Die Rakotzbrücke im Schnee

Nachdem meine Kamera nun recht lange nur gelegentlich und bei familiären Anlässen zum Einsatz kam, wollte ich einen kleinen Ausflug unternehmen um Fotos aufzunehmen. Glücklicherweise kam ich gerade rechtzeitig wieder von meiner Dienstreise aus Bukarest zurück um eine winterliche Landschaft vorzufinden.

Die Idee die Rakotzbrücke erneut abzulichten hatte ich schon etwas länger. Einzig und allein das Wetter spielte da nicht mit, denn ich wollte Schnee.
So begab ich mich auf den Weg nach Kromlau. Gegen zehn Uhr morgens hatte ich mein Ziel erreicht und zu meinem Erstaunen war der Parkplatz vollkommen leer.
Da ich wenig Interesse an nassen Socken hatte, zog ich mir meine hohen Wanderschuhe an, was sich als ausgezeichnete Idee herausstellte. Denn um den See waren die Wege nicht geräumt, was für mich absolut verständlich ist für so eine abgelegene Sehenswürdigkeit.

Ich schlenderte um das Gewässer und experimentierte mit sämtlichen Brennweiten und Blickwinkeln herum. Und es begann zu schneien, was absolut traumhaft war. Da mir lediglich einige kleine Vögelchen Gesellschaft leisteten, war eigentlich nur das leise rieseln des Schnees, sowie das knirschen meiner Schritte zu hören.

Stairs and a statue of Herkules

Nachdem ich meine erste Runde um den See nahezu beendet hatte viel mir die Treppe mit der Herkulesstatue auf. Ich hatte diese zwar beim letzten Besuch auch bemerkt, jedoch durch die vielen Besucher gar nicht als Motiv wahrgenommen.
Dieses mal lud es mich geradezu ein den Auslöser zu betätigen. Einzig die Statue konnte ich nicht exakt mittig zur Treppe anordnen, da die Eisfläche definitiv nachgegeben hätte, hätte ich diese betreten.

Als ich meine erste Runde beendete begab ich mich zu dem Aussichtspunkt, wo sich auch Bänke befinden. Ich ging abermals direkt ans Wasser, dabei stellte ich fest, dass der Wasserpegel um einiges niedriger war als bei meinem letzten Besuch. Das wiederum ermöglichte es mir eine etwas andere Perspektive zu nutzen. Denn von den Bänken betrachtet, befindet sich der Basalt im rechten Drittel des Brückenbogens.

Rakotzbrücke

Nun konnte ich mir die Parallaxe zunutze machen und die Steine zentraler platzieren. Dabei empfand ich diese Position  als die geeignetste. Manchmal können auch so kleine Änderungen, wie in dem Fall zwei bis drei Meter, schon eine recht deutliche Auswirkung haben.

Ich hatte recht zeitig bemerkt wie deutlich sich der hellgrüne Basalt vom tristen Geäst des Waldes abhob. Und so wollte ich das noch einmal detaillierter aufnehmen. Gedacht, getan.

Basalt

Mittlerweile hatte es aufgehört zu schneien und die Färbung kam bedeutend besser zur Geltung. Diese Farbe bringt einen herrlichen Kontrast zum verhältnismäßig farblosen Hintergrund, was lustigerweise im Herbst genau umgedreht der Fall ist. Wie wandlungsfähig diese Natur doch ist…

Dieser Ausflug war für mich ein herrlicher Ausgleich zu einer sehr hektischen und chaotischen Woche. Genau solche Moment verdanke ich einzig und alleine meinem Hobby – der Fotografie.
In diesem Sinne … bis bald. 🙂

Gespensterwald in Nienhagen

Wie könnte ich denn besser vor diesem tristen und dunklen Novemberwetter fliehen, als die Erlebnisse von der Ostsee noch einmal Revue passieren zu lassen. Denn momentan sind die Tage bereits wieder so kurz geworden, dass ich mich in der Morgendämmerung in Richtung Arbeitsstelle aufbreche und erst im dunkeln wieder auf dem Heimweg bin.

