Ein kurzer Besuch auf dem Lilienstein

Ist schon wieder einige Wochen her, da entschied ich mich Sonntag nachmittag noch mal zum Lilienstein zu fahren um einige Bilder zu machen. Zugegeben, das habe ich die letzten Wochen viel zu selten getan. Entweder fehlte die Muse, oder ich hatte so viel zu organisieren, dass ich mich schlicht und einfach nicht die Zeit nehmen konnte um mit der Kamera durch die Gegend zu ziehen.

Angekommen am Aussichtspunkt war ich kurz vor 18 Uhr und begann erst einmal damit die Aussicht auf mich wirken zu lassen. Schließlich möchte ich auch persönlich etwas mitnehmen und nicht ausschließlich Bilder machen.
Was ich zu sehen bekam ist einfach nur atemberaubend, doch nicht alles was gut anzusehen ist eignet sich auch für ein Foto. Darum begann ich ziemlich schnell auf längere Brennweiten zu wechseln um mich mehr auf die Details zu fokussieren.

Light and shadow - a view from the Lilienstein

Da die Wolkenformationen für wirklich ansehnliche Lichtspots sorgten, viel mir die Entscheidung zu den längeren Brennweiten noch wesentlich einfacher. Denn genau solche Spots sorgen, meiner Meinung nach, für ein interessanten Punkt im Bild. Zugegeben etwas Glück gehört auch dazu, sonst wandern sie einfach nur knapp am Ziel vorbei. Das einzige, was mein Glück bei diesem Bild etwas trübte, war ein unschön geparkter Transporter. Doch für so Situationen gibt es ja schließlich die Bildbearbeitung. 😉
Ich mag das Bild wirklich sehr, vor allem weil es so anders ist, als was ich selber erwartete zu fotografieren.

Rathen - a view from the Lilienstein

Nachdem ich ein ganzes Weilchen die Landschaft bewunderte, wollte ich auch mal wieder eine Langzeitbelichtung erstellen, schließlich waren die Verhältnisse wirklich günstig. Gesagt , getan. Als Motiv wählte ich den Blick in Richtung Rathen. Die erste Aufnahme war ganz okay, hat mich aber nicht sonderlich beeindruckt, da die Häuser vollkommen unbeleuchtet waren. Glücklicherweise näherte sich ein weiterer Lichtspot genau diesen Häusern, also blieb mir nichts weiter übrig als erneut den Auslöser zu betätigen, denn gerade dieses Licht macht auch dieses Bild wesentlich interessanter anzuschauen.

Als sich die Sonne dann gegen 19:30 Uhr begann etwas näher gen Horizont zu wandern und auch der Dunst stärker wurde, so dass in der Ferne immer weniger Details erkennbar waren brach ich wieder auf.
Ich hab den wirklich sehr kurzen Ausflug nicht bereut, da ich so wenigstens mal etwas mehr Entspannung in meinen Alltag integrieren konnte.

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Die Bastei

Mitte Juni überlegte ich mir an einem Samstagnachmittag, dass es eine gute Idee wäre den nächsten Sonnenaufgang an der Bastei zu erleben. Der Wetterbericht verriet einen nahezu wolkenfreien Himmel an diesem Morgen. Also stellte ich mir meine Wecker auf 3:30 und auf 3:45, da ich so früh gerne mal wieder einschlafe. 😉
Mit Wecker Nummer zwei zog ich mich an, aß noch ne Kleinigkeit und ging zum Auto. Da die Straßen völlig frei waren, konnte ich gute 20 Minuten vor Sonnenaufgang wieder aus dem Wagen steigen und mich auf den Weg zum Aussichtspunkt machen.

Mein letzter Besuch an der Bastei liegt schon so lange zurück, dass meine Erinnerungen daran kaum noch vorhanden waren. Doch dank der Technik meines Handys gelangte ich da hin wo ich wollte. Die beiden Fotografen und ich wir arrangierten uns, so dass jeder die Bilder machen konnte, die er auch wollte.
Ich ging durch verschiedene Brennweiten durch und wechselte die meiste Zeit zwischen 24 mm, 50 mm und 100 mm und nahm immer wieder mehrere hochformatige Aufnahmen. Ich nahm mir definitiv auch die Zeit das Schauspiel ohne Kamera zu genießen, schließlich wollte ich ja nicht sofort wieder weiterziehen. So kam es, dass sich ein kommen und gehen einstellte.

