Tel Aviv – Ein Blick vom Alten Hafen

Ende August war ich dienstlich in Tel Aviv unterwegs. Glücklicherweise konnte ich ein Wochenende in diesem genialen Land verbringen – und was ist das für ein Land. Die Menschen sind extrem freundlich zu einander und die Sicherheitslage ist, trotz einiger Krisenherde in der Nähe absolut in Ordnung fantastisch. Ich hatte in Tel Aviv zu keinem Augenblick auch nur einen Gedanken daran, dass etwas passieren könnte.

Aber nun erst einmal zu dem Bild. Ich stellte mir den Wecker einmal mehr auf mitten in der Nacht, 4:45 genauer gesagt, und machte mich auf den Weg. Im Hotel hab ich noch fix gecheckt, ob an der Station in der Nähe des Hotels ein Fahrrad vorhanden sei. Da dem So war, holte ich mir ein 3-Tage Ticket, womit ich mir an einer der vielen Stationen ein Rad nehmen und es eben auch wieder abstellen konnte.
Lange musste ich nicht fahren, da Tel Aviv zu den kleinsten Großstädten weltweit zählt. Am Hafen gab es jedoch den ersten kleinen Dämpfer – ich wusste nicht so reicht wie ich auf die Mauer kommen soll, obwohl da etwa zehn Angler unterwegs waren. Nach kurzen umschauen war klar, das es keinen offensichtlichen Weg dahin gibt. Doch glücklicherweise wollte noch einer mehr von da aus angeln, also ab hinterher.
Der weg führte mich um einen Zaun herum, wo sich unter mir bereits das Wasser befand, und über eine fast 3 Meter hohe Mauer hinweg. Ohne einheimische wäre ich da sicherlich nicht entlang geklettert, zumal der weg über ein privates Grundstück führte. Doch was macht man nicht für so ein genialen ausblick.

 Tel Aviv.jpg

Dieser Kontrast zwischen dem alten Hafen und der Altstadt, sowie den Hochhäusern in der „Ferne“ genau das war es was mich an diesen Spot so gereizt hat. Schließlich habe ich vorher ja etwas recherchiert um auch fotografisch etwas zu erleben. 😉

Abschließend bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass sich so vieles was ich vorher über Israel gehört hab sich nicht bewahrheitet hat. Das Land hat mich so sehr begeistert, ich werde zukünftig bestimmt noch einmal hinfahren. Dieses mal dann ausschließlich zum erholen.

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Die Ostsee – Impressionen aus Zingst

Heute habe ich das völlig graue und dunkle Wetter genutzt und bin noch einmal gedanklich Richtung Ostsee geflohen. Schließlich hatte ich auch noch Bilder in Zingst gemacht.

Aber alles der Reihe nach. Geplant war, dass ich nach meinem Besuch in Nienhagen noch mal ein ganzes Stück gen Osten fahre. Von meinem nächsten Ziel trennten mich nun etwa 80 Km.
Nun bemerkte ich am Strand in Nienhagen, dass das Akkusymbol blinkte. Mist. Ich schob es allerdings auf die recht niedrigen Temperaturen.
Die letzten Bilder in Nienhagen waren auf der Speicherkarte und ich nahm die beiden Akkus aus meinem Batteriegriff und steckte diese in die Hosentasche, in der Hoffnung die letzten Reserven noch mobilisieren zu können. Denn: Eine Möglichkeit um die Akkus zu laden hatte ich nicht mit dabei.

Breakwater and a wave

Da ich jetzt wieder weiter fuhr, hatte ich wenig Gelegenheit mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Zu allem Überfluss verweigerte mein Navi auch noch den Dienst und ich orientierte mich immer mal wieder via Google Maps. So konnte ich mein Ziel wenigstens fürs erste grob anpeilen, zumindest bis es ausgeschildert war.
Aber wieso eigentlich Zingst? Ganz einfach in Zingst dreht sich sehr viel um die Fotografie, wie z.B. das „Horizonte Zingst“ und ich wollte mir das Örtchen einfach mal anschauen.

