Die Ostsee – Impressionen aus Zingst

Heute habe ich das völlig graue und dunkle Wetter genutzt und bin noch einmal gedanklich Richtung Ostsee geflohen. Schließlich hatte ich auch noch Bilder in Zingst gemacht.

Aber alles der Reihe nach. Geplant war, dass ich nach meinem Besuch in Nienhagen noch mal ein ganzes Stück gen Osten fahre. Von meinem nächsten Ziel trennten mich nun etwa 80 Km.
Nun bemerkte ich am Strand in Nienhagen, dass das Akkusymbol blinkte. Mist. Ich schob es allerdings auf die recht niedrigen Temperaturen.
Die letzten Bilder in Nienhagen waren auf der Speicherkarte und ich nahm die beiden Akkus aus meinem Batteriegriff und steckte diese in die Hosentasche, in der Hoffnung die letzten Reserven noch mobilisieren zu können. Denn: Eine Möglichkeit um die Akkus zu laden hatte ich nicht mit dabei.

Breakwater and a wave

Da ich jetzt wieder weiter fuhr, hatte ich wenig Gelegenheit mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Zu allem Überfluss verweigerte mein Navi auch noch den Dienst und ich orientierte mich immer mal wieder via Google Maps. So konnte ich mein Ziel wenigstens fürs erste grob anpeilen, zumindest bis es ausgeschildert war.
Aber wieso eigentlich Zingst? Ganz einfach in Zingst dreht sich sehr viel um die Fotografie, wie z.B. das „Horizonte Zingst“ und ich wollte mir das Örtchen einfach mal anschauen.

Was mir bis dato fehlte, war die Stille am Strand. Sowohl in Strahlsund, als auch in Nienhagen war der Strand recht gut besucht. In Zingst wiederum begab sich der Großteil der Besucher auf den Steg. Sehr schnell bemerkte ich, dass dieser Ort auf mich wie eine Art Ruhepol wirkte. Es war einfach nur traumhaft entspannend, wie die Wellen rauschten und ich begann die Möwen zu beobachten.

Look at our Sea

Diese beiden Exemplare machten sofort auf mich den Eindruck, als würden sie nachdenklich auf die See schauen. Was auch immer in ihren Köpfen vorging, ich werde es wohl nie erfahre. Dennoch gefiel mir dieser Anblick so sehr, dass ich diese Foto hier nun präsentieren möchte. Irgendwie gehören Möwen und das Meer ja schon zusammen. 😉

Spread your wings and fly away ...

Kurze Zeit später gelang es mir auch ein Tier im Flug zu erwischen. Das war doch etwas schwieriger als ich es erwartet hätte. Da ich immer nur einen der neun Fokuspunkte nutzen konnte, waren sie doch ein wenig zu flott für mich und meine 550D. Die Option ein Objekt zu tracken besitzt die Kamera nicht und die offene Blende machte es nicht unbedingt einfacher. Um so mehr freut es mich diesen Moment erwischt zu haben.

Railway into the sea

Zu guter letzt weckten ein Paar Schienen meine Neugier. So kam ich zu diesem alten Wagen, der sicherlich dazu diente kleinere Boote zu Wasser zu lassen. Ob der Wagen und die Schienen dazu immer noch genutzt werden, weiß ich allerdings nicht. Dennoch habe ich dieser Szenerie etwa eine viertel Stunde gewidmet bis ich den besten Blickwinkel herausgefunden hatte.
Exakt 12 Bilder später waren meine Akkus leer. Mittlerweile habe ich auch herausgefunden wieso die Energie so schnell zur Neige ging, das 24-105L besitzt ja einen Bildstabi und der war sicherlich dafür verantwortlich.

Mit diesem Beitrag schließe ich nun auch meinen kurzen Trip an die Ostsee ab. Es war zwar etwas kurz, aber dennoch sehr Erholsam und für mich überaus lohnenswert. Ich werde sicherlich öfters mal kleinere Trips machen und sei es nur um mich vom Alltag zu lösen, denn ich brauch so etwas immer mal wieder um für mich einen Ausgleich zu schaffen.
In diesem Sinne …Bis bald, euer Daniel.

