An einem Sonntag Morgen

Letztes Wochenende nahm ich mir vor, mal wieder einige Bilder der Dresdner Altstadt aufzunehmen. Die Idee kam mir am Samstag Nachmittag. Für dieses Vorhaben einer ungünstige Zeit, da in der Stadt sehr viele Menschen unterwegs sind. So keimte in mir die Idee am Sonntag einfach mal deutlich zeitiger aufzustehen und an den historischen Gebäuden vorbeizuschlendern.

Das Wetter hätte besser nicht sein können – strahlender Sonnenschein gepaart mit einem hauch Dunst.
Ich machte mich auf den Weg zum Zwinger, um von dort zu starten. Auch wenn ich mit den Bildern von selbigem nicht zu 100% zufrieden war, so war es für mich doch etwas ganz besonderes diesen mal ohne Besucher zu sehen.
Trotz des holprigen Starts, ließ ich mich nicht entmutigen und begab mich weiterhin auf die Suche nach Motiven. So kam ich am Fürstenzug vorbei.

Ich hatte einen enorm günstigen Augenblick erwischt, da die Sonne just in diesem Moment oben durch den Ausblick lunzte. Es war einfach der richtige Ort zur richtigen Zeit. Ich wartete lediglich bis eben noch ein Fußgänger aus dem Bild gelaufen war.
Obwohl man vom Fürstenzug an sich nichts erkennt, so mag ich dieses Bild doch sehr. Es ist so ein herrlicher Kontrast zum täglichen Alltag und der ständigen Hektik in einer Stadt.

Glücklich mit diesem Bild zog es mich weiter über die Brühlschen Terrassen, der Sonne entgegen. Ich genoss diese ruhe und das herrliche Wetter mal so richtig. Das einzige, was mich allmählich weiter trieb war mein hunger, der nun langsam aufkam. Nichts desto trotz machte ich dennoch einen kurzen Abstecher zur Synagoge. Mein täglicher Arbeitsweg führt mich zwar daran vorbei, doch die Zeit mir das Gebäude mal genauer zu betrachten nehme ich mir nie.

Stairs tu heaven

Als ich letztendlich bei diesem Foto durch den Sucher schaute, kam mir sofort in den Sinn, dass es wie eine Treppe aussieht – eine Treppe gen Himmel. Es ist vielleicht eine etwas abstrakte Herleitung, doch irgendwie passt das für mich schon.
Ursprünglich wollte ich dieses Bild in schwarz/weiß halten, doch die Farben passen einfach zu schön zusammen um diese durch Graustufen zu ersetzen.

Rückblickend war die Entscheidung am Sonntag zeitiger Aufzustehen genau die richtige. Die Lichtcharakteristik am Morgen ist das Eine, aber die Atmosphäre in der Stadt ist einfach eine ganz andere. Alles ist ruhig und entspannt und so völlig anders als es sonst der Fall ist…
Mir tat es jedenfalls gut nach einer anstrengenden Arbeitswoche mal ganz bewusst diese Ruhe zu suchen und auch zu genießen. Und wer weiß, vielleicht mach ich so etwas ja zukünftig öfters. 😉

Ich melde mich zurück …

Viel ist geschehen, seit dem letzten Beitrag. Erst gab es sehr viele Überstunden auf arbeit, dann ist privat einiges geschehen und nun gab es noch oben drauf einen Arbeitsplatzwechsel, welcher aus meinen Bemühungen resultierte. Kurzum, ich habe mir in den letzten Wochen schlicht und ergreifend nicht die Zeit genommen um zu schreiben oder um zu fotografieren.

Aus fotografischer Sicht gab es eine Neuanschaffung, wie jene von euch mitbekommen haben sie mir auf Facebook folgen: Das Sigma 24 mm F/1.4 Art. Mit diesem ist auch dieses Foto entstanden. Es zeigt den Blick von der Brühlschen Terrasse in Richtung des Sächsischen Ministerium für Kultus.

Ministry of Culture in Dresden

Irgendwie mag ich dieses Bild sehr, obwohl es „nur“ ein kurzer Test des Objektives war. gerade die beiden Personen, auf der Bank, lassen für mich einiges an Interpretationsmöglichkeiten zu.