Was mir bis dato fehlte, war die Stille am Strand. Sowohl in Strahlsund, als auch in Nienhagen war der Strand recht gut besucht. In Zingst wiederum begab sich der Großteil der Besucher auf den Steg. Sehr schnell bemerkte ich, dass dieser Ort auf mich wie eine Art Ruhepol wirkte. Es war einfach nur traumhaft entspannend, wie die Wellen rauschten und ich begann die Möwen zu beobachten.

Look at our Sea

Diese beiden Exemplare machten sofort auf mich den Eindruck, als würden sie nachdenklich auf die See schauen. Was auch immer in ihren Köpfen vorging, ich werde es wohl nie erfahre. Dennoch gefiel mir dieser Anblick so sehr, dass ich diese Foto hier nun präsentieren möchte. Irgendwie gehören Möwen und das Meer ja schon zusammen. 😉

Spread your wings and fly away ...

Kurze Zeit später gelang es mir auch ein Tier im Flug zu erwischen. Das war doch etwas schwieriger als ich es erwartet hätte. Da ich immer nur einen der neun Fokuspunkte nutzen konnte, waren sie doch ein wenig zu flott für mich und meine 550D. Die Option ein Objekt zu tracken besitzt die Kamera nicht und die offene Blende machte es nicht unbedingt einfacher. Um so mehr freut es mich diesen Moment erwischt zu haben.

Railway into the sea

Zu guter letzt weckten ein Paar Schienen meine Neugier. So kam ich zu diesem alten Wagen, der sicherlich dazu diente kleinere Boote zu Wasser zu lassen. Ob der Wagen und die Schienen dazu immer noch genutzt werden, weiß ich allerdings nicht. Dennoch habe ich dieser Szenerie etwa eine viertel Stunde gewidmet bis ich den besten Blickwinkel herausgefunden hatte.
Exakt 12 Bilder später waren meine Akkus leer. Mittlerweile habe ich auch herausgefunden wieso die Energie so schnell zur Neige ging, das 24-105L besitzt ja einen Bildstabi und der war sicherlich dafür verantwortlich.

Mit diesem Beitrag schließe ich nun auch meinen kurzen Trip an die Ostsee ab. Es war zwar etwas kurz, aber dennoch sehr Erholsam und für mich überaus lohnenswert. Ich werde sicherlich öfters mal kleinere Trips machen und sei es nur um mich vom Alltag zu lösen, denn ich brauch so etwas immer mal wieder um für mich einen Ausgleich zu schaffen.
In diesem Sinne …Bis bald, euer Daniel.

Gespensterwald in Nienhagen

Wie könnte ich denn besser vor diesem tristen und dunklen Novemberwetter fliehen, als die Erlebnisse von der Ostsee noch einmal Revue passieren zu lassen. Denn momentan sind die Tage bereits wieder so kurz geworden, dass ich mich in der Morgendämmerung in Richtung Arbeitsstelle aufbreche und erst im dunkeln wieder auf dem Heimweg bin.

Als ich an meinem Abreisetag morgens in Rostock wieder aufbrach hatte ich noch zwei weitere Ziele, die ich noch ansteuern wollte. Eines davon war Nienhagen, genauer gesagt der Gespensterwald den es dort gibt. Aber wieso denn eigentlich Gespensterwald, gibt es da etwa Geister?
Natürlich spukt es dort nicht wirklich und doch ist dieser Wald etwas besonderes. Hauptsächlich gibt es da Buchen und Eichen, die in den Teils 170 Jahren durch den Wind, der meist von der See her aufs Land trifft geformt wurde. Auch die salzige Seeluft hat ihr übriges getan um den Bäumen ihren ganz besonderen Charakter zu geben.

Ghost Wood coast in Nienhagen

Der Wald befindet sich an einer kleineren Steilküste, welche ca zehn Meter hoch über den Meeresspiegel liegt. Diesen Kontrast wollte ich natürlich auch im Bild festhalten. Ich musste dieses mal auch kaum Geduld aufbringen und einige Sonnenstrahlen trafen auf die Bäume und die Wiese. Somit war für mich das erste Foto recht zügig im Kasten.

Ich ließ es mir natürlich auch nicht nehmen mal bis an die Ostsee zu gehen, dafür folgte ich einfach einem Weg, der mich in die östliche Richtung führte. Ein Weilchen später konnte ich bequem die Treppe zum Strandbad Nienhagen nehmen.

