Die ersten Zeichen des Frühlings

Nun war es in den vergangenen Wochen sehr Ruhig hier, was unter anderem an einer sehr kurzfristigen Dienstreisen lag. Direkt im Anschluss hat mich eine Grippe noch vollends ausgeknockt. Doch das Gute daran war, dass ich wieder mehr Zeit hatte um die Kamera in die Hand zu nehmen (als es mir wieder besser ging).

So zog es mich an bekannte Stellen im Großen Garten in Dresden. Denn da gibt es einige stellen, wo mitten auf der Wiese Frühlingsblumen blühen.
Ich machte viele Bilder und war im Moment der Aufnahme auch völlig zufrieden mit dem Ergebnis, bis ich diese am Rechner sichtete und auch einige bearbeitete. Die Bilder waren einfach nicht so wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es lagen schlicht und einfach zuviele Ästchen und trockene Blätter um die Blumen, was dafür sorgte, dass der Großteil des Bildes braun war. Und das passt für mich nicht wirklich zu farbenfrohen Frühblühern.

Nun gut ich bin ja noch einige Tage von der Arbeit befreit, also kann ich schönere Bilder davon aufnehmen. Gesagt, getan. Nachdem ich gestern einen Termin hatte, schnappte ich mir sofort die Kamera und machte mich wieder auf den Weg. Dieses mal allerdings nicht zu Fuß, sondern mit dem Rad, da das Wetter sehr wechselhaft war und ich den Sonnenschein abpassen wollte.
Ich kam am Zeil an und es begann zu nieseln, so dass ich schleunigst Schutz vor dem Regen suchte. Als es aufgehört hatte zu regnen, beobachtete ich kurz die Wolken und sah so schnell keine Aussicht auf Sonne. So nutzte ich die Gelegenheit und fuhr zur nächsten Tankstelle um meine Reifen aufzupumpen, was auch bitter nötig war. Nun wollte ich mich gerade wieder auf den Weg machen, da kam mir in den Sinn, dass es auch noch andere Ecken gab wo Krokusse und Schneeglöckchen gab und ich entschied mich spontan da mein Glück zu versuchen. Was eine ausgezeichnete Idee war.

Snowdrop

Ich suchte mir schöne Exemplare heraus und begann zu erst einmal die paar wenigen Blätter aus dem Bild zu räumen, denn die hauptsächliche Farbe des Bildes sollte ein kräftiges grün sein. Das dauerte keine halbe Minute und doch hatte es eine sehr große Auswirkung und für mich hat sich diese Arbeit absolut gelohnt.

Nach einigen Aufnahmen von Schneeglöckchen wandte ich mich, wie bereits am Vortag, wieder einigen Krokussen zu. Da war die Wahl etwas eingeschränkter, da viele Pflanzen aufgrund der etwas kühleren Temperaturen und des Regens ihre Blüten geschlossen hatten. Doch ich wurde fündig und nach kurzem Beräumen war auch diese Blume bereit um sie Abzulichten.

Crocus

Bei der Krokusblüte war es mir wichtig einen möglichst niedrigen Blickwinkel zu erzielen, ohne dabei so niedrig zu sein, dass die Büsche im Hintergrund im Bild erscheinen. Das hätte einen sehr dunklen Streifen am „Horizont“ verursacht, was ich nicht schön fand. Außerdem hab ich mich so positioniert, dass ich die Blüte im gegenlicht habe, um die klitzekleine Akzente der Wassertropfen zur Geltung kommen zu lassen.

Letztendlich bin ich mehr als froh darüber einen zweiten Anlauf unternommen zu haben. So konnte ich die Fehler des Vortages beheben und ein sehr viel besseres Ergebnis erzielen. All die kleinen „Hindernisse“ waren für mich wichtige Schritte um zu diesen Bildern zu gelangen und ich bin froh darüber diesen Weg genommen zu haben, denn so schätze ich das Ergebnis viel mehr.
In diesem Sinne, bis bald …

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Ich melde mich zurück …

Viel ist geschehen, seit dem letzten Beitrag. Erst gab es sehr viele Überstunden auf arbeit, dann ist privat einiges geschehen und nun gab es noch oben drauf einen Arbeitsplatzwechsel, welcher aus meinen Bemühungen resultierte. Kurzum, ich habe mir in den letzten Wochen schlicht und ergreifend nicht die Zeit genommen um zu schreiben oder um zu fotografieren.