Bastei shortly after sunrise

Etwa anderthalb Stunden verbrachte ich an diesem wundervollen ausblick und genoss das wärmende Sonnenlicht und die frische Luft. Dabei ist es wirklich atemberaubend wie sehr sich die Landschaft ändern kann innerhalb dieser kurzen Zeit.

Dieses Panorama ist eines der letzten die ich an diesem Tag aufgenommen habe. Besonders heraus gestochen ist dieses für mich, da die Schatten der Berge zur linken Hand zu der Zeit schon verhältnismäßig kurz waren und so wesentlich mehr zur Geltung kommen.

Als ich nun also völlig zufrieden war mit den Aufnahmen und die Sonne so allmählich an Kraft gewann, entschloss ich meine sieben Sachen zusammen zu packen und mich auf den Heimweg zu begeben. Diese drei Stunden, die mich der Ausflug gekostet hat, waren wahrhaftig wirklich gut investierte Zeit. Den Schlaf kann ich ja zur Not auch nachholen, doch die Eindrücke sind es definitiv Wert gewesen.

 

Ein Ausflug zu dem Pfaffenstein

Ende April waren meine Schwester und ich unterwegs zu dem Pfaffenstein. Ist zwar schon wieder viel zu lange her, dass ich unterwegs war aber nichts desto Trotz sind die Bilder nicht weniger schön anzusehen und ein Verfallsdatum habe ich bis heute noch nicht gefunden.
Ich hatte bei diesem Ausflug die glorreiche Idee in Königsstein zu parken um dann über Pfaffendorf zu dem Fels zu wandern. Wir waren noch keine fünf Minuten weg vom Auto und waren beide bereits fürchterlich außer Puste. Unser Weg ging erst einmal, gefühlte 200 Höhenmeter hinauf, real waren es sicherlich einige Meter weniger. Zu allem übel stellten wir nach etwa zwanzig Minuten fest, dass wir an einem Parkplatz vorbei kamen – na klasse.
Da ich die Markierung zu meinem geplanten Wanderweg nicht sah folgten wir erst einmal dem Malerweg. Den Fehler bemerkte ich erst viel zu spät und so verlängerte sich unser Hinweg problemlos um den Faktor vier. Was mich allerdings aufgrund des Wetters und der Aussichten nicht weiter störte.

Königstein Fortress(Panorama aus 6 Hochformat-aufnahmen)

Interessant waren auch die Entfernungsangaben auf den Wegweisern. Innerhalb von fünf Minuten verkürzte sich diese um eine satte viertel Stunde. Nur um kurz darauf wieder um fünf Minuten anzusteigen. Wer weiß was da schief gelaufen ist; wir konnten es nicht sein, da es neben unserem keinen weiteren Weg gab.

Endlich tauchte vor uns das Ziel auf. Da gab es zwei Möglichkeiten um auf den Pfaffenstein zu gelangen. Leider ist es bereits zu lange her um noch zu schreiben für welchen der beiden aufstiege ich mich entschied. Schön war dieser auf jeden Fall, denn er führte über eine, in den Sandstein gehauene, Treppe.

Stairs

Endlich oben angekommen machten wir kurz eine Pause. Das tückische bei dem Wetter war jedoch das mir recht schnell wieder ein wenig kühl wurde, so blieb eine Einkehr in die Schenke aus. Egal, dafür waren wir ja auch nicht nach oben gestiegen.

View from the Pfaffenstein
(Panorama aus 3 Querformat-aufnahmen)

Die Aussicht am Aussichtspunkt war phänomenal. An einem der bekanntesten Blicke steht diese, ebenfalls sehr bekannte, Kiefer. Dem Anschein nach steht der Baum das Bäumchen auf dem Felsen. Wiedereinmal habe ich nichts, als Begeisterung für die Natur übrig gehabt.

 Thats me ;)

Da wir hier vor dem leichten Lüftchen geschützt waren, war es sehr angenehm und wir konnten uns ein ganzes Weilchen hier aufhalten. Ich nutzte die Gelegenheit dazu um meiner Schwester meine Kamera in die Hand zu drücken, da ich mal wieder ein neues Profilbild für meinen social media account haben wollte. (Danke noch mal fürs Auslösen.)

Pine on top of the Pfaffenstein
(Panorama aus 13 Hochformat-aufnahmen in zwei Reihen)

Da ich immer mal gerne etwas herumprobiere entstand ein Panorama, welches zum größten Teil aus Unschärfe besteht. Ich fand es ist auch mal wieder etwas anderes und deswegen wollte ich dieses hier nicht vorenthalten, auch wenn es sehr ähnlich zu dem Panorama in Schwarz-Weiß ist.