Ghost Wood

Auf dem Rückweg zum Auto sah ich an einem der Aussichtspunkte einige Pärchen, die einen Spaziergang machten. Irgendwie fehlte mir da noch etwas in den Bildern und die beiden Personen boten sich da echt gut an. So habe ich lediglich darauf gewartet bis die anderen Pärchen hinter den Bäumen verschwanden und schon hatte ich das Bild, wie ich es wollte.

gespensterwald nienhagen.jpg

Bevor ich mich wieder zurück zum Auto begab wollte ich die Szenerie noch einmal in einem Panorama festhalten. Um diesem Bild gerecht zu werden habe ich mich dazu entschieden mal eine etwas extremere schwarz/weiß Version anzufertigen. Diese gefiel mir auf Anhieb sehr gut.
Im Anschluss ging ich zurück zum Fahrzeug mich wieder etwas aufwärmen, denn der Wind war recht kräftig an diesem Tag.

Rückblickend hat sich dieser Umweg für mich absolut gelohnt, denn so ein außergewöhnliches Fleckchen Erde habe ich bis dato noch nicht gesehen.
In diesem Sinne … bis bald, euer Daniel.

Stadthafen Rostock

Was wäre denn ein Bericht über eine Küstenstadt ohne den Hafen beleuchtet zu haben? In meinen Augen irgendwie unvollständig, deswegen möchte ich dies heute nachholen.
Nachdem ich aus Warnemünde wieder zurück im Hostel war und mich kurz ausgeruht hatte, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen noch einen Spaziergang an den Hafen zu machen. Die ganzen Aufnahmen von Architektur und Landschaft haben mir zwar schon gefallen, doch ich wollte mich auch mal wieder mehr den Details widmen.

Für mich strahlt ein Hafen sehr vieles aus: Zum einen Ruhe – denn die Bote bewegen sich für Gewösehr beruhigend in Wind und Wasser; Abenteuer und Reise – schließlich bieten sich hierfür unzählige Möglichkeiten; und letztendlich auch Freude beim wiedersehen nach einer Ausfahrt.
Um all diese Facette hätte ich wesentlich mehr Zeit benötigt, als die paar Stunden, welche ich am Hafen verbracht habe. Nichts desto trotz habe ich diese Zeit da sehr genossen.

Rostock port

Um nicht völlig von all den ganzen Segelbooten und Kuttern übermannt zu werden begann ich mich recht schnell auf einige wenige Details zu konzentrieren. Schließlich hatte ich ja nicht vor Bilder zu machen, wie sie viele andere Urlauber machen würden.

Mein erstes Objekt der Begierde war hierbei die „Star of Hope“, ein wunderbar nostalgisches Segelboot. Gerade die Spuren, welche der Zahn der Zeit hinterlassen hatte, gaben diesem Boot diesen besonderen Charakter, mit dem es sich von vielen anderen abhob.

Rope on the

Als ich mich allmählich vom Bug zum Heck durcharbeitete, erblickte ich diese Seilschlaufe. Dieses Detail ist zwar so trivial, wenn es um die Schifffahrt geht und dennoch richtete sich meine Aufmerksamkeit voll und ganz darauf.
Nun geht es mir vermutlich so wie sehr vielen Fotografen, die erst hinterher die Störer auf dem Foto erkennen. Mal ist der Horizont völlig schief, mal befinden sich am Bildrand störende Elemente, oder wie in meinem Fall waren die beiden Hebel der Ankerwinde waren nicht zu sehen. Das ist der große Vorteil bei der digitalen Fotografie, ich sehe sofort was mir nicht passt. All das hätte ich auch vor dem betätigen des Auslösers sehen können, was wiederum Fluch und Segen gleichermaßen ist – man fotografiert nicht ganz so bewusst.

Ich schlenderte weiter entlang dieses Bootes und erblickte nahezu sekündlich neue Feinheiten, aber keine die sich für ein schönes Motiv eigneten und so zog ich weiter zum nächsten Schiff.