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Rostock und seine Sehenswürdigkeiten

Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, habe ich zwei Nächte in Rostock verbracht. Nun wollte ich natürlich auch die Stadt an sich besichtigen und nicht lediglich nur die Ostsee sehen. Mit der Intension zog ich bereits am Donnerstag Abend herum und suchte mir einige Motive innerhalb der Altstadt heraus. Leider war die Ausbeute recht mau, da ich ständig wieder Regentropfen auf der Frontlinse hatte, welche oftmals recht unschön die Straßenbeleuchtung eingefangen haben.

So ist innerhalb der ersten Stunden in Rostock lediglich ein Bild entstanden. Doch dieses Bild gefiel mir wirklich sehr gut. Obwohl ich zu dem Zeitpunkt bereit nass und durchgefroren war verbrachte ich einige Zeit am Marktplatz. Den Großteil davon zwar schutzsuchend, da es nun nicht mehr nur nieselte. Doch das spielt hinterher keine Rolle mehr.
Rückblickend bin ich echt erstaunt, wie viel Geduld ich mittlerweile aufbringe beim fotografieren. Das wäre noch vor nicht all zu langer Zeit undenkbar gewesen. Dabei ist das Aufnehmen der Bilder lange nicht mal mehr das Zeitaufwändigste – nein eher das warten auf den richtigen Moment um wirklich alles so auf den Sensor zu bekommen wie ich es haben möchte.

Town hall Rostock

Wirklich fest vorgenommen habe ich mir in Rostock eigentlich absolut kein Motiv. Ich wollte mich einfach mal nur treiben lassen und dabei ablichten, was meine Aufmerksamkeit gewecke. So bin ich am Vormittag meines ersten kompletten Tages in Rostock noch etwas in der Innenstadt herumgelaufen und habe mich dann auf den Weg nach Warnemünde begeben. Zumindest war das mein Vorhaben, denn ich bin erst einmal in die falsche Richtung gefahren. Das passiert schon mal, wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt und selber noch etwas verpeilt ist. Doch dazu dann mehr in einem der folgenden Beiträge…

Am späten Nachmittag war ich dann auch wieder in der Altstadt unterwegs, nachdem ich eine kurze Pause im Hostel eingelegt habe. Der Rucksack wurde nämlich mittlerweile schon recht schwer auf dem Rücken.
Ich ließ mich wieder nur treiben, suchte gelegentlich via Google Maps vermeintlich interessante Gegenden heraus und so bekam ich die Möglichkeit gleich zwei der Kirchen auf einem Foto zu vereinen: Die St. Nikolai- Kirche links und die St. Petri- Kirche rechts.

Two Churches in Rostock

Die St. Petri- Kirche befand sich nahezu permanent in meinem Sichtbereich. Durch ihren sehr großen Kirchturm ist diese sehr präsent im Bereich der Innenstadt.

Nach einem Abstecher zum Stadthafen der Hansestadt kehrte ich wieder zu einem Motiv des ersten Abends zurück, dem Kröpeliner Tor. Da es mir der Regen des Vortages nicht ermöglichte dieses Tor abzulichten, startete ich nun einen neuen Anlauf.
Ich wollte den Weg zum Tor nutzen und den Turm schön symmetrisch im Bild platzieren. Im nachhinein fand ich jedoch ein anderes Bild davon wesentlich stimmiger für mich, nämlich dieses hier.

Kröpeliner Gate

Denn eigentlich wollte ich mir gerade etwas zu essen besorgen, da kam ich an diesem kleinen Wasserspiel vorbei. Mir kam sofort die Idee, die nassen Steine als reflektierende Fläche zu nutzen um eine Spiegelung des Turmes zu erzeugen. Leider hat das vorhaben nur im Ansatz funktioniert, doch ich mag dieses Bild wesentlich mehr als die Bilder, welches man en masse via Google findet. Auch die Personen im Bild finde ich absolut nicht störend, auch wenn diese sich zu viel bewegt haben. Man kann ja schließlich nicht alles haben. 😉

Nachdem ich nun wieder gestärkt war experimentierte ich noch etwas auf dem Marktplatz mit den fahrenden Straßenbahnen herum. Diese Experimente überzeugten mich jedoch nicht so sehr um diese hier zu präsentieren. Doch ich übertrug die Erkenntnisse daraus auf das Steintor und die fahrenden Autos.