Anschließend wollte ich noch einen anderen Aussichtspunkt ansteuern, leider verpasste ich diesen und wollte nicht noch einmal die Treppe hinauf gehen, da ich mittlerweile doch schon gut fertig war.

View to sandstone rock

Nach einer Weile bot sich ein faszinierender Blick durch eine Felsspalte dar. Wobei sich die Häuser, von Pfaffendorf, mittig durch das Grün zog. Dieser Kontrast zwischen Natur und dem von Menschenhand geschaffenen war somit in mehrfacher Ausführung enthalten.

Colza in front of the Pfaffenstein

Schließlich gelangten wir wieder auf einen Feldweg. Dieser wäre meine eigentlich geplante Route gewesen, doch wie man weiß kommt es meistens eh anders als geplant. Ich widmete mich ein letztes mal dem Spiel mit der Unschärfe und setzte den Pfaffenstein in den Hintergrund und der Raps gab mir hierbei mein Hauptmotiv.

Wir gingen ein Stück weiter und kamen an der Weggabelung vorbei, an der ich mich gegen meine Schwester durchsetzte und den „falschen“ Weg einschlug. Egal. Hat ja keinem geschadet ;).
Nun lag lediglich noch der Rückweg zum Auto vor uns. Insgeheim verfluchte ich mich wieder nicht bis nach Pfaffendorf auf den Parkplatz gefahren zu sein, denn meine Beine waren bereits sehr schwer geworden und mein Rucksack wollte partout nicht leichter werden.  Am Auto brauchte ich mein restliches Wasser auf und akklimatisierte mich noch einmal bevor wir wieder los fuhren.

Nun denn, das war es erst einmal wieder von meiner Seits. Bis demnächst wieder, euer Daniel.

Die Festung Königsstein – wenn ein Tag anbricht

Nun stieg ich gerade ins Auto, mein Kamerarucksack war bereits wieder verstaut und der neue Tag kündigte sich merklich an, denn das erste gezwitscher war vernehmbar. So entschied ich spontan, dass es einer reinen Zeitverschwendung gleich kommen würde jetzt einfach stur wieder nach Dresden zu fahren.
Glücklicherweise hatte ich mir in meiner Vorbereitung auf die Milchstraße bereits einen anderen Standort via Wanderkarte heraus gesucht. So war mein nächster Zwischenstopp das Thürmsdorfer Mausoleum, weniger das Gebäude an sich, eher der Standort. Von da aus hatte ich einfach einen wunderbaren Blick auf die Festung Königsstein.

Königstein Fortress before sunrise(550D, 16 mm, F/8.0, 5 sec, ISO 100)

Angekommen bin ich um fünf Uhr morgens und somit noch etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang. Zu der Zeit befand ich mich bereits in der blauen Stunde. Leider hat mir meine Müdigkeit, und die damit einhergehende Vverpeiltheit, doch einige Bilder versaut. Öfters war die Belichtung so weit daneben, dass ich diese, trotz RAW, nicht mehr retten wollte. Einige Bilder sind leider auch zu verwackelt um diese noch zu veröffentlichen.

Königstein Fortress while sunrise
(550D, 40 mm, F/8.0, 1/20 sec, ISO 100)

Auch wenn es hier nicht den Anschein macht, habe ich dennoch viele verschiedene Blickwinkel ausprobiert, doch letztendlich war dieser eine doch der schönste – zumindest für mich.
Von vielen Fotografen heißt es immer Sonnenauf- oder Sonnenuntergang ist das schönste licht. Lange Zeit lang bezog sich diese Aussage für mich lediglich auf den Untergang der Sonne, schlicht und einfach weil ich absolut kein Morgenmensch bin … und es sicherlich auch nicht mehr werde :D. Und dennoch war dieser Sonnenaufgang viel mehr als nur ein gutes Licht oder ein neuer Tag. Es hatte schon irgendwie etwas magisches an sich. Die Lichtstimmung änderte sich ständig. (Zwischen den beiden Bildern liegt beispielsweise gerade mal eine halbe Stunde.)
Dazu kam diese herrliche Ruhe, die es möglich machte die erwachende Fauna zu hören. Keine Hektik übertönte die Umgebung, keine Wanderer die sich lautstark unterhielten. Es gab einfach nur die Flora und Faune – und mich.