Aus fotografischer Sicht gab es eine Neuanschaffung, wie jene von euch mitbekommen haben sie mir auf Facebook folgen: Das Sigma 24 mm F/1.4 Art. Mit diesem ist auch dieses Foto entstanden. Es zeigt den Blick von der Brühlschen Terrasse in Richtung des Sächsischen Ministerium für Kultus.

Ministry of Culture in Dresden

Irgendwie mag ich dieses Bild sehr, obwohl es „nur“ ein kurzer Test des Objektives war. gerade die beiden Personen, auf der Bank, lassen für mich einiges an Interpretationsmöglichkeiten zu.

Der Rosengarten vom Gut Saathain – ein Fest für alle Sinne

Wie angekündigt folgt ein weiterer Blogbeitrag und da es Thematisch gerade so gut passt bleibe ich gleich wieder floral. Dieses mal jedoch weniger exotisch, genauer gesagt dreht sich nun alles um Rosen. Ende Juni fuhr ich vormittags mal nach Saathain. Glücklicherweise war ich, trotz eines phänomenalen Wetters, ganz alleine dort und wie es der Zufall so wollte… Der Rosengarten vom Gut Saathain – ein Fest für alle Sinne weiterlesen

Eine Passionsblume

Nun war es mal wieder viel zu lange, viel zu ruhig hier. Einerseits hatte ich einfach wenig Antrieb nach einem Nerven zehrenden Arbeitstag noch Bilder zu bearbeiten und andererseits war ich ein wenig zu faul. Das Fotografieren, Bilder bearbeiten und eben auch das Schreiben ist für mich doch schon zu einem guten Ausgleich geworden und… Eine Passionsblume weiterlesen

Frühlingsblumen im Regen

Vor etwa drei Wochen, als ich mich mal wieder in meiner Heimat befand, war das Wetter sehr verregnet. Das hat mich allerdings nicht im geringsten vom fotografieren abgehalten. Bisher habe ich mir unseren Garten entweder bei bewölktem Himmel, oder bei strahlendem Sonnenschein vorgenommen. Da ich mich nicht immer nur bei, mir bereits bekannten Licht- und Wetterverhältnissen mit meinem Hobby beschäftigen wollte habe ich es einfach mal darauf ankommen gelassen. Zugegeben – es war eher ein Nieseln, als ein wirklicher Regnen, aber sei es drum.
Meine Kamera ist zwar eigentlich nicht Wettergeschützt, nimmt aber schließlich auch nicht sofort Schaden sobald sie mal einige Regentropfen abbekommt.

Aufgenommen habe ich zwar mit meinen beiden Festbrennweiten, nämlich dem 50 mm Art sowie meinem 100 mm Macro, im Nachhinein habe ich mich jedoch gegen die Bilder mit den 50 mm entschieden. Ich fand diese durch den zu unruhigen Hintergrund einfach nicht so gelungen.

Grape Hyacinth in the rain
(550D, 100 mm, F/5.6, 1/40 sec, ISO 100)

Begonnen habe ich bei einer Reihe von Hyazinthen, genauer genommen sind es Traubenhyazinthen. Ich hatte mir zwar erheblich mehr Regentropfen auf den Blüten erhofft, da diese jedoch sehr dicht an einem Strauch stehen, waren sie wohl doch besser geschützt. Dass das Wassertröpfchen oben rechts an der Blüte genau im Fokus ist, ist jedoch eher Zufall als geplant. 😉

Doronicum in the rain
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Anschließend begab ich mich zu den Beeten mit dem Kaukasus-Gämswurz. Hier gab es bedeutend mehr Oberfläche, außerdem standen diese nicht mehr so geschützt im Garten. So dass ich hier deutlich mehr Wassertropfen auf der Blüte vorfanden, allerdings schaukelten die Blüten durch einen leichten Wind beachtlich. Nun hieß es für mich wieder künstlich für Licht zu sorgen. Hierbei habe ich meinen Blitz jeweils immer ohne Lichtformer benutzt, da durch ein relativ hartes Licht die Tropfen besser zur Geltung kommen.