Denn vor kurzem schnappte ich in einem Video den Tipp auf nachts den ISO etwas anzuheben um somit die Beleuchtung der fahrenden Fahrzeuge, denen der Umgebung anzupassen. Ich muss sagen, dieser Tipp war Gold wert.
Auch hier musste ich sehr viel Geduld aufbringen. Erst war die Belichtung immer etwas zu kurz, so dass sich diese Streifen nicht durch das gesamte Bild ziehen und dann war die Straße recht schwach befahren. So musste ich teilweise mehrere Minuten lang warten bis mal wieder ein Fahrzeug vorbei kam. Jedoch hat es sich vollkommen ausgezahlt. Günstigerweise war das Hostel nur wenige Schritte vom Steintor entfernt und so war dieses das letzte Bild, welches ich an diesem Tag machte.

Am nächsten Morgen wollte ich noch einmal auf den Marktplatz, da ich hoffte gäbe nicht wieder so viele Stände. Doch leider war der Platz abermals gefüllt. Allerdings konnte ich nun das herrliche Wetter nutzen um das Oberlandesgericht noch einmal abzulichten. Im dunkeln waren sämtliche Details dieses Gebäudes recht unauffällig geblieben.

Battlement

Da ich den gotischen Baustil sehr mag ließ ich es mir nicht nehmen auch einige Detailaufnahmen anzufertigen.
Neben einigen detaillierten Fotos wollte ich das Gebäude in gänze ablichten, doch eine sehr kurze Brennweite hatte zur Folge, dass ich immer Fahrzeuge mit im Bild hatte. So entschied ich mich zu einem vertikalen Panorama, bestehend aus drei einzelnen Aufnahmen mit meiner 24 mm Festbrennweite.
Higher Regional Court

Auf diesem Tripp habe ich das 24er lieben gelernt und frage mich seither wie ich solange ohne auskommen konnte.
Das soll es nun erst einmal gewesen sein, und in diesem Sinne … Bis bald, euer Daniel.

Ein Ausflug zu dem Pfaffenstein

Ende April waren meine Schwester und ich unterwegs zu dem Pfaffenstein. Ist zwar schon wieder viel zu lange her, dass ich unterwegs war aber nichts desto Trotz sind die Bilder nicht weniger schön anzusehen und ein Verfallsdatum habe ich bis heute noch nicht gefunden.
Ich hatte bei diesem Ausflug die glorreiche Idee in Königsstein zu parken um dann über Pfaffendorf zu dem Fels zu wandern. Wir waren noch keine fünf Minuten weg vom Auto und waren beide bereits fürchterlich außer Puste. Unser Weg ging erst einmal, gefühlte 200 Höhenmeter hinauf, real waren es sicherlich einige Meter weniger. Zu allem übel stellten wir nach etwa zwanzig Minuten fest, dass wir an einem Parkplatz vorbei kamen – na klasse.
Da ich die Markierung zu meinem geplanten Wanderweg nicht sah folgten wir erst einmal dem Malerweg. Den Fehler bemerkte ich erst viel zu spät und so verlängerte sich unser Hinweg problemlos um den Faktor vier. Was mich allerdings aufgrund des Wetters und der Aussichten nicht weiter störte.

Königstein Fortress(Panorama aus 6 Hochformat-aufnahmen)

Interessant waren auch die Entfernungsangaben auf den Wegweisern. Innerhalb von fünf Minuten verkürzte sich diese um eine satte viertel Stunde. Nur um kurz darauf wieder um fünf Minuten anzusteigen. Wer weiß was da schief gelaufen ist; wir konnten es nicht sein, da es neben unserem keinen weiteren Weg gab.

