie unwirklich es eigentlich ist mit wenigen Stunden Vorbereitung zu so einem Erlebnis aufzubrechen. Und irgendwie konnte ich in diesem Moment nix anderes tun, als einfach nur zu Grinsen. Es fühlte sich einfach unglaublich belebend und erfrischend an sich seinen Träumen hinzugeben. Es ist eigentlich absolut verwunderlich, dass ich das bisher nicht öfters gemacht habe…

Nun richtete ich mich also gen Osten aus, denn da befand sich der Leuchtturm von Warnemünde und diesen wollte ich schließlich auch ablichten. Um ein Bild aufzunehmen, welches es so noch nicht gibt hätte ich meine Quetschlinse nutzen können, doch leider hatte ich durch den Wind und leichten Nieselregen zu kalte Hände bekommen.
Dennoch wollte ich auch hier nicht so sehr auf die üblichen Gestaltungsregeln achten. „Scheiß doch mal auf die Drittelregel und den Goldenen Schnitt“, dachte ich mir und gab dem Leuchtturm, sowie dem Teepott sehr viel Raum im Bild.

Warnemünde Lighthouse

Auch wenn die Palmen vorm Teepott etwas fehl am Platz wirken, zumal sich die Temperaturen hartnäckig um die zehn Grad hielten, wollte ich diese eine im Bild nicht herausretuschieren. Diese gibt in Verbindung mit der Kleiderordnung der Familie ein noch surrealeren Eindruck.

Warnemünde

Als ich am Leuchtturm war, erblickte ich noch zwei weitere: einen grünen und einen roten, welche die Einfahrt des Hafens markieren. Da musste ich nicht weiter überlegen und steuerte den grünen an, schließlich war dieser schneller zu erreichen.
Nun bin ich ja sehr an der Umgebung interessiert. So blickte ich mich immer wieder um und hatte diesen Anblick. Das Wahrzeichen von Warnemünde schlechthin und noch einen Mast eines Segelbotes. Ich erstellte fix ein Panorama, bestehend aus drei einzelnen aufnahmen. Da es in Schwarz/Weiß einfach am besten wirkte verfeinerte ich diesen Look noch etwas mit Silver Efex Pro aus der Nik Collection. Das Ergebnis stellt mich mehr als nur zufrieden.

Da ein recht starker Wellengang herrschte entschied ich mich für den höher gelegenen Weg zu dem Aussichtspunkt bei dem grünen Turm. Diese Entscheidung erwies sich als vortrefflich, da etwa auf dem halben Weg eine große Welle ankam und ich somit einmal komplett von oben bis unten nass gewesen wäre, hätte ich mich für den anderen entschieden.

Green and Red Lighthouse

Mittlerweile wurde der Regen stärker und auch vor dem Wind war ich am Aussichtspunkt recht wenig geschützt. Ich postierte die Kamera neben einer Mauer, so dass diese nicht ganz so viel Regen abbekommt. Schließlich wollte ich die Frontlinse nicht alle paar Sekunden wieder abwischen. Ich begann ein wenig die Belichtungszeit zu variieren und steigerte mich langsam von etwas über einer Sekunde bis hin zu mehreren Minuten. Doch irgendwie fand ich das fünfminütige Bild viel zu glatt gebügelt. Mir fehlte einfach dieses Gefühl von rauem und kaltem Wetter. Deswegen entschied ich mich für eine Foto mit 1,3 Sekunden, so hatte die Wasseroberfläche einfach einen unvergleichlichen Charakter und auch die Welle konnte ich so wunderbar einfangen.

Ich begab mich nach einigen Bildern wieder auf den Rückweg. Mir war kalt und nun regnete es auch schon beachtlich und natürlich hatte ich keine Regendichte Jacke an. So floh ich in das nächste Kaffee und schlug zwei Fliegen mit einer Klappe: ich wärmte mich wieder auf und konnte meinen hunger nebenbei noch bändigen.