Blue-eyed Mary in the rain
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Gleich neben dem Gämswurz befinden sich diese Vergissmeinnicht. Da diese Gewächse sehr klein sind wirken die Wasserspritzer darauf besonders groß. Besonders toll finde ich die Wasserperle, welche nahezu mittig auf der Blüte liegt und somit wie eine kleine Lupe fungiert.

Blue-eyed Mary among Common Primrose
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Für das letzte Foto musste ich mich faktisch nur einige Zentimeter bewegen. Ich mag ja das besondere, abseits der Norm, sehr. Um so erfreulicher fand ich es zu sehen, dass sich mitten in den Primeln wieder einige Vergissmeinnicht hinzugemogelt hatten. Außerdem gab es mir die perfekte Möglichkeit mal wieder mit einem unscharfen Vordergrund zu experimentieren.
Ich mag diese vielen verschiedenen Farben im Frühling. Alles wirkt so wesentlich freundlicher und froher.

So das war es dann erstmal wieder. Bis demnächst, euer Daniel.

Ritterstern

Wie jedes Jahr um diese Zeit Blüht der Ritterstern meiner Mutter. Dieser ist nun schon so groß, dass es einiges an Aufräum-arbeit kosten würde ihn komplett auf ein Bild zu bekommen. Das ist genau der Grund, wieso ich mich dazu entschieden habe lediglich Detailaufnahmen anzufertigen :D.
So bekomme ich wesentlich einfacher schöne Bilder zustande und nebenbei lerne ich auch noch einiges über das entfesselte Blitzen.

Amaryllis I
(550D, 50 mm Art, F/2.5, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Bei diesem Foto habe ich einen recht hellen Hintergrund gewählt, eine Wand mit einer weißen Gardine davor (diese Wand befindet sich zwischen zwei Fenstern, deswegen ist da auch eine Gardine davor 😉 ). Den Blitz habe ich hierbei oberhalb der Pflanze gehalten und mit recht viel Power auf die Gardine gefeuert, um so die Blühte, von hinten durchleuchtet, Abzulichten. Dass hat zur Folge, dass die Lichtcharakteristik seht weich wird.

Amaryllis II
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Um diese Detailaufnahme erstellen zu können musste ich, sowohl Kamera, als auch Blitz recht nah an diese Staubblätter heran bringen. Auf dem Blitz war lediglich ein Diffusor drauf, da mir das licht sonst viel zu hart gewesen wäre. Zugegeben, es war bedingt durch die kurze Entfernung schon recht hart, was jedoch die feinen Details besser hervorhebt.
In der Bearbeitung habe ich diesmal etwas neues probiert, Nik Silver Efex Pro aus der Nik Collection. Diese ist nun Kostenfrei zu haben. 

Amaryllis III
(550D, 100 mm, F/5.6, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Zugegeben, ein Close-up ist schön, jedoch wollte ich auch noch einmal etwas mehr zeigen als nur einige winzige Details. So ist diese Foto entstanden, ebenfalls wieder mit dem Diffusor auf dem Blitz.
Auch hier kam nach der Bearbeitung wieder die Nik Software zum einsatz, allerdings nicht nur die. Zusätzlich habe ich hier und da mittels dodge and burn lokal einige Kontraste verstärkt. Diese beiden schritte haben die Struktur unglaublich hervorgebracht, sowie den Kontrast verstärkt, ohne jedoch dabei die Sättigung zu verändern.

 Amaryllis IV
(550D, 50 mm Art, F/2.8, 1/200 sec, ISO 100, Blitz)

Zu guter Letzt kam noch einmal die gesamte Blühte mit zwei Knospen auf ein Bild. Dieses mal stand die Pflanze vor einer Fensterscheibe, weswegen im Hintergrund eine Spiegelung vorhanden ist. Mir ist allerdings viel zu spät aufgefallen das sich unsere Schrankwand links mit ins Bild gemogelt hat, weswegen es da leider dunkler ist. Dennoch mag ich das Bild sehr.
Wie unschwer zu erkennen ist sind alle Bilder an zwei verschiedenen Daten aufgenommen. So hatte ich jedoch mehr Möglichkeiten diese wunderbare Pflanze zu präsentieren.