Königstein Fortress recently after sunrise
(550D, 2 x 100 mm, F/8.0, 1/25 sec, ISO 100)

Die Sonne war bereits aufgegangen und die rötliche Färbung erreichte das Maximum. Dabei dachte ich bereits vor einigen Minuten das es nun wohl allmählich einfach nur ins normale Tageslicht überginge.
Dennoch tue ich mich doch etwas schwer die Stimmung die ich live bewusst aufgenommen habe in bildlicher Form wiederzugeben. Ich komme nahe heran, trotzdem war es live einfach nur überwältigend, wohl auch da noch andere Sinneseindrücke auf mich einwirkten.

Auch auf die Gefahr hin in den Tenor so vieler Fotografen mit einzusteigen: Leute es lohnt sich absolut mitten in der Nacht aufzustehen um einen Sonnenaufgang zu erleben! Auch für die weniger fotografisch ambitionierten Menschen lohnt es sich sicherlich mal den ein oder anderen Sonnenaufgang zu erleben ;).
Jedenfalls bin ich so noch wesentlich zufriedener in Richtung Dresden aufgebrochen als ich es nach den Milchstraßenfotos war. Gegen sieben Uhr war ich auch schon wieder in meiner Wohnung und habe mich noch einmal schlafen gelegt.

Diese paar Stunden haben mir so viel mehr beschert als einfach nur schöne Bilder, nein es war ein Erlebnis und auch die Erkenntnis dass mir zeitiges aufstehen sehr viel weniger ausmacht, wenn ich diese Zeit mit meinem Hobby verbringe.

Der Amselfall

Wie im letzten Beitrag angekündigt habe möchte ich euch heute den Amselfall und die Amselfallbaude präsentieren. Der Weg bis zum Wasserfall ist nur unwesentlich beschwerlicher als der restliche Weg meiner Wanderung. Der Ausblick und auch der Wasserfall entschädigen die Anstrengungen jedoch mehr als nur ein wenig. Von April bis Oktober können Besucher auch in der Amselfallbaude einkehren um sich ein wenig auszuruhen und zu stärken. Ob sich zu den Zeiten ein Ausflug dahin lohnt kann ich allerdings nicht sagen, da ich nicht weiß wie überlaufen dieser Ort dann sein wird. Als ich da war waren nur vereinzelt einige wenige Wanderer anzutreffen.
Ganz nebenbei gibt es an der Baude noch einige Informationstafeln zur Entstehung des Sandsteines, sowie der Vegetation in dieser Gegend.

Amselfallbaude
(Panorama aus 6 Aufnahmen, 28 mm, F/4.0, 1/15 sec, ISO 100)

Es ist wirklich traumhaft zu sehen, wie versucht wurde um die bestehenden Gegebenheiten herum zu bauen. Der Wasserfall verläuft somit zwischen den beiden Gebäuden hindurch, es wurden lediglich einige Betonplatten ausgelegt um eine ebene Fläche zu schaffen.

Amselfall
(550D, 11mm, F/11, 30 sec, ISO 100)

Der Wasserfall an sich war zwar nicht sooo groß wie ich ihn erwartet hatte, aber dennoch schön anzuschauen. Dadurch das nur einige wenige Personen oben anwesend waren, war das fotografieren sehr angenehm. Niemand stand mir im Bild und auch ich stand keinem im Bild.
Oberhalb des Falles gibt es eine kleine Staustufe, so dass hier ein wenig getrickst werden kann um ihn beeindruckender aussehen zu lassen ;).

Stram and mossy rocks
(550D, 28mm, F/9.0, 20 sec, ISO 100)

Linkerhand geht der Wanderweg, ein Teil des Malerweges, hinauf. Ich bin diesem Weg anschließend noch ein ganzes Stück gefolgt. Ich war auf der Suche nach schönen Bachverläufen, und ich wurde fündig.
Bei dem Bild habe ich allerdings ein wenig in die Trickkiste gegriffen, es ist nämlich genau genommen eine Montage aus zwei Einzelaufnahmen. Ich habe zusätzlich eine Aufnahme erstellt, bei welcher der Fokus ausschließlich auf dem vorderen Stein lag. In der Bearbeitung konnte ich beide Aufnahmen zusammenmontieren. Um so ein Bild zu erhalten, welches eine wesentlich größere Tiefenschärfe besitzt, als wenn ich dieses Bild mit einer extrem geschlossenen Blende aufgenommen hätte. Da durch die Beugungsunschärfe wieder sehr viele Details verloren gehen würden.