Endlich tauchte vor uns das Ziel auf. Da gab es zwei Möglichkeiten um auf den Pfaffenstein zu gelangen. Leider ist es bereits zu lange her um noch zu schreiben für welchen der beiden aufstiege ich mich entschied. Schön war dieser auf jeden Fall, denn er führte über eine, in den Sandstein gehauene, Treppe.

Stairs

Endlich oben angekommen machten wir kurz eine Pause. Das tückische bei dem Wetter war jedoch das mir recht schnell wieder ein wenig kühl wurde, so blieb eine Einkehr in die Schenke aus. Egal, dafür waren wir ja auch nicht nach oben gestiegen.

View from the Pfaffenstein
(Panorama aus 3 Querformat-aufnahmen)

Die Aussicht am Aussichtspunkt war phänomenal. An einem der bekanntesten Blicke steht diese, ebenfalls sehr bekannte, Kiefer. Dem Anschein nach steht der Baum das Bäumchen auf dem Felsen. Wiedereinmal habe ich nichts, als Begeisterung für die Natur übrig gehabt.

 Thats me ;)

Da wir hier vor dem leichten Lüftchen geschützt waren, war es sehr angenehm und wir konnten uns ein ganzes Weilchen hier aufhalten. Ich nutzte die Gelegenheit dazu um meiner Schwester meine Kamera in die Hand zu drücken, da ich mal wieder ein neues Profilbild für meinen social media account haben wollte. (Danke noch mal fürs Auslösen.)

Pine on top of the Pfaffenstein
(Panorama aus 13 Hochformat-aufnahmen in zwei Reihen)

Da ich immer mal gerne etwas herumprobiere entstand ein Panorama, welches zum größten Teil aus Unschärfe besteht. Ich fand es ist auch mal wieder etwas anderes und deswegen wollte ich dieses hier nicht vorenthalten, auch wenn es sehr ähnlich zu dem Panorama in Schwarz-Weiß ist.

Anschließend wollte ich noch einen anderen Aussichtspunkt ansteuern, leider verpasste ich diesen und wollte nicht noch einmal die Treppe hinauf gehen, da ich mittlerweile doch schon gut fertig war.

View to sandstone rock

Nach einer Weile bot sich ein faszinierender Blick durch eine Felsspalte dar. Wobei sich die Häuser, von Pfaffendorf, mittig durch das Grün zog. Dieser Kontrast zwischen Natur und dem von Menschenhand geschaffenen war somit in mehrfacher Ausführung enthalten.

Colza in front of the Pfaffenstein

Schließlich gelangten wir wieder auf einen Feldweg. Dieser wäre meine eigentlich geplante Route gewesen, doch wie man weiß kommt es meistens eh anders als geplant. Ich widmete mich ein letztes mal dem Spiel mit der Unschärfe und setzte den Pfaffenstein in den Hintergrund und der Raps gab mir hierbei mein Hauptmotiv.

Wir gingen ein Stück weiter und kamen an der Weggabelung vorbei, an der ich mich gegen meine Schwester durchsetzte und den „falschen“ Weg einschlug. Egal. Hat ja keinem geschadet ;).
Nun lag lediglich noch der Rückweg zum Auto vor uns. Insgeheim verfluchte ich mich wieder nicht bis nach Pfaffendorf auf den Parkplatz gefahren zu sein, denn meine Beine waren bereits sehr schwer geworden und mein Rucksack wollte partout nicht leichter werden.  Am Auto brauchte ich mein restliches Wasser auf und akklimatisierte mich noch einmal bevor wir wieder los fuhren.

Nun denn, das war es erst einmal wieder von meiner Seits. Bis demnächst wieder, euer Daniel.

Der Amselfall

Wie im letzten Beitrag angekündigt habe möchte ich euch heute den Amselfall und die Amselfallbaude präsentieren. Der Weg bis zum Wasserfall ist nur unwesentlich beschwerlicher als der restliche Weg meiner Wanderung. Der Ausblick und auch der Wasserfall entschädigen die Anstrengungen jedoch mehr als nur ein wenig. Von April bis Oktober können Besucher auch in der Amselfallbaude einkehren um sich ein wenig auszuruhen und zu stärken. Ob sich zu den Zeiten ein Ausflug dahin lohnt kann ich allerdings nicht sagen, da ich nicht weiß wie überlaufen dieser Ort dann sein wird. Als ich da war waren nur vereinzelt einige wenige Wanderer anzutreffen.
Ganz nebenbei gibt es an der Baude noch einige Informationstafeln zur Entstehung des Sandsteines, sowie der Vegetation in dieser Gegend.