Die BRN 2016

Die letzten Tage und Wochen war es leider wieder sehr ruhig hier. So ruhig, dass es mich selbst schon gestört hat. Nur leider war mir, ehrlich gesagt, mal so gar nicht nach Fotografieren zumute und da ich hier nur Bilder veröffentlichen möchte, hinter denen ich auch voll und ganz dahinter stehe…

Nun findet jedes Jahr im Juni ein Stadtteilfest der etwas anderen Art statt. Wie der Name „Bunte Republik Neustadt“ schon vermuten lässt, befindet sich dieser Trubel in der Neustadt Dresdens. Diese Veranstaltung lässt sich am einfachsten beschreiben als ein sehr großer und bunter Schmelztiegel der Kulturen. Das alles passt zur Neustadt wunderbar, da dieses Stadtteil einen recht alternativen Ruf genießt. Allerdings bin ich zur BRN nur einmal nachts gewesen. Doch das ist schon nix mehr für mich, da ist mir viel zu viel los ;).

Colourful

Nicht nur sind da alle Straßen sehr bunt geschmückt, nein auch die musikalischen Eindrücke sind sehr breit gefächert. Somit ist, in meinen Augen, auch sichergestellt, dass für jeden etwas dabei ist.

Playing the Hang

Ich schlenderte gemütlich durch die Straßen und ließ mich immer mehr treiben. So kam es, dass ich in die Kunsthofpassagen abbog. Mit einem mal war nun nix mehr von der Hektik zu spüren und nur noch wenig davon zu hören, denn hier spielte ein junger Mann mit seiner Hang. (Wer ein kleines Hörbeispiel von so einem Instrument möchte, kann ja gerne mal hier klicken.)
Wir kamen etwas ins Gespräch und er erklärte mir vieles zu diesem echt faszinierendem Musikinstrument. Unter anderem auch, dass eine komplette Tonleiter mit den dazugehörigen Halbtönen abgebildet ist und das alle Töne  miteinander harmonisieren.

Are you the person you would marry?
(Bist du der Mensch den du heiraten würdest?)

Passend zu diesen sehr angenehmen und extrem beruhigenden Klängen habe ich wenig später diese Beschriftung auf der Straße entdeckt. Es sind so einfache Worte und dennoch regen sie mich sehr zum nachdenken an. Und ehrlich gesagt weiß ich bis heute noch keine eindeutige Antwort darauf. Größtenteils kann ich mit „Ja“ antworten, und dennoch kann ich mich nicht komplett festlegen…
Ich habe inmitten dieses Festes weder die Hangmusik, noch disese nachdenklichen Worte vermutet. Und doch ist es genau dieses unerwartete, was die BRN für mich zu etwas ganz besonderem macht.

Weathermachine

Genau eine Kreuzung weiter befand sich diese Wettermaschine, die gerade am Sonntag (19.06.) vielen Kindern eine angenehme, wenn auch minimale, Abkühlung spendete. Mir hat die Idee und die Umsetzung einfach super gefallen, auch wenn ich diese erst auf den zweiten oder dritten Blick völlig erfasst hatte.

Free Hugs

Immer mal wieder bekam ich Menschen mit diesen wunderbaren Schildern zu Gesicht. Warum also nicht, dachte ich mir. Schließlich lädt die Stimmung auf den Straßen einen förmlich dazu ein :).

 Music on the roof
(Panorama aus 7 Hochformat-aufnahmen)

Am Sonntag war die Stimmung auf den Straßen sehr entspannt. Überall saßen die Anwohner draußen auf den Straßen und Frühstückten ausgelassen. Tische, Stühle, Sessel, Sofas, ja selbst Teppiche und Zimmerpflanzen wurden auf die Straßen gestellt. Bei „Katys Garage“ spielte eine Band  auf dem Dach. Das habe ich bereits öfters beobachten können und ich vermute das es sich dabei um eine Art Tradition handelt.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist euch einen Einblick zu gewähren. Auch ist so etwas für mich eine gute Gelegenheit mal ein wenig Reportagefotografie zu betreiben, schließlich möchte ich mich ja in möglichst vielen Bereichen versuchen.
Also dann bis bald, euer Daniel.

Dresden im Tunnelblick

In den letzten Wochen befand sich in der Elbe, mal wieder, nicht sonderlich viel Wasser. Allerdings noch erheblich mehr wie damals zu meinem Bild letzten Sommers.
Nun war ich schon länger angefixt dieses Bild aufzunehmen, doch irgend etwas stimmte immer nicht. Mal war doch noch ein wenig zu viel Wasser vorhanden, dann war der Himmel völlig trist oder ich war gerade beschäftigt. Ende April kam jedoch alles für mich zusammen. Glücklicherweise drehte ich am Fahrstuhl noch einmal um und zog mir meine hohen Wanderschuhe an. Das war ein hervorragender Einfall wie sich an der Elbe zeigte, denn so konnte ich problemlos im flachem Wasser laufen ganz ohne das ich nasse Füße bekam.