 Stream and "Talwächter"
(550D, 40mm, F/7.1, 1/50 sec, ISO 100)

Nun, da ich mir ein wenig ausgeruht hatte und meine Bilder im Kasten waren machte ich mich auf den Heimweg. Da ich mittlerweile allerdings doch schon hungriger (und somit auch ungeduldiger) wurde nahm ich den gleichen Weg noch einmal zurück. Bei diesem letzten Anblick musste ich meine Kamera jedoch noch einmal aus dem Rucksack holen. Zu sehen ist hier wie der Bachlauf sich durch die Landschaft schlängelt um am Ende in den Amselsee über zu gehen und am Horizont erhebt sich der Talwächter in die Höhe.

Schwarzfärbergrund/ Höllgrund

Es war Ende Februar und ich hatte keine Lust das gesamte Wochenende nur in Dresden zu verbringen. Ich nahm mir also meine Wanderkarte, welche den gesamten Malerweg zeigte, und sah mich nach Aussichtspunkten um. Ich schaute nebenbei immer über die Google Bildersuche, ob es sich lohnt einen Ausflug dahin zu unternehmen. Einige Anläufe Später stand mein Ziel fest: der Schwarzfärbergrund sowie der Amselsee. Meine Überlegung war, dass es bei einem See im Tal auch irgendwo einen Wasserfall geben muss. Den Wasserfall gab es auch, jedoch befindet sich dieser nicht am See, folglich war ich auch nicht am See. Doch mehr dazu im nächsten Beitrag.
Ich brach also Vormittag in Dresden auf, bei annehmbar gutem Wetter. Irgendwie wollte mein Navi nicht so wie ich und ich musste kurzerhand auf die Google Maps App meines Telefons zurückgreifen. Einziges Problem dabei war, dass mein Handy immer wieder, vor allem im Gebirge, das GPS Signal verlor und somit meinen letzten Standort mehrere Minuten lang anzeigte. Somit war es ja kaum vermeidbar, dass ich mich ein wenig verfahren habe. Ich bin nämlich versehentlich bis nach Hohnstein gefahren. Was rückwirkend gesehen zu vernachlässigen war, da es eine herrliche Serpentinenstraße ist. Ich hatte meinen Spaß.
Als ich nun also wieder auf dem richtigen Weg war, kam ich gleich an meinem eigentlichen Ziel vorbei, diesem wunderschönen Ausblick.

View of the "Schwarzfärbergrund" in "Nationalpark Sächsische Schweiz"
(550D, 20x 100 mm, F/11, 1/160 sec, ISO 100)

Glücklicherweise befindet sich dort eine etwas größere Parkbucht, so dass bequem fünf und mehr Autos Platz finden. Mittlerweile war es leider etwas diesig geworden, ich fand es absolut passend. So bekommt das Panorama eine ganze andere Wirkung.
Nur beim Zusammensetzen stieß Elements deutlich an seine Grenzen und so habe ich sämtliche Tricks angewandt um das Bild dennoch erstellen zu können. Das ging vom schrittweisen zusammensetzen, über manuell zusammensetzen (weil zu wenig Überlappung vorhanden war) bis hin zum kleiner skalieren, da ich die maximale Breite an Pixeln erreicht hatte. Am Ende bin ich dennoch super zufrieden mit dem Ergebnis und damit hat sich die Mühe ja schon gelohnt.

Nachdem ich diese Bilder also im Kasten hatte setzte ich meinen Weg fort, um mein Auto auf dem nahe gelegenen Parkplatz abzustellen. Glücklicherweise kam gerade eine Gruppe Wanderer zurück und wir konnten unsere Parkplätze tauschen, denn ich stand sehr ungünstig.

Der Weg, den ich mir ausgesucht hatte, war recht unkompliziert, denn es gab nur drei Kreuzungen und man kann sich eigentlich nicht verlaufen ;). Schon nach wenigen Metern befindet sich die Straße außer Hörweite und ich konnte die Natur genießen. Da ich, dank meiner recht kurzfristigen Planung, allein unterwegs war, hörte ich noch meine Musik. Da ich nun aber auch noch die Natur um mich herumhören wollte war die Musik so laut leise wie noch nie, beinahe schon aus.
Hikingtrail
(550D, 4x 11 mm, F/5.0, 1/20 sec, ISO 100)

Da ich ja absolut nicht in Eile war nahm ich sehr viele kleinere Details wahr, die sicherlich so mancher Wanderer übersehen hätte. Dabei bin ich immer wieder aufs neue davon begeistert wo und wie die Pflanze Wege finden zu wachsen.