Amselfallbaude
(Panorama aus 6 Aufnahmen, 28 mm, F/4.0, 1/15 sec, ISO 100)

Es ist wirklich traumhaft zu sehen, wie versucht wurde um die bestehenden Gegebenheiten herum zu bauen. Der Wasserfall verläuft somit zwischen den beiden Gebäuden hindurch, es wurden lediglich einige Betonplatten ausgelegt um eine ebene Fläche zu schaffen.

Amselfall
(550D, 11mm, F/11, 30 sec, ISO 100)

Der Wasserfall an sich war zwar nicht sooo groß wie ich ihn erwartet hatte, aber dennoch schön anzuschauen. Dadurch das nur einige wenige Personen oben anwesend waren, war das fotografieren sehr angenehm. Niemand stand mir im Bild und auch ich stand keinem im Bild.
Oberhalb des Falles gibt es eine kleine Staustufe, so dass hier ein wenig getrickst werden kann um ihn beeindruckender aussehen zu lassen ;).

Stram and mossy rocks
(550D, 28mm, F/9.0, 20 sec, ISO 100)

Linkerhand geht der Wanderweg, ein Teil des Malerweges, hinauf. Ich bin diesem Weg anschließend noch ein ganzes Stück gefolgt. Ich war auf der Suche nach schönen Bachverläufen, und ich wurde fündig.
Bei dem Bild habe ich allerdings ein wenig in die Trickkiste gegriffen, es ist nämlich genau genommen eine Montage aus zwei Einzelaufnahmen. Ich habe zusätzlich eine Aufnahme erstellt, bei welcher der Fokus ausschließlich auf dem vorderen Stein lag. In der Bearbeitung konnte ich beide Aufnahmen zusammenmontieren. Um so ein Bild zu erhalten, welches eine wesentlich größere Tiefenschärfe besitzt, als wenn ich dieses Bild mit einer extrem geschlossenen Blende aufgenommen hätte. Da durch die Beugungsunschärfe wieder sehr viele Details verloren gehen würden.

 Stream and "Talwächter"
(550D, 40mm, F/7.1, 1/50 sec, ISO 100)

Nun, da ich mir ein wenig ausgeruht hatte und meine Bilder im Kasten waren machte ich mich auf den Heimweg. Da ich mittlerweile allerdings doch schon hungriger (und somit auch ungeduldiger) wurde nahm ich den gleichen Weg noch einmal zurück. Bei diesem letzten Anblick musste ich meine Kamera jedoch noch einmal aus dem Rucksack holen. Zu sehen ist hier wie der Bachlauf sich durch die Landschaft schlängelt um am Ende in den Amselsee über zu gehen und am Horizont erhebt sich der Talwächter in die Höhe.

Schwarzfärbergrund/ Höllgrund

Es war Ende Februar und ich hatte keine Lust das gesamte Wochenende nur in Dresden zu verbringen. Ich nahm mir also meine Wanderkarte, welche den gesamten Malerweg zeigte, und sah mich nach Aussichtspunkten um. Ich schaute nebenbei immer über die Google Bildersuche, ob es sich lohnt einen Ausflug dahin zu unternehmen. Einige Anläufe Später stand mein Ziel fest: der Schwarzfärbergrund sowie der Amselsee. Meine Überlegung war, dass es bei einem See im Tal auch irgendwo einen Wasserfall geben muss. Den Wasserfall gab es auch, jedoch befindet sich dieser nicht am See, folglich war ich auch nicht am See. Doch mehr dazu im nächsten Beitrag.
Ich brach also Vormittag in Dresden auf, bei annehmbar gutem Wetter. Irgendwie wollte mein Navi nicht so wie ich und ich musste kurzerhand auf die Google Maps App meines Telefons zurückgreifen. Einziges Problem dabei war, dass mein Handy immer wieder, vor allem im Gebirge, das GPS Signal verlor und somit meinen letzten Standort mehrere Minuten lang anzeigte. Somit war es ja kaum vermeidbar, dass ich mich ein wenig verfahren habe. Ich bin nämlich versehentlich bis nach Hohnstein gefahren. Was rückwirkend gesehen zu vernachlässigen war, da es eine herrliche Serpentinenstraße ist. Ich hatte meinen Spaß.
Als ich nun also wieder auf dem richtigen Weg war, kam ich gleich an meinem eigentlichen Ziel vorbei, diesem wunderschönen Ausblick.