Cable pull on the

Wie auch das Segelboot war die „Santa Barbara Anna“, ein Schoner, eines der älteren Modelle. Wie schon beim letzten Boot erblickte ich sofort Details, die ich aufnehmen wollte. Eines davon war dieser Flaschenzug, der vermutlich dazu dient eines der Segel hissen zu können. Ich benötigte auch hier wieder einige Anläufe um diesen so in Szene zu setzen wie er mir gefiel. Einige Auslösungen später hatte ich zumindest schon einmal einen super Winkel herausgefunden und machte mich sofort daran diesen so zu verfeinern, dass die volle Aufmerksamkeit auf dem Flaschenzug lag und dennoch erkennbar ist wo dieser angebracht war. Es ist ja schließlich auch wichtig einen Kontext erkennen zu können.

Letztlich sind Feinheiten ja auch was schönes und werden von vielen kaum noch wahrgenommen. Doch Einzelheiten alleine sind alleine auch nur begrenzt sehenswert, solange der Blick für das große Ganze fehlt.

"Santa Barbara Anna"

Darum konnte ich es mir nicht nehmen lassen diesen wunderschönen Schoner auch in seiner ganzen Pracht abzulichten. Nun hatte ich drei Möglichkeiten dazu: weiter zurückgehen fiel leider aus, da sich hinter mir ein Parkplatz befand; mein Tokina auf die Kamera schnallen wollte ich nicht, da ich diese extreme Verzerrung vermeiden wollte; oder aber ich erstellte ein Panorama aus mehreren Einzelaufnahmen. Da es bereits dunkler wurde und nun auch etwas die Faulheit durchkam war die Entscheidung recht fix gefällt und ich entschied mich für letzteres, zumal ich das 24 mm bereits am Body hatte. Anschließend begab ich mich langsam wieder in Richtung Stadzentrum, wovon ich jedoch bereits berichtet habe.

Damit kann ich nun auch den Bericht zu einem meiner Reiseziele, nämlich Rostock, als abgeschlossen betrachten.
Bis bald, euer Daniel.

Ich hatte Sehnsucht nach Meer

Als es sich letzte Woche herauskristallisierte, dass ich wohl kurzfristig meinen Arbeitsplatz wechsele kam mir sofort eine Idee. Ich wollte schon länger mal an die Ostsee fahren, einfach mal so. Da ich momentan noch Urlaub habe bot es sich natürlich an, diesen für so ein Erlebnis zu nutzen. So habe ich kurzerhand am Mittwoch einige Übernachtungen in einem Hostel in Rostock gebucht und bin am darauffolgenden Tag gefahren.

Da ich es mir ebenfalls nicht nehmen wollte den Gespensterwald in Nienhagen zu besuchen, tat ich das Gestern auch bevor ich mich wieder auf den Rückweg machte. Nun wollte ich selbstverständlich auch ein recht typisches Bild machen: eines mit Buhnen. Dabei hatte ich lediglich eine Langzeitbelichtung im Kopf, doch wie so oft hatte auch hier der Zufall seine Hände mit im Spiel.
Neben schönen langen Belichtungen spiele ich in letzter Zeit sehr gerne mit Unschärfe herum und sich da Wassertropfen sehr schnell bewegen schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Sigma 24 mm Art* war somit meine Wahl, und wie es sich zeigt sogar eine äußerst gute.

Breakwater

Als ich mich der Buhne näherte wollte ich lediglich ein Bild haben, in dem kein Sand mehr zu sehen war. Somit musste ich mich beeilen um zwischen den Wellen einen günstigen Moment abzupassen. (Kleiner hinweis am rande – ich war zu langsam :D.) Denn schon nach nur einer Betätigung des Auslösers trat ich den Rückzug an, doch zu spät und ich hatte – mal wieder – nasse Schuhe. Der Ärger darüber verflog jedoch beim Blick auf das Display meiner Kamera. Ein Versuch. Dieser eine Moment. Perfekt!
Für das Bild hat es sich vollkommen gelohnt, und ich würde es immer wieder Riskieren nasse Füße zu bekommen.

Bereits während meiner Rückfahrt stand für mich fest, dass ich so etwas öfter machen möchte. Einfach mal wieder die eigene Komfortzone verlassen um wirklich etwas außergewöhnliches zu erleben. Allein für diese Erkenntnis haben sich die Kosten voll und ganz gelohnt.
In diesem Sinne … bis bald, euer Daniel.


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