Port entrance

Als der Regen schlussendlich wieder etwas nachließ begab ich mich noch einmal in Richtung Hafeneinfahrt. Doch diesmal wollte ich eine wirklich lange Belichtung erstellen um die Steine im Vordergrund in einem hellen Schleier versinken zu lassen.
Doch sehr schnell stellte ich fest, dass es nicht die beste Idee ist ein zehnminütiges Bild zu erstellen, denn es sammelten sich durch den Wind so viele Wassertröpfchen auf dem Filter. Somit war eine Aufnahme völlig unbrauchbar geworden. Gut, ich war mit meinem Bildaufbau ehh noch nicht zu 100% zufrieden. Also postierte ich mich noch näher an der Einfahrt und auch noch näher am Wasser … bzw ins Wasser.
Die Wellen reichten eigentlich nicht bis zu meinen Füßen, auch wenn das Stativ bereits im Wasser stand. Als ich gerade durch den Sucher schaute und die Kamera ausrichtete, bekam ich plötzlich nasse Füße hatte. Naja passiert halt.
Ich musste gar nicht lange probieren um eine wirklich gute Balance zu finden zwischen langer Belichtung und nicht zu viel Wasser auf dem Filter. Dabei half mir auch eine weit geöffnete Blende von F/2.8. Das Ergebnis hat meine Erwartungen mehr als nur erfüllt und dafür haben sich auch meine nassen Schuhe voll und ganz gelohnt.

Grass on a dune

Ich begab mich allmählich wieder auf den Rückweg. Doch da ich gerade wieder mein 24 mm Art* auf der Kamera hatte, bot sich die ein oder andere kleinere Spielerei mit der Unschärfe sehr an.
Ich mag es total den Fokus ganz bewusst auf ein kleines Detail fernab des eigentlichen Motives zu legen. So begab ich mich auf allen vieren in den Sand, denn was bietet sich besser an als ein Grasbüschel auf der Düne.

Canon

Schließlich kam ich auch noch direkt am Leuchtturm vorbei und erblickte diese beiden Kanonen. Ich wollte diese ebenfalls noch aufnehmen und dabei abermals die Blende sehr weit öffnen. Zu einer ähnlichen Spielerei mit Kanonen habe ich ja auch schon auf der Festung Königsstein hinreißen lassen.

Im Anschluss machte ich mich wieder auf den Weg zurück nach Rostock. Schuhe, sowie die Jacke waren schließlich schon recht nass und ich musste mich gerade wieder etwas ausruhen.

Bis bald, euer Daniel.


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Rostock und seine Sehenswürdigkeiten

Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, habe ich zwei Nächte in Rostock verbracht. Nun wollte ich natürlich auch die Stadt an sich besichtigen und nicht lediglich nur die Ostsee sehen. Mit der Intension zog ich bereits am Donnerstag Abend herum und suchte mir einige Motive innerhalb der Altstadt heraus. Leider war die Ausbeute recht mau, da ich ständig wieder Regentropfen auf der Frontlinse hatte, welche oftmals recht unschön die Straßenbeleuchtung eingefangen haben.

So ist innerhalb der ersten Stunden in Rostock lediglich ein Bild entstanden. Doch dieses Bild gefiel mir wirklich sehr gut. Obwohl ich zu dem Zeitpunkt bereit nass und durchgefroren war verbrachte ich einige Zeit am Marktplatz. Den Großteil davon zwar schutzsuchend, da es nun nicht mehr nur nieselte. Doch das spielt hinterher keine Rolle mehr.
Rückblickend bin ich echt erstaunt, wie viel Geduld ich mittlerweile aufbringe beim fotografieren. Das wäre noch vor nicht all zu langer Zeit undenkbar gewesen. Dabei ist das Aufnehmen der Bilder lange nicht mal mehr das Zeitaufwändigste – nein eher das warten auf den richtigen Moment um wirklich alles so auf den Sensor zu bekommen wie ich es haben möchte.

Town hall Rostock

Wirklich fest vorgenommen habe ich mir in Rostock eigentlich absolut kein Motiv. Ich wollte mich einfach mal nur treiben lassen und dabei ablichten, was meine Aufmerksamkeit gewecke. So bin ich am Vormittag meines ersten kompletten Tages in Rostock noch etwas in der Innenstadt herumgelaufen und habe mich dann auf den Weg nach Warnemünde begeben. Zumindest war das mein Vorhaben, denn ich bin erst einmal in die falsche Richtung gefahren. Das passiert schon mal, wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt und selber noch etwas verpeilt ist. Doch dazu dann mehr in einem der folgenden Beiträge…

Am späten Nachmittag war ich dann auch wieder in der Altstadt unterwegs, nachdem ich eine kurze Pause im Hostel eingelegt habe. Der Rucksack wurde nämlich mittlerweile schon recht schwer auf dem Rücken.
Ich ließ mich wieder nur treiben, suchte gelegentlich via Google Maps vermeintlich interessante Gegenden heraus und so bekam ich die Möglichkeit gleich zwei der Kirchen auf einem Foto zu vereinen: Die St. Nikolai- Kirche links und die St. Petri- Kirche rechts.