View of the "Schwarzfärbergrund" in "Nationalpark Sächsische Schweiz"
(550D, 20x 100 mm, F/11, 1/160 sec, ISO 100)

Glücklicherweise befindet sich dort eine etwas größere Parkbucht, so dass bequem fünf und mehr Autos Platz finden. Mittlerweile war es leider etwas diesig geworden, ich fand es absolut passend. So bekommt das Panorama eine ganze andere Wirkung.
Nur beim Zusammensetzen stieß Elements deutlich an seine Grenzen und so habe ich sämtliche Tricks angewandt um das Bild dennoch erstellen zu können. Das ging vom schrittweisen zusammensetzen, über manuell zusammensetzen (weil zu wenig Überlappung vorhanden war) bis hin zum kleiner skalieren, da ich die maximale Breite an Pixeln erreicht hatte. Am Ende bin ich dennoch super zufrieden mit dem Ergebnis und damit hat sich die Mühe ja schon gelohnt.

Nachdem ich diese Bilder also im Kasten hatte setzte ich meinen Weg fort, um mein Auto auf dem nahe gelegenen Parkplatz abzustellen. Glücklicherweise kam gerade eine Gruppe Wanderer zurück und wir konnten unsere Parkplätze tauschen, denn ich stand sehr ungünstig.

Der Weg, den ich mir ausgesucht hatte, war recht unkompliziert, denn es gab nur drei Kreuzungen und man kann sich eigentlich nicht verlaufen ;). Schon nach wenigen Metern befindet sich die Straße außer Hörweite und ich konnte die Natur genießen. Da ich, dank meiner recht kurzfristigen Planung, allein unterwegs war, hörte ich noch meine Musik. Da ich nun aber auch noch die Natur um mich herumhören wollte war die Musik so laut leise wie noch nie, beinahe schon aus.
Hikingtrail
(550D, 4x 11 mm, F/5.0, 1/20 sec, ISO 100)

Da ich ja absolut nicht in Eile war nahm ich sehr viele kleinere Details wahr, die sicherlich so mancher Wanderer übersehen hätte. Dabei bin ich immer wieder aufs neue davon begeistert wo und wie die Pflanze Wege finden zu wachsen.

Little tree
(550D, 84 mm, F/$.0, 1/30 sec, ISO 100)

Hier und da fand ich alte Inschriften auf den Sandsteinen am Wegesrand, die mal besser und mal schlechter zu lesen waren. Manche davon waren deutlich bewachsen und andere hingegen waren schlicht und einfach bereits verwittert. Beachtlich fand ich, dass die Wege schon zum Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurden, was stellenweise einen erheblichen Aufwand dargestellt haben muss.

Milestone
(550D, 24 mm, F/4.0, 1/100 sec, ISO 800)

Nach einer ganzen Weile kam ich schließlich an einer Weggabelung an, welche nach links in Richtung Amselsee, nach rechts zum Amselfall führte. Ich ging also nach rechts.
Mittlerweile gesellte sich zu dem Vogelgezwitscher und dem Rascheln der Bäume ein leises Plätschern hinzu, denn neben dem Weg befand sich der kleine Bach, welcher vom Wasserfall in Richtung See fließt. „Traumhafte Gegend“ dachte ich so bei mir „eigentlich verdammt schade, dass du so selten in der Sächsischen Schweiz unterwegs bist…“ Zumindest habe ich mir vorgenommen dieses Jahr öfters mal durch die Wälder zu schlendern ;).