Am Ziel angekommen stimmte für mich alles noch mehr; die Wolken zogen recht zügig, es regnete nicht und auch die Sonne lugte ab und an mal hinter den Wolken hervor. So entschied ich, dass es mal wieder an der Zeit war eine Langzeitbelichtung zu erstellen. Ich probierte einige weitere Standpunkte, entschied mich dann jedoch für diesen hier. So wirkte das Bild für mich einfach am stämmigsten.

Through the Bridge
(550D, 16 mm, F/6.3, 480 sec, ISO 100)

Die Idee dahinter ist so simpel, wie auch effektiv: Ich erschaffe mithilfe des Bogens der Augustusbrücke einen Rahmen für mein Motiv, einen Teil des Altstadtpanoramas. Dies führt, wie im Titel zu lesen ist, zu einer Art Tunnelblick.

Während ich dieses Foto aufnahm gesellte sich ein Rabe zu mir unter diesen Bogen. Da ich in dem Moment ja sowieso schon auf die Kamera warten müsste, konnte ich dieses kluge Geschöpf beobachten. Geschickt hüpfte dieser Vogel von Stein zu Stein, sichtlich auf der Suche nach etwas fressbarem. Einen Moment später hatte der Vogel einen kleines, etwa fünf Zentimeter langes Fischlein im Schnabel. Bis zu diesem Moment wusste ich nicht einmal das Raben auch Fische fressen, aber man lernt eben niemals aus.

Bei der Bearbeitung habe ich hier ein wenig tiefer in meine Trickkiste hinein gegriffen und eine Montage erstellt, da der Brückenbogen nahezu komplett schwarz, und somit ohne jegliche Zeichnung, war. Dieser Bogen stammt aus meiner Testaufnahme, welche ich immer vor einer solchen Belichtung anfertige. Da auch, wie bereits erwähnt,  die Sonne hin und wieder mal hervortrat habe ich die Zeit ein wenig verkürzt.
Den letzten Schliff hat das Foto dann allerdings am Ende in mehreren Lagen Dodge and Burn bekommen. Es waren zwar allesamt nur kleinere Änderungen, die Wirkung davon ist jedoch enorm und ich bereue keine Minute an Arbeitszeit die in diese Aufnahme geflossen ist.

Bis demnächst dann wieder, euer Daniel.

Die Schwäne vom Blauen Wunder

Ich hatte ja bereits im letzen Beitrag angemerkt, dass ich die Schwäne ein ganzes Weilchen beobachtet habe. Heute möchte ich euch meine Ergebnisse zeigen.
Ich bin ja allgemein schon recht beeindruckt von Vögeln. Diese grazilen Bewegungen und die Eigenschaft fliegen zu können faszinieren mich schon sehr. Um so schöner finde ich es, wenn ich solche Tiere außerhalb von Gehegen und Gittern zu Gesicht bekomme. Durch die vielen Menschen, und die damit verbundene Futterquellen, sind diese Vögel ungemein zutraulich. Ich konnte teilweise ganz problemlos auf weniger als zwei Meter an die Tiere heran kommen.

Young swan
(550D, 50 mm Art, F/2.2, 1/2000 sec, ISO 100)

Dieser junge Schwan beispielsweise schwamm recht nah am Ufer entlang, so dass meine 50 mm Festbrennweite das ideale Objektiv waren. Auch wenn dieses Tier nicht reinweiß ist, finde ich es jedoch nicht weniger hübsch als seine Artgenossen.

Swan
(550D, 100 mm, F/2.8, 1/3200 (+1,3 Blenden), ISO 100)

Einige dieser fantastischen Lebewesen sind auch am Ufer entlang gewatschelt. Das gab mir die Gelegenheit sie noch wesentlich besser in Szene zu setzen. Das einzige worauf ich hierbei achten musste, waren die vielen Eltern mit ihren Kindern. Diese wollte ich nicht mit im Bild haben, was mir leider nicht immer geglückt ist. Die Tiere waren allerdings sehr geduldig, so hatte ich ausreichend Gelegenheiten Fotos zu machen in denen kein anderer Mensch zu sehen war.