Als ich an meinem Abreisetag morgens in Rostock wieder aufbrach hatte ich noch zwei weitere Ziele, die ich noch ansteuern wollte. Eines davon war Nienhagen, genauer gesagt der Gespensterwald den es dort gibt. Aber wieso denn eigentlich Gespensterwald, gibt es da etwa Geister?
Natürlich spukt es dort nicht wirklich und doch ist dieser Wald etwas besonderes. Hauptsächlich gibt es da Buchen und Eichen, die in den Teils 170 Jahren durch den Wind, der meist von der See her aufs Land trifft geformt wurde. Auch die salzige Seeluft hat ihr übriges getan um den Bäumen ihren ganz besonderen Charakter zu geben.

Ghost Wood coast in Nienhagen

Der Wald befindet sich an einer kleineren Steilküste, welche ca zehn Meter hoch über den Meeresspiegel liegt. Diesen Kontrast wollte ich natürlich auch im Bild festhalten. Ich musste dieses mal auch kaum Geduld aufbringen und einige Sonnenstrahlen trafen auf die Bäume und die Wiese. Somit war für mich das erste Foto recht zügig im Kasten.

Ich ließ es mir natürlich auch nicht nehmen mal bis an die Ostsee zu gehen, dafür folgte ich einfach einem Weg, der mich in die östliche Richtung führte. Ein Weilchen später konnte ich bequem die Treppe zum Strandbad Nienhagen nehmen.

Ghost Wood

Auf dem Rückweg zum Auto sah ich an einem der Aussichtspunkte einige Pärchen, die einen Spaziergang machten. Irgendwie fehlte mir da noch etwas in den Bildern und die beiden Personen boten sich da echt gut an. So habe ich lediglich darauf gewartet bis die anderen Pärchen hinter den Bäumen verschwanden und schon hatte ich das Bild, wie ich es wollte.

gespensterwald nienhagen.jpg

Bevor ich mich wieder zurück zum Auto begab wollte ich die Szenerie noch einmal in einem Panorama festhalten. Um diesem Bild gerecht zu werden habe ich mich dazu entschieden mal eine etwas extremere schwarz/weiß Version anzufertigen. Diese gefiel mir auf Anhieb sehr gut.
Im Anschluss ging ich zurück zum Fahrzeug mich wieder etwas aufwärmen, denn der Wind war recht kräftig an diesem Tag.

Rückblickend hat sich dieser Umweg für mich absolut gelohnt, denn so ein außergewöhnliches Fleckchen Erde habe ich bis dato noch nicht gesehen.
In diesem Sinne … bis bald, euer Daniel.

Stadthafen Rostock

Was wäre denn ein Bericht über eine Küstenstadt ohne den Hafen beleuchtet zu haben? In meinen Augen irgendwie unvollständig, deswegen möchte ich dies heute nachholen.
Nachdem ich aus Warnemünde wieder zurück im Hostel war und mich kurz ausgeruht hatte, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen noch einen Spaziergang an den Hafen zu machen. Die ganzen Aufnahmen von Architektur und Landschaft haben mir zwar schon gefallen, doch ich wollte mich auch mal wieder mehr den Details widmen.

Für mich strahlt ein Hafen sehr vieles aus: Zum einen Ruhe – denn die Bote bewegen sich für Gewösehr beruhigend in Wind und Wasser; Abenteuer und Reise – schließlich bieten sich hierfür unzählige Möglichkeiten; und letztendlich auch Freude beim wiedersehen nach einer Ausfahrt.
Um all diese Facette hätte ich wesentlich mehr Zeit benötigt, als die paar Stunden, welche ich am Hafen verbracht habe. Nichts desto trotz habe ich diese Zeit da sehr genossen.