Two Churches in Rostock

Die St. Petri- Kirche befand sich nahezu permanent in meinem Sichtbereich. Durch ihren sehr großen Kirchturm ist diese sehr präsent im Bereich der Innenstadt.

Nach einem Abstecher zum Stadthafen der Hansestadt kehrte ich wieder zu einem Motiv des ersten Abends zurück, dem Kröpeliner Tor. Da es mir der Regen des Vortages nicht ermöglichte dieses Tor abzulichten, startete ich nun einen neuen Anlauf.
Ich wollte den Weg zum Tor nutzen und den Turm schön symmetrisch im Bild platzieren. Im nachhinein fand ich jedoch ein anderes Bild davon wesentlich stimmiger für mich, nämlich dieses hier.

Kröpeliner Gate

Denn eigentlich wollte ich mir gerade etwas zu essen besorgen, da kam ich an diesem kleinen Wasserspiel vorbei. Mir kam sofort die Idee, die nassen Steine als reflektierende Fläche zu nutzen um eine Spiegelung des Turmes zu erzeugen. Leider hat das vorhaben nur im Ansatz funktioniert, doch ich mag dieses Bild wesentlich mehr als die Bilder, welches man en masse via Google findet. Auch die Personen im Bild finde ich absolut nicht störend, auch wenn diese sich zu viel bewegt haben. Man kann ja schließlich nicht alles haben. 😉

Nachdem ich nun wieder gestärkt war experimentierte ich noch etwas auf dem Marktplatz mit den fahrenden Straßenbahnen herum. Diese Experimente überzeugten mich jedoch nicht so sehr um diese hier zu präsentieren. Doch ich übertrug die Erkenntnisse daraus auf das Steintor und die fahrenden Autos.

Denn vor kurzem schnappte ich in einem Video den Tipp auf nachts den ISO etwas anzuheben um somit die Beleuchtung der fahrenden Fahrzeuge, denen der Umgebung anzupassen. Ich muss sagen, dieser Tipp war Gold wert.
Auch hier musste ich sehr viel Geduld aufbringen. Erst war die Belichtung immer etwas zu kurz, so dass sich diese Streifen nicht durch das gesamte Bild ziehen und dann war die Straße recht schwach befahren. So musste ich teilweise mehrere Minuten lang warten bis mal wieder ein Fahrzeug vorbei kam. Jedoch hat es sich vollkommen ausgezahlt. Günstigerweise war das Hostel nur wenige Schritte vom Steintor entfernt und so war dieses das letzte Bild, welches ich an diesem Tag machte.

Am nächsten Morgen wollte ich noch einmal auf den Marktplatz, da ich hoffte gäbe nicht wieder so viele Stände. Doch leider war der Platz abermals gefüllt. Allerdings konnte ich nun das herrliche Wetter nutzen um das Oberlandesgericht noch einmal abzulichten. Im dunkeln waren sämtliche Details dieses Gebäudes recht unauffällig geblieben.

Battlement

Da ich den gotischen Baustil sehr mag ließ ich es mir nicht nehmen auch einige Detailaufnahmen anzufertigen.
Neben einigen detaillierten Fotos wollte ich das Gebäude in gänze ablichten, doch eine sehr kurze Brennweite hatte zur Folge, dass ich immer Fahrzeuge mit im Bild hatte. So entschied ich mich zu einem vertikalen Panorama, bestehend aus drei einzelnen Aufnahmen mit meiner 24 mm Festbrennweite.
Higher Regional Court

Auf diesem Tripp habe ich das 24er lieben gelernt und frage mich seither wie ich solange ohne auskommen konnte.
Das soll es nun erst einmal gewesen sein, und in diesem Sinne … Bis bald, euer Daniel.

Milchstraße über dem Lilienstein

Anfang diesen Monats war ja mal wieder Neumond. Neben dieser Tatsache gab es noch eine viel wichtigere, nämlich einen wolkenlosen Himmel. Genauer gesagt meine ich die Nacht zum 07.05. Eigentlich wollte ich hier das Datum des vorherigen Tages schreiben, nur bin ich dazu viel zu spät schlafen gegangen und habe demzufolge verschlafen. Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben und somit nahm ich einen neuen Anlauf.
Dieser Anlauf war wesentlich durchdachter, da ich zum Einen mal wirklich zeitig um 22:15 zu Bett ging, was mir so nahezu nie passiert. Zum Anderen habe ich diesmal anstatt einem Wecker und einem Timer gleich drei Wecker und besagten Timer gestellt. Die Wecker klingelten jeweils im Viertelstundentakt und der Timer war, glücklicherweise, nicht nötig. Die Entscheidung drei Wecker zu stellen war Gold wert. Den ersten um 0:45 habe ich im Halbschlaf ausgemacht, den zweiten um 1:00 habe ich nicht gehört, beim dritten um 1:15 jedoch bin ich wach geworden und nicht wieder eingeschlafen. Nun habe ich mich, vom Licht total geblendet, angezogen und meinen Rucksack, sowie ein wenig Proviant mitgenommen.

