Die Bastei

Mitte Juni überlegte ich mir an einem Samstagnachmittag, dass es eine gute Idee wäre den nächsten Sonnenaufgang an der Bastei zu erleben. Der Wetterbericht verriet einen nahezu wolkenfreien Himmel an diesem Morgen. Also stellte ich mir meine Wecker auf 3:30 und auf 3:45, da ich so früh gerne mal wieder einschlafe. 😉
Mit Wecker Nummer zwei zog ich mich an, aß noch ne Kleinigkeit und ging zum Auto. Da die Straßen völlig frei waren, konnte ich gute 20 Minuten vor Sonnenaufgang wieder aus dem Wagen steigen und mich auf den Weg zum Aussichtspunkt machen.

Mein letzter Besuch an der Bastei liegt schon so lange zurück, dass meine Erinnerungen daran kaum noch vorhanden waren. Doch dank der Technik meines Handys gelangte ich da hin wo ich wollte. Die beiden Fotografen und ich wir arrangierten uns, so dass jeder die Bilder machen konnte, die er auch wollte.
Ich ging durch verschiedene Brennweiten durch und wechselte die meiste Zeit zwischen 24 mm, 50 mm und 100 mm und nahm immer wieder mehrere hochformatige Aufnahmen. Ich nahm mir definitiv auch die Zeit das Schauspiel ohne Kamera zu genießen, schließlich wollte ich ja nicht sofort wieder weiterziehen. So kam es, dass sich ein kommen und gehen einstellte.

Bastei shortly after sunrise

Etwa anderthalb Stunden verbrachte ich an diesem wundervollen ausblick und genoss das wärmende Sonnenlicht und die frische Luft. Dabei ist es wirklich atemberaubend wie sehr sich die Landschaft ändern kann innerhalb dieser kurzen Zeit.

Dieses Panorama ist eines der letzten die ich an diesem Tag aufgenommen habe. Besonders heraus gestochen ist dieses für mich, da die Schatten der Berge zur linken Hand zu der Zeit schon verhältnismäßig kurz waren und so wesentlich mehr zur Geltung kommen.

Als ich nun also völlig zufrieden war mit den Aufnahmen und die Sonne so allmählich an Kraft gewann, entschloss ich meine sieben Sachen zusammen zu packen und mich auf den Heimweg zu begeben. Diese drei Stunden, die mich der Ausflug gekostet hat, waren wahrhaftig wirklich gut investierte Zeit. Den Schlaf kann ich ja zur Not auch nachholen, doch die Eindrücke sind es definitiv Wert gewesen.

 

Der Natur auf der Spur – Zoo Leipzig

Es war verdammt lange ruhig hier – zu lange und zu ruhig. Die einfache Erklärung dafür ist, dass ich schlichtweg mit dem was ich in der Zwischenzeit fotografiert habe einfach nicht zufrieden war. Jedoch habe ich mir vorgenommen, dass ich lieber mal ein Weilchen nichts zu veröffentliche, als irgendwas. Denn ich möchte wirklich zufrieden sein… Der Natur auf der Spur – Zoo Leipzig weiterlesen

Die ersten Zeichen des Frühlings

Nun war es in den vergangenen Wochen sehr Ruhig hier, was unter anderem an einer sehr kurzfristigen Dienstreisen lag. Direkt im Anschluss hat mich eine Grippe noch vollends ausgeknockt. Doch das Gute daran war, dass ich wieder mehr Zeit hatte um die Kamera in die Hand zu nehmen (als es mir wieder besser ging).

So zog es mich an bekannte Stellen im Großen Garten in Dresden. Denn da gibt es einige stellen, wo mitten auf der Wiese Frühlingsblumen blühen.
Ich machte viele Bilder und war im Moment der Aufnahme auch völlig zufrieden mit dem Ergebnis, bis ich diese am Rechner sichtete und auch einige bearbeitete. Die Bilder waren einfach nicht so wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es lagen schlicht und einfach zuviele Ästchen und trockene Blätter um die Blumen, was dafür sorgte, dass der Großteil des Bildes braun war. Und das passt für mich nicht wirklich zu farbenfrohen Frühblühern.

