Das Blaue Wunder

Kürzlich habe ich beim Paul seinen Beitrag zum Blauen Wunder gesehen. Daraufhin dachte ich mir, dass ich auch mal wieder einige Aufnahmen von dieser wunderschönen Brücke machen könnte. Am letzen Wochenende war es dann auch schon so weit, und ich genoss nebenbei noch das herrliche Frühlingswetter.
Ich wollte die Loschwitzer Brücke von der Blasewitzer Elbseite her aufnehmen. Naa gut, ein wenig gemogelt habe ich beim letzten Bild ja schon, das entstand nämlich von der Loschwitzer Seite aus. Aber alles der Reihe nach.

Loschwitz Bridge I
(550D, 96 mm, F/8.0, 1/200 sec, ISO 100)

Ich bin Nachmittags am Schillerplatz mit der Straßenbahn angekommen und begann meine Motivsuche ein wenig abseits der Brücke, genauer gesagt in der Hüblerstraße.
Ich finde immer mehr Gefallen daran mit längeren Brennweiten zu arbeiten, denn ich mag diese Kompression die dadurch entsteht. Vielleicht ja auch nur das passende Gegenstück zu meiner „Weitwinkelphase“ ;).

Loschwitz Bridge II
(550D, Leitz Hektor, 1/1600 sec, ISO 100)

Schließlich musste ich meine Quetschlinse auch wieder benutzen, einfach weil ich die Bilder total mag. Auch wenn dabei wirklich noch viel Ausschuss entsteht. Um so mehr begeistert bin ich dann jedoch, wenn am ende so ein Bild dabei heraus kommt. Mit dem positiven Nebeneffekt das die Passanten und Autos vollkommen in der Unschärfe versinken.

Loschwitz Bridge III
(550D, 70 mm, F/8.0, 1/125 sec, ISO 100)

Schließlich habe ich doch wieder auf das 24-105 er gewechselt um neben der Brücke ebenfalls noch das historische Gebäude des Schillergartens mit auf ein Foto zu bekommen, denn so konnte ich die ganzen parkenden Autos verschwinden lassen.
In der Bearbeitung habe ich dann wieder etwas mit der Nik Collection experimentiert und bin hellauf begeistert wie enorm sich der Bildlook dadurch verändern lässt.

Loschwitz Bridge IV
(550D, 50 mm Art, F/1.4, 1/4000 sec, ISO 100)

Nachdem ich noch ein Weilchen die Schwäne beobachtet habe entschied ich mich noch einmal über die Brücke zu schlendern. Dabei konzentrierte ich mich verstärkt auf die Details, wie diese tolle Straßenlaterne mit ihren filigranen Verzierungen.

 Loschwitz Bridge V
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/200 sec, ISO 100)

Wie bereits zu Beginn erwähnt, habe ich noch ein Foto in die entgegengesetzte Blickrichtung zu den bisherigen Bildern gemacht. Eine schöne gegenlicht Aufnahme mit dem ganzen Fokus auf die Details, und davon gibt es an dieser Konstruktion wirklich sehr viele.

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Winterzauber in Dresden

Anfang der Woche kam der Winter noch einmal wieder zurück. Ich wachte Dienstag morgens auf und schaute zum Fenster heraus und stellte mit Freude fest das auf der gesamten Stadt ein wunderbarer Zauber lag. Eins war sofort klar: Duschen, essen und ab raus.
Nach einer weile kam ich dann im Großen Garten an und genoss diesen bezaubernden Anblick. Alles wirkte so friedlich und einfach nur wunderschön. Für die Aussicht nehme ich gerne die negativen Eigenschaften die der Winter mit sich bringt in kauf.

Winter charme II
(550D, 50 mm Art, F/5.6, 1/80 sec, ISO 100)

Ein Blick nach rechts und ich war wieder neu begeistert. Das Geäst der Bäume wirkt teilweise enorm grafisch und mir gefiel es einfach sehr.