Nach einer guten Stunde Fahrt bin ich auch schon angekommen. Ich habe mich auch nur um gute zehn Kilometer verfahren, es war ja schließlich noch mitten in der Nacht und ich absolut verpeilt. Am Ziel angekommen konnte ich sofort, als ich ausgestiegen war, die Milchstraße mit bloßen Augen sehen. Das hat mich ein wenig verwundert, da sich die Augen erst allmählich an die Dunkelheit gewöhnen müssten, so dachte ich jedenfalls. Es war jedoch so dunkel, dass ich nahezu blind agieren musste. Um den Schaden möglichst bei Null zu halten nahm ich dann doch mein Handy zur Hand.
Da ich genau weiß, wie unbrauchbar mein Gehirn um solche Uhrzeiten ist habe ich sämtliche Einstellungen der Kamera bereits im Voraus vorgenommen. Aus meinen Erfahrungen weiß ich das ich keine halbe Minute belichten sollte, wenn ich Sterne noch scharf und nicht verwischt haben möchte. Auch weiß ich das ich mit ISO 1600 oder ISO 3200 arbeiten muss, hier entschied ich mich für letztes. Auch den Fokus vom Tokina 11-16* stellte ich bereits auf Manuel und Unendlich.

Milkey Way over the "Lilienstein"

Ein Blick durch den Sucher – ich sah absolut nichts. Oha. Nun gut, also ganz grob ausgerichtet und ein Testbild gemacht. So arbeitete ich mich langsam an das Bild heran, welches ich aufnehmen wollte. Ist schon eine ganz neue Erfahrung, nahezu blind zu fotografieren, allerdings dennoch anständige Bilder dabei zu generieren.

Milkey Way

Nun wollte ich mich auch mal im Bereich Astrofotografie an etwas neues heranwagen. Ich wollte ein Panorama versuchen. Das Aufnehmen an sich war recht unbeschwerlich. Ins Hochformat wechseln und den Horizont gerade ausrichten. Die Rotation des Stativkopfes habe ich ganz grob abgeschätzt, und bin auf ca die Hälfte an Überlappung gekommen. Problematisch wurde es beim zusammensetzen der Aufnahmen. Da meinte Photoshop Elements, dass das mittlere Bild nicht dazu gehört. Na klasse, dachte ich mir, so was hat mir gerade noch gefehlt. Mit wirklich arg viel probieren und basteln habe ich es dennoch, mehr oder weniger gut hin bekommen. Darüber war ich mehr als nur erleichtert.

 Milkey Way over the "Lilienstein" II

Schließlich hatte ich die Aufnahmen im Kasten, wegen denen ich mitten in der Nacht aufgestanden war, das Haus verlassen hatte und etwas über 50 Km mit dem Auto gefahren war und das ganze bereits vor 3:00. Nun richtete ich die Kamera auf einen Bildausschnitt, der mir am besten gefiel und lies die Kamera noch ne ganze weile lang Aufnahmen erstellen. Zu der zeit machte ich es mir auf meiner Motorhaube bequem, schließlich war das noch der wärmste Ort. Ins Auto setzen konnte ich mich nicht, da dabei Licht angegangen wäre. Erwähnte ich bereits das ich um diese Zeit zu verpeilt bin, um daran zu denken das Licht vorher auszuschalten? Jedenfalls aß ich meine Äpfel und trank nebenbei immer mal ein Schlückchen Wasser.

Es ist so wunderbar faszinierend ein Zuschauer dieses Schauspiels zu sein. Eines Schauspieles, was sich schon seit Millionen von Jahren, zumeist leider unbeachtet, abspielt. Es tut echt verdammt gut immer mal wieder aus unserem hektischen Alltag auszubrechen und einfach mal die Zeit zu genießen. Auch wenn so etwas bedeutet, mitten in der Nacht aufzustehen.
Na dann, bis bald. Euer Daniel.