Nun gut ich bin ja noch einige Tage von der Arbeit befreit, also kann ich schönere Bilder davon aufnehmen. Gesagt, getan. Nachdem ich gestern einen Termin hatte, schnappte ich mir sofort die Kamera und machte mich wieder auf den Weg. Dieses mal allerdings nicht zu Fuß, sondern mit dem Rad, da das Wetter sehr wechselhaft war und ich den Sonnenschein abpassen wollte.
Ich kam am Zeil an und es begann zu nieseln, so dass ich schleunigst Schutz vor dem Regen suchte. Als es aufgehört hatte zu regnen, beobachtete ich kurz die Wolken und sah so schnell keine Aussicht auf Sonne. So nutzte ich die Gelegenheit und fuhr zur nächsten Tankstelle um meine Reifen aufzupumpen, was auch bitter nötig war. Nun wollte ich mich gerade wieder auf den Weg machen, da kam mir in den Sinn, dass es auch noch andere Ecken gab wo Krokusse und Schneeglöckchen gab und ich entschied mich spontan da mein Glück zu versuchen. Was eine ausgezeichnete Idee war.

Snowdrop

Ich suchte mir schöne Exemplare heraus und begann zu erst einmal die paar wenigen Blätter aus dem Bild zu räumen, denn die hauptsächliche Farbe des Bildes sollte ein kräftiges grün sein. Das dauerte keine halbe Minute und doch hatte es eine sehr große Auswirkung und für mich hat sich diese Arbeit absolut gelohnt.

Nach einigen Aufnahmen von Schneeglöckchen wandte ich mich, wie bereits am Vortag, wieder einigen Krokussen zu. Da war die Wahl etwas eingeschränkter, da viele Pflanzen aufgrund der etwas kühleren Temperaturen und des Regens ihre Blüten geschlossen hatten. Doch ich wurde fündig und nach kurzem Beräumen war auch diese Blume bereit um sie Abzulichten.

Crocus

Bei der Krokusblüte war es mir wichtig einen möglichst niedrigen Blickwinkel zu erzielen, ohne dabei so niedrig zu sein, dass die Büsche im Hintergrund im Bild erscheinen. Das hätte einen sehr dunklen Streifen am „Horizont“ verursacht, was ich nicht schön fand. Außerdem hab ich mich so positioniert, dass ich die Blüte im gegenlicht habe, um die klitzekleine Akzente der Wassertropfen zur Geltung kommen zu lassen.

Letztendlich bin ich mehr als froh darüber einen zweiten Anlauf unternommen zu haben. So konnte ich die Fehler des Vortages beheben und ein sehr viel besseres Ergebnis erzielen. All die kleinen „Hindernisse“ waren für mich wichtige Schritte um zu diesen Bildern zu gelangen und ich bin froh darüber diesen Weg genommen zu haben, denn so schätze ich das Ergebnis viel mehr.
In diesem Sinne, bis bald …

Die kleinen Wunder des Winters

Dienstag war einer dieser Wintertage, an denen ich froh war wieder in der warmen Wohnung zu sein. Es war grau, kalt und dazu wehte mir der Wind ständig Schnee ins Gesicht.
So auch als ich gerade vom Sport kam. Im Fahrstuhl putzte ich mir den Schnee von der Mütze und in mir kamen die Idee auf mal wieder einige Macro-Aufnahmen anzufertigen. Inspiration dazu hatte ich erst kürzlich in den sozialen Netzwerken gesehen – nämlich Strickkleidung worauf sich einzelne Schneekristalle befanden.

Nun ging es darum diese Idee auch optimal umzusetzen. Der Wind stand so, dass der weiße Niederschlag natürlich nicht auf meinen Balkon kam. So habe ich, nach kurzer Wartezeit, meine Strickmütze auf den Stil meines Wischmobs gepackt und diese herum geschwenkt. Glücklicherweise war es bereits dunkel und mich hat (hoffentlich) keiner dabei beobachtet.
Es dauerte gar nicht lange und ich konnte einige Treffer auf der Kopfbedeckung verbuchen und alle samt schön verteilt. Nun begann der schwierigere Part dabei – das Fotografieren, beziehungsweise das finden einer Flocke oder einzelner Kristalle.

Obwohl ich das Zimmer hinter mir beleuchtet hatte sah ich durch den Sucher absolut nix. Also musste ich mit meinem Handy in der einen Hand für das nötige Licht sorgen um überhaupt was erkennen zu können. Mit der Anderen habe ich abwechselnd die Kamera auf dem Stativ gedreht, oder aber mit meinem Macro-Schlitten fokussiert.