Irgendwann kam ich an einer Stelle vorbei, die vorsah, dass man Kneippkurbäder machen konnte. Doch dazu war es viel zu kalt und laut der Anleitung soll man die Füße, ohne diese wieder abzutrocknen, in Socken und Schuhe stecken. Ein anderen mal bestimmt …

Wenig später führte mich der Weg über eine Brücke, doch mich zog es magisch weg vom Weg. Denn gleich an der Überführung befand sich im Bachlauf ein kleiner Absatz. Ich räumte noch fix einen größeren Ast aus dem Wasser, da mich dieser im Bild viel zu sehr störte. Da ich dann aber doch zu träge war meinen ND-Filter aus dem Rucksack zu holen, blendete ich einfach etwas weiter ab. Manchmal ist weniger eben halt doch mehr.

Small bridge
(550D, 28 mm, F/16, 0,5 sec, ISO 100)

Ich hatte gerade mein Stativ wieder am Rucksack befestigt und war einige Meter weiter gelaufen, da machte der Bach eine wunderschöne S-Kurve. Das Motiv gefiel mir so gut, dass ich wieder alles aufbaute. Dieses mal wollte ich allerdings nicht so viel Dynamik im Bild haben, somit war ich nun doch gezwungen meinen ND 1.8* heraus zu holen.

Small stream
(550D, 105 mm, F/11, 30 sec, ISO 100)

Gar nicht mehr lange hin und ich hatte mein Tagesziel erreicht, den Amselfall. Ich genoss am Wasserfall die Geräuschkulisse, ein unglaublich entspannendes Plätschern, sowie mein Telefon ohne jegliches Netz.

Langsam aber sicher meldete sich nun mein Magen, denn ich hatte, bis auf Frühstück, heute noch nichts weiter gegessen. Sei’s drum, denn ich hatte ja noch ausreichend Wasser, um irgendwie so etwas ähnliches wie ein Sättigungsgefühl zu erreichen. Ich begab mich also wieder auf den Rückweg.

Die erste Strecke lag bereits wieder hinter mir als mir ein Stein auffiel. Er lächelte. Nun waren die Strapazen und der Hunger endgültig vergessen. Ich machte noch ein paar letzte Bilder und ließ danach meine Kamera wieder im Rucksack verschwinden. So konnte ich letzten Endes die Natur noch bewusster wahrnehmen und ganz ohne sie nur durch meinen Sucher zu betrachten.

 Smile
(550D, 24 mm, F/4.0, 1/20 sec, ISO 200)

Die Rückfahrt nach Dresden verlief dieses mal ohne mich zu verfransen. Dennoch war es ein komplettes Kontrastprogramm wieder in Dresden angekommen zu sein. Alles war laut und hektisch, so wie Städte und unser Leben heutzutage ja scheinbar sein müssen.
Muss es ja gar nicht. Denn nicht mal eine Stunde war ich unterwegs und da fand ich absolute Ruhe und Entspannung vor. Was letztendlich für mich der Grund ist solche Ausflüge doch öfters einmal in Angriff zu nehmen.


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Mein kleiner Sparziergang durch Bad Muskau

Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt bin ich von Kromlau aus nach Bad Muskau gefahren. Dort angekommen suchte ich noch fix einen Parkplatz und schon stand ich vor einer Tafel, denn ich hatte vorher wieder einmal nicht geschaut welche Sehenswürdigkeiten ich mir anschauen wollte. Ich machte mich zu aller erst auf den Weg zum Marktplatz, welchen… Mein kleiner Sparziergang durch Bad Muskau weiterlesen

Rakotzbrücke – Ein Steinkreis in Sachsen

Diese Brücke hatte ich schon sehr lange auf der Liste meiner Wunschziele nur wusste ich nie wirklich wo ich danach suchen musste. Ich wusste lediglich das dieses Bauwerk in Sachsen zu finden ist. Kürzlich hatte ich das Glück das ein Bild davon, einschließlich des Namens, in meiner Facebook Timeline auftauchte. Ab diesem Tag stand fest, dass… Rakotzbrücke – Ein Steinkreis in Sachsen weiterlesen