* Dies ist ein Partner-Link, welcher zu einer externen Webseite führt. Ich erhalte keinerlei Bezahlung für das setzen von Links, bekomme allerdings eine kleine Provision falls ihr darüber bestellt. Es entstehen für euch dadurch keinerlei Nachteile.

Ritterstern

Wie jedes Jahr um diese Zeit Blüht der Ritterstern meiner Mutter. Dieser ist nun schon so groß, dass es einiges an Aufräum-arbeit kosten würde ihn komplett auf ein Bild zu bekommen. Das ist genau der Grund, wieso ich mich dazu entschieden habe lediglich Detailaufnahmen anzufertigen :D.
So bekomme ich wesentlich einfacher schöne Bilder zustande und nebenbei lerne ich auch noch einiges über das entfesselte Blitzen.

Amaryllis I
(550D, 50 mm Art, F/2.5, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Bei diesem Foto habe ich einen recht hellen Hintergrund gewählt, eine Wand mit einer weißen Gardine davor (diese Wand befindet sich zwischen zwei Fenstern, deswegen ist da auch eine Gardine davor 😉 ). Den Blitz habe ich hierbei oberhalb der Pflanze gehalten und mit recht viel Power auf die Gardine gefeuert, um so die Blühte, von hinten durchleuchtet, Abzulichten. Dass hat zur Folge, dass die Lichtcharakteristik seht weich wird.

Amaryllis II
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Um diese Detailaufnahme erstellen zu können musste ich, sowohl Kamera, als auch Blitz recht nah an diese Staubblätter heran bringen. Auf dem Blitz war lediglich ein Diffusor drauf, da mir das licht sonst viel zu hart gewesen wäre. Zugegeben, es war bedingt durch die kurze Entfernung schon recht hart, was jedoch die feinen Details besser hervorhebt.
In der Bearbeitung habe ich diesmal etwas neues probiert, Nik Silver Efex Pro aus der Nik Collection. Diese ist nun Kostenfrei zu haben. 

Amaryllis III
(550D, 100 mm, F/5.6, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Zugegeben, ein Close-up ist schön, jedoch wollte ich auch noch einmal etwas mehr zeigen als nur einige winzige Details. So ist diese Foto entstanden, ebenfalls wieder mit dem Diffusor auf dem Blitz.
Auch hier kam nach der Bearbeitung wieder die Nik Software zum einsatz, allerdings nicht nur die. Zusätzlich habe ich hier und da mittels dodge and burn lokal einige Kontraste verstärkt. Diese beiden schritte haben die Struktur unglaublich hervorgebracht, sowie den Kontrast verstärkt, ohne jedoch dabei die Sättigung zu verändern.

 Amaryllis IV
(550D, 50 mm Art, F/2.8, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Zu guter Letzt kam noch einmal die gesamte Blühte mit zwei Knospen auf ein Bild. Dieses mal stand die Pflanze vor einer Fensterscheibe, weswegen im Hintergrund eine Spiegelung vorhanden ist. Mir ist allerdings viel zu spät aufgefallen das sich unsere Schrankwand links mit ins Bild gemogelt hat, weswegen es da leider dunkler ist. Dennoch mag ich das Bild sehr.
Wie unschwer zu erkennen ist sind alle Bilder an zwei verschiedenen Daten aufgenommen. So hatte ich jedoch mehr Möglichkeiten diese wunderbare Pflanze zu präsentieren.

Der Amselfall

Wie im letzten Beitrag angekündigt habe möchte ich euch heute den Amselfall und die Amselfallbaude präsentieren. Der Weg bis zum Wasserfall ist nur unwesentlich beschwerlicher als der restliche Weg meiner Wanderung. Der Ausblick und auch der Wasserfall entschädigen die Anstrengungen jedoch mehr als nur ein wenig. Von April bis Oktober können Besucher auch in der Amselfallbaude einkehren um sich ein wenig auszuruhen und zu stärken. Ob sich zu den Zeiten ein Ausflug dahin lohnt kann ich allerdings nicht sagen, da ich nicht weiß wie überlaufen dieser Ort dann sein wird. Als ich da war waren nur vereinzelt einige wenige Wanderer anzutreffen.
Ganz nebenbei gibt es an der Baude noch einige Informationstafeln zur Entstehung des Sandsteines, sowie der Vegetation in dieser Gegend.