Snow crystal II

Die Suche nach geeigneten Kandidaten erwies sich als schwieriger als gedacht. Zwar habe ich mit diesem Setup bereits Erfahrungen, aber ein Schneekristall ist bei der „falschen“ Beleuchtung nahezu unsichtbar.
Nach einigen Minuten gelang es mir auch schon die ersten Ergebnisse zu betrachten und ich war sofort völlig zuversichtlich, dass meine Aufnahmen sehr nach an die Idee heran kommen wird. Die meiste Zeit habe ich mit „trial and error“ verbracht, da die Kristalle im Sucher zwar scharf wirken, auf dem Display der Kamera jedoch häufig minimal unscharf waren.

Um möglichst nahe an meine Idee, einen einzelnen Kristall zu haben, heran zu kommen suchte ich meine Mütze noch ein wenig weiter ab und sah einen Schneekristall liegen. Nun bestand die Kunst darin diesen auch mit der Kamera wieder zu finden. Als ich diesen dann anvisierte und im Fokus hatte, verbrachte ich die nächsten zehn Minuten damit nur diesen einen Kristall abzulichten schließlich wollte ich ein Bild haben, wo das Zentrum exakt im Fokus lag.
Meine Freude darüber war riesen groß, als ich das Ergebnis am Rechner betrachtete. Es war mir tatsächlich gelungen den Schneekristall so auf den Sensor zu bannen, wie ich es wollte (auch wenn sich noch weitere Kristalle unter meinem Motiv befanden). Denn obwohl mein Stativ normalerweise recht stabil ist, so zeigen sich bei einem Schärfebereich von nicht mal einem Millimeter auch schon kleinste Vibrationen.

Snow crystal I

Als Setup hatte ich wieder mein 100 mm Macro*, sowie einem Satz Zwischenringe*. Damit erreiche ich eine Abbildung von etwa 1,8:1 und somit bereits eine Vergrößerung des Objektes auf dem Sensor. Um das nötige Licht zu erzeugen nutzte ich einen einfachen Jongnuo  Blitz mit Funkauslöser und um das Fokussieren zu erleichtern habe ich meinen Macroschlitten* unter der Kamera gehabt.

Diese wirklich winzig kleinen Kleinigkeiten haben mir den Tag doch noch sehr versüßt. Etwas so wundervolles und zugleich auch so zerbrechliches in aller Ruhe zu beobachten zu können, ist doch eine schöne Art einen Tag ausklingen zu lassen. Am Ende des Tages war ich froh über alle Widrigkeiten, denn ohne diese wären diese Bilder nicht entstanden.
Vielleicht habe ich so ja auch den ein oder anderen angeregt, sich den kleinen Details etwas mehr zu widmen…


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Die Rakotzbrücke im Schnee

Nachdem meine Kamera nun recht lange nur gelegentlich und bei familiären Anlässen zum Einsatz kam, wollte ich einen kleinen Ausflug unternehmen um Fotos aufzunehmen. Glücklicherweise kam ich gerade rechtzeitig wieder von meiner Dienstreise aus Bukarest zurück um eine winterliche Landschaft vorzufinden.

Die Idee die Rakotzbrücke erneut abzulichten hatte ich schon etwas länger. Einzig und allein das Wetter spielte da nicht mit, denn ich wollte Schnee.
So begab ich mich auf den Weg nach Kromlau. Gegen zehn Uhr morgens hatte ich mein Ziel erreicht und zu meinem Erstaunen war der Parkplatz vollkommen leer.
Da ich wenig Interesse an nassen Socken hatte, zog ich mir meine hohen Wanderschuhe an, was sich als ausgezeichnete Idee herausstellte. Denn um den See waren die Wege nicht geräumt, was für mich absolut verständlich ist für so eine abgelegene Sehenswürdigkeit.

Ich schlenderte um das Gewässer und experimentierte mit sämtlichen Brennweiten und Blickwinkeln herum. Und es begann zu schneien, was absolut traumhaft war. Da mir lediglich einige kleine Vögelchen Gesellschaft leisteten, war eigentlich nur das leise rieseln des Schnees, sowie das knirschen meiner Schritte zu hören.

Stairs and a statue of Herkules

Nachdem ich meine erste Runde um den See nahezu beendet hatte viel mir die Treppe mit der Herkulesstatue auf. Ich hatte diese zwar beim letzten Besuch auch bemerkt, jedoch durch die vielen Besucher gar nicht als Motiv wahrgenommen.
Dieses mal lud es mich geradezu ein den Auslöser zu betätigen. Einzig die Statue konnte ich nicht exakt mittig zur Treppe anordnen, da die Eisfläche definitiv nachgegeben hätte, hätte ich diese betreten.