White beauty
(550D, 100 mm, F/2.8, 1/1250 sec, ISO 100)

Eines der Tiere wollte sich schlafen legen. Dabei hat es den Schnabel unter einen Flügel gesteckt und begonnen die Äuglein langsam zu schließen. Während dessen hat es die Umgebung genauer beobachtet und einmal genau in meine Kamera geschaut. Glücklicherweise war in der Nähe dieses Schwans nicht mehr so viel Trubel.
Von allen Bildern die ich von den Tieren erstellt habe, ist dieses mein Lieblingsbild geworden.

 What are you looking at?
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/500 sec, ISO 100)

Nach einem Weilchen gesellten sich zu den Schwänen noch einige Wildgänse, die wohl auch von der Masse an Futter profitieren wollten. Denn mittlerweile waren die Schwäne bereits ausreichend gesättigt und die Gänse konnten sich problemlos bedienen.
Als ich dieses Bild auf meinem Rechner gesehen hatte, musste ich schmunzeln, denn irgendwie interpretiere ich in den Ausdruck der Ganz die Aussage: „Hey was guckst du denn so? Gib mir lieber auch noch was zu fressen.“

Um noch eine Relation zu den Entfernungen zwischen Tieren und Kamera zu geben möchte ich anschließend noch dazu schreiben, dass keines der Bilder in irgendeiner Form Beschnitten wurde.

Das Blaue Wunder

Kürzlich habe ich beim Paul seinen Beitrag zum Blauen Wunder gesehen. Daraufhin dachte ich mir, dass ich auch mal wieder einige Aufnahmen von dieser wunderschönen Brücke machen könnte. Am letzen Wochenende war es dann auch schon so weit, und ich genoss nebenbei noch das herrliche Frühlingswetter.
Ich wollte die Loschwitzer Brücke von der Blasewitzer Elbseite her aufnehmen. Naa gut, ein wenig gemogelt habe ich beim letzten Bild ja schon, das entstand nämlich von der Loschwitzer Seite aus. Aber alles der Reihe nach.

Loschwitz Bridge I
(550D, 96 mm, F/8.0, 1/200 sec, ISO 100)

Ich bin Nachmittags am Schillerplatz mit der Straßenbahn angekommen und begann meine Motivsuche ein wenig abseits der Brücke, genauer gesagt in der Hüblerstraße.
Ich finde immer mehr Gefallen daran mit längeren Brennweiten zu arbeiten, denn ich mag diese Kompression die dadurch entsteht. Vielleicht ja auch nur das passende Gegenstück zu meiner „Weitwinkelphase“ ;).

Loschwitz Bridge II
(550D, Leitz Hektor, 1/1600 sec, ISO 100)

Schließlich musste ich meine Quetschlinse auch wieder benutzen, einfach weil ich die Bilder total mag. Auch wenn dabei wirklich noch viel Ausschuss entsteht. Um so mehr begeistert bin ich dann jedoch, wenn am ende so ein Bild dabei heraus kommt. Mit dem positiven Nebeneffekt das die Passanten und Autos vollkommen in der Unschärfe versinken.

Loschwitz Bridge III
(550D, 70 mm, F/8.0, 1/125 sec, ISO 100)

Schließlich habe ich doch wieder auf das 24-105 er gewechselt um neben der Brücke ebenfalls noch das historische Gebäude des Schillergartens mit auf ein Foto zu bekommen, denn so konnte ich die ganzen parkenden Autos verschwinden lassen.
In der Bearbeitung habe ich dann wieder etwas mit der Nik Collection experimentiert und bin hellauf begeistert wie enorm sich der Bildlook dadurch verändern lässt.

Loschwitz Bridge IV
(550D, 50 mm Art, F/1.4, 1/4000 sec, ISO 100)

Nachdem ich noch ein Weilchen die Schwäne beobachtet habe entschied ich mich noch einmal über die Brücke zu schlendern. Dabei konzentrierte ich mich verstärkt auf die Details, wie diese tolle Straßenlaterne mit ihren filigranen Verzierungen.

 Loschwitz Bridge V
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/200 sec, ISO 100)

Wie bereits zu Beginn erwähnt, habe ich noch ein Foto in die entgegengesetzte Blickrichtung zu den bisherigen Bildern gemacht. Eine schöne gegenlicht Aufnahme mit dem ganzen Fokus auf die Details, und davon gibt es an dieser Konstruktion wirklich sehr viele.