Winter charme I
(550D, 50 mm Art, F/5.6, 1/80 sec, ISO 100)

Nun war es ja in den letzten Wochen schon recht angenehm warm draußen, was dazu führte das bereits die ersten Krokusse zu blühen begannen. Dieser Kontrast, ach was sag ich hier, dieser Kampf zwischen Winter und Frühling ist einfach wundervoll.

Winter vs spring I
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/125 sec, ISO 100)

Nach den ersten Eindrücken und Fotos dachte ich mir „Was passt besser zu diesem traumhaften Tag als meine Quetschlinse?“, und schon befand sich diese an meiner Kamera. Leider ist der letzte Einsatz doch schon etwas her und so produzierte ich viel zu viel Ausschuss. Egal, ich hab ja dennoch meinen Spaß daran. Zudem habe ich die Gelegentheit genutzt um mal wieder das ein oder andere Bild aus dem Genre Streetfotografie zu schießen.

Walk in snow
(550D,Leitz Hektor 85 mm, F/2.5, 1/640 sec, ISO 200)

Schließlich musste ich dann noch sehr schmunzeln. Jemand hatte die kleinen Bäumchen leicht modifiziert. So passten sie noch viel besser zu diesem Wetterchen.

Smile
(550D,Leitz Hektor 85 mm, F/2.5, 1/640 sec, ISO 200)

Nun war ich eigentlich nur noch auf der Suche nach einer Wiese mit vielen Frühblühern, doch diese konnte ich leider nicht finden. Dennoch fand ich erneut diesen „Kampf“ Frühling gegen Winter. Es wurde wieder Zeit das Macro Objektiv heraus zu holen. Unweit von mir hingen Meisenringe an einigen Ästen und so kam es das neben mir auch einige Meisen anwesend waren.
Nachdem ich mein Objektiv gewechselt hatte stellte ich fest nur noch wenig Platz auf der Speicherkarte zu haben, also tauschte ich diese ebenfalls noch mit aus. Währenddessen kamen immer mehr Meisen in meine Nähe, sie waren scheinbar neugierig und eventuell noch hungrig. So kam es das sich einer dieser kleinen Piepmätze genau vor mir auf meinem Rucksack platz nahm. Die Kamera konnte ich so schnell nicht aufrichten, da wäre dieser kleine Wicht sicherlich geflüchtet. Das ist jedoch gar nicht weiter schlimm, so hatte ich die Gelegenheit den Moment vollkommen zu genießen.

Im Anschluss machte ich noch einige Macro-Aufnahmen und einige Aufnahmen von den Vögeln. Eines dieser Macro möchte ich nun hier noch einmal zeigen.

 Winter vs spring II
(550D, 100 mm, F/13, 1/160 sec, ISO 100, geblitzt mit YN 560 III und 560-Tx)

Dabei habe ich den Autofokus abgestellt und manuell auf die kleinste Distanz fokussiert. Den blitz hab ich mit meiner zweiten Hand gehalten. Das Licht kam somit hoch-frontal auf mein Motiv und um noch ein wenig Fülllicht zu bekommen habe ich noch die Reflektorkarte herausgezogen.

Das Jagdschloss in Moritzburg

Als im Januar noch Schnee lag bin ich mal wieder nach Moritzburg gefahren. Leider war das Tauwetter doch etwas schneller als ich erwartet hatte und so gab es viel mehr Matscht. Nun ja, wenn ich schon mal da bin …

Ich probierte viel herum, wechselte permanent Brennweiten und Standpunkte um für mich die besten Bilder zu schießen. So entstand ganz nebenbei dieses Bild bei dem der Fokus eigentlich auf etwas völlig nebensächlichem liegt – egal. Mir gefällt es trotzdem.