Als ich meine erste Runde beendete begab ich mich zu dem Aussichtspunkt, wo sich auch Bänke befinden. Ich ging abermals direkt ans Wasser, dabei stellte ich fest, dass der Wasserpegel um einiges niedriger war als bei meinem letzten Besuch. Das wiederum ermöglichte es mir eine etwas andere Perspektive zu nutzen. Denn von den Bänken betrachtet, befindet sich der Basalt im rechten Drittel des Brückenbogens.

Rakotzbrücke

Nun konnte ich mir die Parallaxe zunutze machen und die Steine zentraler platzieren. Dabei empfand ich diese Position  als die geeignetste. Manchmal können auch so kleine Änderungen, wie in dem Fall zwei bis drei Meter, schon eine recht deutliche Auswirkung haben.

Ich hatte recht zeitig bemerkt wie deutlich sich der hellgrüne Basalt vom tristen Geäst des Waldes abhob. Und so wollte ich das noch einmal detaillierter aufnehmen. Gedacht, getan.

Basalt

Mittlerweile hatte es aufgehört zu schneien und die Färbung kam bedeutend besser zur Geltung. Diese Farbe bringt einen herrlichen Kontrast zum verhältnismäßig farblosen Hintergrund, was lustigerweise im Herbst genau umgedreht der Fall ist. Wie wandlungsfähig diese Natur doch ist…

Dieser Ausflug war für mich ein herrlicher Ausgleich zu einer sehr hektischen und chaotischen Woche. Genau solche Moment verdanke ich einzig und alleine meinem Hobby – der Fotografie.
In diesem Sinne … bis bald. 🙂

Die Ostsee – Impressionen aus Zingst

Heute habe ich das völlig graue und dunkle Wetter genutzt und bin noch einmal gedanklich Richtung Ostsee geflohen. Schließlich hatte ich auch noch Bilder in Zingst gemacht.

Aber alles der Reihe nach. Geplant war, dass ich nach meinem Besuch in Nienhagen noch mal ein ganzes Stück gen Osten fahre. Von meinem nächsten Ziel trennten mich nun etwa 80 Km.
Nun bemerkte ich am Strand in Nienhagen, dass das Akkusymbol blinkte. Mist. Ich schob es allerdings auf die recht niedrigen Temperaturen.
Die letzten Bilder in Nienhagen waren auf der Speicherkarte und ich nahm die beiden Akkus aus meinem Batteriegriff und steckte diese in die Hosentasche, in der Hoffnung die letzten Reserven noch mobilisieren zu können. Denn: Eine Möglichkeit um die Akkus zu laden hatte ich nicht mit dabei.

Breakwater and a wave

Da ich jetzt wieder weiter fuhr, hatte ich wenig Gelegenheit mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Zu allem Überfluss verweigerte mein Navi auch noch den Dienst und ich orientierte mich immer mal wieder via Google Maps. So konnte ich mein Ziel wenigstens fürs erste grob anpeilen, zumindest bis es ausgeschildert war.
Aber wieso eigentlich Zingst? Ganz einfach in Zingst dreht sich sehr viel um die Fotografie, wie z.B. das „Horizonte Zingst“ und ich wollte mir das Örtchen einfach mal anschauen.

Was mir bis dato fehlte, war die Stille am Strand. Sowohl in Strahlsund, als auch in Nienhagen war der Strand recht gut besucht. In Zingst wiederum begab sich der Großteil der Besucher auf den Steg. Sehr schnell bemerkte ich, dass dieser Ort auf mich wie eine Art Ruhepol wirkte. Es war einfach nur traumhaft entspannend, wie die Wellen rauschten und ich begann die Möwen zu beobachten.

Look at our Sea

Diese beiden Exemplare machten sofort auf mich den Eindruck, als würden sie nachdenklich auf die See schauen. Was auch immer in ihren Köpfen vorging, ich werde es wohl nie erfahre. Dennoch gefiel mir dieser Anblick so sehr, dass ich diese Foto hier nun präsentieren möchte. Irgendwie gehören Möwen und das Meer ja schon zusammen. 😉

Spread your wings and fly away ...