Goldener Reiter

Diese beiden Bilder sind ebenfalls in der vergangenen Woche entstanden. Beide jedoch an unterschiedlichen Tagen, genauer genommen sogar an unterschiedlichen Monaten. Am Montag lag ein minimaler Hauch von Schnee und das wollte ich natürlich ebenfalls festhalten. Unglücklicherweise sehe ich auf meinen Bildern kaum etwas Schnee. Ich konnte ja nicht ahnen wie traumhaft es am nächsten… Goldener Reiter weiterlesen

Winterzauber in Dresden

Anfang der Woche kam der Winter noch einmal wieder zurück. Ich wachte Dienstag morgens auf und schaute zum Fenster heraus und stellte mit Freude fest das auf der gesamten Stadt ein wunderbarer Zauber lag. Eins war sofort klar: Duschen, essen und ab raus.
Nach einer weile kam ich dann im Großen Garten an und genoss diesen bezaubernden Anblick. Alles wirkte so friedlich und einfach nur wunderschön. Für die Aussicht nehme ich gerne die negativen Eigenschaften die der Winter mit sich bringt in kauf.

Winter charme II
(550D, 50 mm Art, F/5.6, 1/80 sec, ISO 100)

Ein Blick nach rechts und ich war wieder neu begeistert. Das Geäst der Bäume wirkt teilweise enorm grafisch und mir gefiel es einfach sehr.

Winter charme I
(550D, 50 mm Art, F/5.6, 1/80 sec, ISO 100)

Nun war es ja in den letzten Wochen schon recht angenehm warm draußen, was dazu führte das bereits die ersten Krokusse zu blühen begannen. Dieser Kontrast, ach was sag ich hier, dieser Kampf zwischen Winter und Frühling ist einfach wundervoll.

Winter vs spring I
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/125 sec, ISO 100)

Nach den ersten Eindrücken und Fotos dachte ich mir „Was passt besser zu diesem traumhaften Tag als meine Quetschlinse?“, und schon befand sich diese an meiner Kamera. Leider ist der letzte Einsatz doch schon etwas her und so produzierte ich viel zu viel Ausschuss. Egal, ich hab ja dennoch meinen Spaß daran. Zudem habe ich die Gelegentheit genutzt um mal wieder das ein oder andere Bild aus dem Genre Streetfotografie zu schießen.

Walk in snow
(550D,Leitz Hektor 85 mm, F/2.5, 1/640 sec, ISO 200)

Schließlich musste ich dann noch sehr schmunzeln. Jemand hatte die kleinen Bäumchen leicht modifiziert. So passten sie noch viel besser zu diesem Wetterchen.

Smile
(550D,Leitz Hektor 85 mm, F/2.5, 1/640 sec, ISO 200)

Nun war ich eigentlich nur noch auf der Suche nach einer Wiese mit vielen Frühblühern, doch diese konnte ich leider nicht finden. Dennoch fand ich erneut diesen „Kampf“ Frühling gegen Winter. Es wurde wieder Zeit das Macro Objektiv heraus zu holen. Unweit von mir hingen Meisenringe an einigen Ästen und so kam es das neben mir auch einige Meisen anwesend waren.
Nachdem ich mein Objektiv gewechselt hatte stellte ich fest nur noch wenig Platz auf der Speicherkarte zu haben, also tauschte ich diese ebenfalls noch mit aus. Währenddessen kamen immer mehr Meisen in meine Nähe, sie waren scheinbar neugierig und eventuell noch hungrig. So kam es das sich einer dieser kleinen Piepmätze genau vor mir auf meinem Rucksack platz nahm. Die Kamera konnte ich so schnell nicht aufrichten, da wäre dieser kleine Wicht sicherlich geflüchtet. Das ist jedoch gar nicht weiter schlimm, so hatte ich die Gelegenheit den Moment vollkommen zu genießen.

Im Anschluss machte ich noch einige Macro-Aufnahmen und einige Aufnahmen von den Vögeln. Eines dieser Macro möchte ich nun hier noch einmal zeigen.

 Winter vs spring II
(550D, 100 mm, F/13, 1/160 sec, ISO 100, geblitzt mit YN 560 III und 560-Tx)

Dabei habe ich den Autofokus abgestellt und manuell auf die kleinste Distanz fokussiert. Den blitz hab ich mit meiner zweiten Hand gehalten. Das Licht kam somit hoch-frontal auf mein Motiv und um noch ein wenig Fülllicht zu bekommen habe ich noch die Reflektorkarte herausgezogen.