Little tree
(550D, 84 mm, F/$.0, 1/30 sec, ISO 100)

Hier und da fand ich alte Inschriften auf den Sandsteinen am Wegesrand, die mal besser und mal schlechter zu lesen waren. Manche davon waren deutlich bewachsen und andere hingegen waren schlicht und einfach bereits verwittert. Beachtlich fand ich, dass die Wege schon zum Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurden, was stellenweise einen erheblichen Aufwand dargestellt haben muss.

Milestone
(550D, 24 mm, F/4.0, 1/100 sec, ISO 800)

Nach einer ganzen Weile kam ich schließlich an einer Weggabelung an, welche nach links in Richtung Amselsee, nach rechts zum Amselfall führte. Ich ging also nach rechts.
Mittlerweile gesellte sich zu dem Vogelgezwitscher und dem Rascheln der Bäume ein leises Plätschern hinzu, denn neben dem Weg befand sich der kleine Bach, welcher vom Wasserfall in Richtung See fließt. „Traumhafte Gegend“ dachte ich so bei mir „eigentlich verdammt schade, dass du so selten in der Sächsischen Schweiz unterwegs bist…“ Zumindest habe ich mir vorgenommen dieses Jahr öfters mal durch die Wälder zu schlendern ;).

Irgendwann kam ich an einer Stelle vorbei, die vorsah, dass man Kneippkurbäder machen konnte. Doch dazu war es viel zu kalt und laut der Anleitung soll man die Füße, ohne diese wieder abzutrocknen, in Socken und Schuhe stecken. Ein anderen mal bestimmt …

Wenig später führte mich der Weg über eine Brücke, doch mich zog es magisch weg vom Weg. Denn gleich an der Überführung befand sich im Bachlauf ein kleiner Absatz. Ich räumte noch fix einen größeren Ast aus dem Wasser, da mich dieser im Bild viel zu sehr störte. Da ich dann aber doch zu träge war meinen ND-Filter aus dem Rucksack zu holen, blendete ich einfach etwas weiter ab. Manchmal ist weniger eben halt doch mehr.

Small bridge
(550D, 28 mm, F/16, 0,5 sec, ISO 100)

Ich hatte gerade mein Stativ wieder am Rucksack befestigt und war einige Meter weiter gelaufen, da machte der Bach eine wunderschöne S-Kurve. Das Motiv gefiel mir so gut, dass ich wieder alles aufbaute. Dieses mal wollte ich allerdings nicht so viel Dynamik im Bild haben, somit war ich nun doch gezwungen meinen ND 1.8* heraus zu holen.

Small stream
(550D, 105 mm, F/11, 30 sec, ISO 100)

Gar nicht mehr lange hin und ich hatte mein Tagesziel erreicht, den Amselfall. Ich genoss am Wasserfall die Geräuschkulisse, ein unglaublich entspannendes Plätschern, sowie mein Telefon ohne jegliches Netz.

Langsam aber sicher meldete sich nun mein Magen, denn ich hatte, bis auf Frühstück, heute noch nichts weiter gegessen. Sei’s drum, denn ich hatte ja noch ausreichend Wasser, um irgendwie so etwas ähnliches wie ein Sättigungsgefühl zu erreichen. Ich begab mich also wieder auf den Rückweg.

Die erste Strecke lag bereits wieder hinter mir als mir ein Stein auffiel. Er lächelte. Nun waren die Strapazen und der Hunger endgültig vergessen. Ich machte noch ein paar letzte Bilder und ließ danach meine Kamera wieder im Rucksack verschwinden. So konnte ich letzten Endes die Natur noch bewusster wahrnehmen und ganz ohne sie nur durch meinen Sucher zu betrachten.

 Smile
(550D, 24 mm, F/4.0, 1/20 sec, ISO 200)

Die Rückfahrt nach Dresden verlief dieses mal ohne mich zu verfransen. Dennoch war es ein komplettes Kontrastprogramm wieder in Dresden angekommen zu sein. Alles war laut und hektisch, so wie Städte und unser Leben heutzutage ja scheinbar sein müssen.
Muss es ja gar nicht. Denn nicht mal eine Stunde war ich unterwegs und da fand ich absolute Ruhe und Entspannung vor. Was letztendlich für mich der Grund ist solche Ausflüge doch öfters einmal in Angriff zu nehmen.


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