Kurze Zeit später gelang es mir auch ein Tier im Flug zu erwischen. Das war doch etwas schwieriger als ich es erwartet hätte. Da ich immer nur einen der neun Fokuspunkte nutzen konnte, waren sie doch ein wenig zu flott für mich und meine 550D. Die Option ein Objekt zu tracken besitzt die Kamera nicht und die offene Blende machte es nicht unbedingt einfacher. Um so mehr freut es mich diesen Moment erwischt zu haben.

Railway into the sea

Zu guter letzt weckten ein Paar Schienen meine Neugier. So kam ich zu diesem alten Wagen, der sicherlich dazu diente kleinere Boote zu Wasser zu lassen. Ob der Wagen und die Schienen dazu immer noch genutzt werden, weiß ich allerdings nicht. Dennoch habe ich dieser Szenerie etwa eine viertel Stunde gewidmet bis ich den besten Blickwinkel herausgefunden hatte.
Exakt 12 Bilder später waren meine Akkus leer. Mittlerweile habe ich auch herausgefunden wieso die Energie so schnell zur Neige ging, das 24-105L besitzt ja einen Bildstabi und der war sicherlich dafür verantwortlich.

Mit diesem Beitrag schließe ich nun auch meinen kurzen Trip an die Ostsee ab. Es war zwar etwas kurz, aber dennoch sehr Erholsam und für mich überaus lohnenswert. Ich werde sicherlich öfters mal kleinere Trips machen und sei es nur um mich vom Alltag zu lösen, denn ich brauch so etwas immer mal wieder um für mich einen Ausgleich zu schaffen.
In diesem Sinne …Bis bald, euer Daniel.

Gespensterwald in Nienhagen

Wie könnte ich denn besser vor diesem tristen und dunklen Novemberwetter fliehen, als die Erlebnisse von der Ostsee noch einmal Revue passieren zu lassen. Denn momentan sind die Tage bereits wieder so kurz geworden, dass ich mich in der Morgendämmerung in Richtung Arbeitsstelle aufbreche und erst im dunkeln wieder auf dem Heimweg bin.

Als ich an meinem Abreisetag morgens in Rostock wieder aufbrach hatte ich noch zwei weitere Ziele, die ich noch ansteuern wollte. Eines davon war Nienhagen, genauer gesagt der Gespensterwald den es dort gibt. Aber wieso denn eigentlich Gespensterwald, gibt es da etwa Geister?
Natürlich spukt es dort nicht wirklich und doch ist dieser Wald etwas besonderes. Hauptsächlich gibt es da Buchen und Eichen, die in den Teils 170 Jahren durch den Wind, der meist von der See her aufs Land trifft geformt wurde. Auch die salzige Seeluft hat ihr übriges getan um den Bäumen ihren ganz besonderen Charakter zu geben.

Ghost Wood coast in Nienhagen

Der Wald befindet sich an einer kleineren Steilküste, welche ca zehn Meter hoch über den Meeresspiegel liegt. Diesen Kontrast wollte ich natürlich auch im Bild festhalten. Ich musste dieses mal auch kaum Geduld aufbringen und einige Sonnenstrahlen trafen auf die Bäume und die Wiese. Somit war für mich das erste Foto recht zügig im Kasten.

Ich ließ es mir natürlich auch nicht nehmen mal bis an die Ostsee zu gehen, dafür folgte ich einfach einem Weg, der mich in die östliche Richtung führte. Ein Weilchen später konnte ich bequem die Treppe zum Strandbad Nienhagen nehmen.

Ghost Wood

Auf dem Rückweg zum Auto sah ich an einem der Aussichtspunkte einige Pärchen, die einen Spaziergang machten. Irgendwie fehlte mir da noch etwas in den Bildern und die beiden Personen boten sich da echt gut an. So habe ich lediglich darauf gewartet bis die anderen Pärchen hinter den Bäumen verschwanden und schon hatte ich das Bild, wie ich es wollte.

gespensterwald nienhagen.jpg

Bevor ich mich wieder zurück zum Auto begab wollte ich die Szenerie noch einmal in einem Panorama festhalten. Um diesem Bild gerecht zu werden habe ich mich dazu entschieden mal eine etwas extremere schwarz/weiß Version anzufertigen. Diese gefiel mir auf Anhieb sehr gut.
Im Anschluss ging ich zurück zum Fahrzeug mich wieder etwas aufwärmen, denn der Wind war recht kräftig an diesem Tag.

Rückblickend hat sich dieser Umweg für mich absolut gelohnt, denn so ein außergewöhnliches Fleckchen Erde habe ich bis dato noch nicht gesehen.
In diesem Sinne … bis bald, euer Daniel.