Amselfallbaude
(Panorama aus 6 Aufnahmen, 28 mm, F/4.0, 1/15 sec, ISO 100)

Es ist wirklich traumhaft zu sehen, wie versucht wurde um die bestehenden Gegebenheiten herum zu bauen. Der Wasserfall verläuft somit zwischen den beiden Gebäuden hindurch, es wurden lediglich einige Betonplatten ausgelegt um eine ebene Fläche zu schaffen.

Amselfall
(550D, 11mm, F/11, 30 sec, ISO 100)

Der Wasserfall an sich war zwar nicht sooo groß wie ich ihn erwartet hatte, aber dennoch schön anzuschauen. Dadurch das nur einige wenige Personen oben anwesend waren, war das fotografieren sehr angenehm. Niemand stand mir im Bild und auch ich stand keinem im Bild.
Oberhalb des Falles gibt es eine kleine Staustufe, so dass hier ein wenig getrickst werden kann um ihn beeindruckender aussehen zu lassen ;).

Stram and mossy rocks
(550D, 28mm, F/9.0, 20 sec, ISO 100)

Linkerhand geht der Wanderweg, ein Teil des Malerweges, hinauf. Ich bin diesem Weg anschließend noch ein ganzes Stück gefolgt. Ich war auf der Suche nach schönen Bachverläufen, und ich wurde fündig.
Bei dem Bild habe ich allerdings ein wenig in die Trickkiste gegriffen, es ist nämlich genau genommen eine Montage aus zwei Einzelaufnahmen. Ich habe zusätzlich eine Aufnahme erstellt, bei welcher der Fokus ausschließlich auf dem vorderen Stein lag. In der Bearbeitung konnte ich beide Aufnahmen zusammenmontieren. Um so ein Bild zu erhalten, welches eine wesentlich größere Tiefenschärfe besitzt, als wenn ich dieses Bild mit einer extrem geschlossenen Blende aufgenommen hätte. Da durch die Beugungsunschärfe wieder sehr viele Details verloren gehen würden.

 Stream and "Talwächter"
(550D, 40mm, F/7.1, 1/50 sec, ISO 100)

Nun, da ich mir ein wenig ausgeruht hatte und meine Bilder im Kasten waren machte ich mich auf den Heimweg. Da ich mittlerweile allerdings doch schon hungriger (und somit auch ungeduldiger) wurde nahm ich den gleichen Weg noch einmal zurück. Bei diesem letzten Anblick musste ich meine Kamera jedoch noch einmal aus dem Rucksack holen. Zu sehen ist hier wie der Bachlauf sich durch die Landschaft schlängelt um am Ende in den Amselsee über zu gehen und am Horizont erhebt sich der Talwächter in die Höhe.

Schnee – die kleinen Wunder ganz groß

Gestern Abend war es endlich so weit, in Dresden begann es zu schneien. Aber nicht irgendwie – nein extrem stark. So hat es mich spontan gepackt und ich bin etwa eine halbe Stunde lang auf meinem Balkon herum gekrochen und habe Einzelne Schneekristalle, in der Masse gesucht. Ich bin ja immer wieder fasziniert von den ganzen verschiedenen Formen, die unsere Natur so produzieren kann.

Snowflakes II

Nun noch ein paar Worte dazu wie ich die Aufnahmen angefertigt habe. Benutzt habe ich mein Macro-Objektiv und einen Satz Zwischenringe. Ich habe manuell auf die kürzeste Distanz fokussiert und mich mit der Kamera vor und zurück bewegt. Zusätzlich habe ich noch einen Blitz genommen, um das notwendige Licht zu haben. Alle Bilder sind mit F/8 entstanden, da diese Einstellung an meiner Kamera der „sweetspot“ ist. Gegen ende, als es nur nicht mehr ganz so stark schneite habe ich dann noch auf mein Einstellschlitten zurückgegriffen um nicht mehr ganz so abhängig vom Zufall zu sein. Jetzt bleibt mir nur noch übrig viel Freude beim Betrachten der Bilder zu wünschen.

Snowflakes I

Snowflakes III

Snowflakes IV

Snowflakes V

Raureif

Irgendiwe wollte ich mal wieder weg von den ganzen Weitwinkelaufnahmen und Langzeitbelichtungen, da ich mich immer öfter dabei ertappt habe während den Aufnahmen mit dem Handy zu spielen. Aus diesem Grund habe ich mein Tokina vorerst einmal aus meinem Fotorucksack gepackt um mich mal wieder auf andere fotografische Bereiche zu Konzentrieren. Unter anderem in dem… Raureif weiterlesen