Dresden – einmal ganz anders

Gestern kam ich endlich mal dazu meine neueste Errungenschaft zu testen, eine Quetschlinse. Es ist eine völlig andere Art zu Fotografieren. Kein Autofokus, keine verstellbare Blende und schon gar kein Bildstabilisator. Das Objektiv ist eine Projektionslinse eines Diaprojektors und hat eine feste Blende von F/2.5, sowie eine Brennweite von 85 mm. Die Brennweite fordert mich schon sehr, da ich einerseits sehr viel mit Weitwinkel arbeite, andererseits durch den Cropfaktor von 1.6 zum Kleinbild.
Doch genau diese Beschränkung hat wiederum ihren Reitz ;). Ich brauch noch etwas sehr viel Übung damit, doch mit einigen Ergebnissen bin ich äußerst zufrieden.

Frauenkirche

Glücklicherweise habe ich noch ausreichend mit mir und dem Objektiv zu kämpfen und bekomme so nicht mit wie meine Umgebung auf mich reagiert :D. Was der Paul hier aber treffend formuliert hat.
Bei dieser Art Bilder zu machen scheiden sich die Geister extrem stark; entweder man mag es, oder eben nicht. Ich zähle mich zu ersterem und ich mag es ja schon Bilder zu schießen die nicht schon x mal gemacht wurden.

Begonnen habe ich meinen „Streifzug“ am Elbufer und hab mich dann einfach von meinem Blick treiben lassen. So bin ich an der Augustusbrücke vorbei bis zum Canaletto Blick. Von da aus hatte ich eine wunderbare Aussicht auf das Pavillon, welches sich hinter dem Japanischen Palais befindet. Ich mag diesen Baustil sehr, da er auffällt aber dennoch nicht störend wirkt.

Pavilion at the Japanese Palace in dresden

Anschließend bin ich über die Elbe und schlenderte ein wenig am Zwinger herum. Da wollte ich das Kronentor ablichten. Die ersten Bilder waren gemacht, nur war ich damit wenig zufrieden. Irgendwie wirkte es nicht so wie ich wollte. Ich probierte verschiedene Blickwinkel aus, bis mir einer gefiel. Das war nun allerdings auch die letzte Möglichkeit die mir einfiel.

Zwinger Dresden "Kronentor"

Während der Bearbeitung bemerkte ich, dass dieses Objektiv mehr Charakter besitzt als viele andere. Es erzeugt einen Look, der doch stark an die analoge Fotografie errinnert. Eine Körnung die ich, anders als das Bildrauschen, absolut nicht störend finde. Kurzum: Mir gefällts super.

Der Lauf der Dinge

Nun war es ja wieder etwas stiller hier auf meinem Blog, was auch Teilweise mit dem Winter zusammen hängt. Irgendwie hatte ich keine wirklichen Ideen um Bilder zu machen, oder aber war total unzufrieden mit den Bildern die dennoch entstanden sind. Außerdem habe ich mir mal die Zeit genommen den Blog aufzuhübschen: neues Theme und auch mal meine gesamte Ausrüstung aktualisiert :).
Nichts desto Trotz habe ich gestern meine PS4 einmal aus gelassen und bin mit der Kamera los gezogen. Ich wollte nicht meine gesamte Ausrüstung mit rum schleppen und so entschied ich mich dafür meinen Alltags-Rucksack zu nehmen und nur meine beiden Festbrennweiten mitzunehmen: Das wunderbare Sigma 50mm Art*, und mein geliebtes 100mm Macro*.

Ziele hatte ich eigentlich nur eines und zwar den kleinen Platz vor dem Stadtmuseum Dresden. Kürzlich blühten alle Bäume. Leider ist die Vergangenheits hier genau richtig, denn ich musste schon arg suchen um noch einige intakte Blüten zu finden. Irgendwie fand ich die Bilder der intakten Blüten nicht sooo besonders. Vielleicht auch durch den Vortrag des Stilpiraten geschuldet. Ich finde es ja schon sehr faszinierend Gefühle in Bildform zu transportieren. Vielleicht ist dieses Bild auch gerade deswegen eher kontrastarm, völlig egal ich mag es trotzdem. Es spiegelt für mich einen wunderbaren Kontrast wieder – einerseits eine hübsche Blüte, welche nur in der Unschärfe liegt, andererseits die Vergänglichkeit (die ja auch wunderbar zum Winter passt).

Circle of Life
(550D, 100mm, F/2.8, 1/250 sec, ISO 200, manuell Fokussiert)


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