Contrast
(550D, 50 mm Art, F/8.0, 1/125 sec, ISO 100)

Schließlich konnte ich es nicht lassen und habe wieder meine Quetschlinse drauf geschnallt. Das fotografieren mit diesem Objektiv und meiner Kamera gestaltet sich immer wieder als eine Herausforderung, dadurch das ich damit kein Fokus-confirm habe. Deswegen habe ich mir angewöhnt damit immer mehr Fotos zu machen als notwendig wären.

Moritzburg Castle( 550D, Leitz Hektor, 1/4000 sec, ISO 100)

Ich ging einige Schritte weiter und entdeckte die Spitze des Fasanenschlösschen am ende einer Schneise. Meine Neugier war geweckt und ich stapfte los. Irgendwann drehte ich mich noch einmal um und ich erblickte diese Aussicht. Dummerweise verpasste ich eine Pferdekutsche nur knapp.

 Moritzburg Castle II
(550D, Leitz Hektor, 1/2000 sec, ISO 100)

Dem Fasanenschlösschen an sich konnte ich kein schönes Foto abringen, dem Leuchtturm hingegen schon. Diesmal hatte ich auch das Glück eine Kutsche mit zu erwischen. Bewegliche Objekte klappen allerdings nur rein Zufällig :D.
Anschließend trank ich in dem Kaffee noch eine heiße Schokolade und machte mich wieder auf den Heimweg.

Lighthouse with jetty
(550D, Leitz Hektor, 1/320 sec, ISO 100)

Dresden – einmal ganz anders

Gestern kam ich endlich mal dazu meine neueste Errungenschaft zu testen, eine Quetschlinse. Es ist eine völlig andere Art zu Fotografieren. Kein Autofokus, keine verstellbare Blende und schon gar kein Bildstabilisator. Das Objektiv ist eine Projektionslinse eines Diaprojektors und hat eine feste Blende von F/2.5, sowie eine Brennweite von 85 mm. Die Brennweite fordert mich schon sehr, da ich einerseits sehr viel mit Weitwinkel arbeite, andererseits durch den Cropfaktor von 1.6 zum Kleinbild.
Doch genau diese Beschränkung hat wiederum ihren Reitz ;). Ich brauch noch etwas sehr viel Übung damit, doch mit einigen Ergebnissen bin ich äußerst zufrieden.

Frauenkirche

Glücklicherweise habe ich noch ausreichend mit mir und dem Objektiv zu kämpfen und bekomme so nicht mit wie meine Umgebung auf mich reagiert :D. Was der Paul hier aber treffend formuliert hat.
Bei dieser Art Bilder zu machen scheiden sich die Geister extrem stark; entweder man mag es, oder eben nicht. Ich zähle mich zu ersterem und ich mag es ja schon Bilder zu schießen die nicht schon x mal gemacht wurden.

Begonnen habe ich meinen „Streifzug“ am Elbufer und hab mich dann einfach von meinem Blick treiben lassen. So bin ich an der Augustusbrücke vorbei bis zum Canaletto Blick. Von da aus hatte ich eine wunderbare Aussicht auf das Pavillon, welches sich hinter dem Japanischen Palais befindet. Ich mag diesen Baustil sehr, da er auffällt aber dennoch nicht störend wirkt.

Pavilion at the Japanese Palace in dresden

Anschließend bin ich über die Elbe und schlenderte ein wenig am Zwinger herum. Da wollte ich das Kronentor ablichten. Die ersten Bilder waren gemacht, nur war ich damit wenig zufrieden. Irgendwie wirkte es nicht so wie ich wollte. Ich probierte verschiedene Blickwinkel aus, bis mir einer gefiel. Das war nun allerdings auch die letzte Möglichkeit die mir einfiel.

Zwinger Dresden "Kronentor"

Während der Bearbeitung bemerkte ich, dass dieses Objektiv mehr Charakter besitzt als viele andere. Es erzeugt einen Look, der doch stark an die analoge Fotografie errinnert. Eine Körnung die ich, anders als das Bildrauschen, absolut nicht störend finde. Kurzum: Mir gefällts super.