Rostock port

Um nicht völlig von all den ganzen Segelbooten und Kuttern übermannt zu werden begann ich mich recht schnell auf einige wenige Details zu konzentrieren. Schließlich hatte ich ja nicht vor Bilder zu machen, wie sie viele andere Urlauber machen würden.

Mein erstes Objekt der Begierde war hierbei die „Star of Hope“, ein wunderbar nostalgisches Segelboot. Gerade die Spuren, welche der Zahn der Zeit hinterlassen hatte, gaben diesem Boot diesen besonderen Charakter, mit dem es sich von vielen anderen abhob.

Rope on the

Als ich mich allmählich vom Bug zum Heck durcharbeitete, erblickte ich diese Seilschlaufe. Dieses Detail ist zwar so trivial, wenn es um die Schifffahrt geht und dennoch richtete sich meine Aufmerksamkeit voll und ganz darauf.
Nun geht es mir vermutlich so wie sehr vielen Fotografen, die erst hinterher die Störer auf dem Foto erkennen. Mal ist der Horizont völlig schief, mal befinden sich am Bildrand störende Elemente, oder wie in meinem Fall waren die beiden Hebel der Ankerwinde waren nicht zu sehen. Das ist der große Vorteil bei der digitalen Fotografie, ich sehe sofort was mir nicht passt. All das hätte ich auch vor dem betätigen des Auslösers sehen können, was wiederum Fluch und Segen gleichermaßen ist – man fotografiert nicht ganz so bewusst.

Ich schlenderte weiter entlang dieses Bootes und erblickte nahezu sekündlich neue Feinheiten, aber keine die sich für ein schönes Motiv eigneten und so zog ich weiter zum nächsten Schiff.

Cable pull on the

Wie auch das Segelboot war die „Santa Barbara Anna“, ein Schoner, eines der älteren Modelle. Wie schon beim letzten Boot erblickte ich sofort Details, die ich aufnehmen wollte. Eines davon war dieser Flaschenzug, der vermutlich dazu dient eines der Segel hissen zu können. Ich benötigte auch hier wieder einige Anläufe um diesen so in Szene zu setzen wie er mir gefiel. Einige Auslösungen später hatte ich zumindest schon einmal einen super Winkel herausgefunden und machte mich sofort daran diesen so zu verfeinern, dass die volle Aufmerksamkeit auf dem Flaschenzug lag und dennoch erkennbar ist wo dieser angebracht war. Es ist ja schließlich auch wichtig einen Kontext erkennen zu können.

Letztlich sind Feinheiten ja auch was schönes und werden von vielen kaum noch wahrgenommen. Doch Einzelheiten alleine sind alleine auch nur begrenzt sehenswert, solange der Blick für das große Ganze fehlt.

"Santa Barbara Anna"

Darum konnte ich es mir nicht nehmen lassen diesen wunderschönen Schoner auch in seiner ganzen Pracht abzulichten. Nun hatte ich drei Möglichkeiten dazu: weiter zurückgehen fiel leider aus, da sich hinter mir ein Parkplatz befand; mein Tokina auf die Kamera schnallen wollte ich nicht, da ich diese extreme Verzerrung vermeiden wollte; oder aber ich erstellte ein Panorama aus mehreren Einzelaufnahmen. Da es bereits dunkler wurde und nun auch etwas die Faulheit durchkam war die Entscheidung recht fix gefällt und ich entschied mich für letzteres, zumal ich das 24 mm bereits am Body hatte. Anschließend begab ich mich langsam wieder in Richtung Stadzentrum, wovon ich jedoch bereits berichtet habe.

Damit kann ich nun auch den Bericht zu einem meiner Reiseziele, nämlich Rostock, als abgeschlossen betrachten.
Bis bald, euer Daniel.

Rostock und seine Sehenswürdigkeiten

Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, habe ich zwei Nächte in Rostock verbracht. Nun wollte ich natürlich auch die Stadt an sich besichtigen und nicht lediglich nur die Ostsee sehen. Mit der Intension zog ich bereits am Donnerstag Abend herum und suchte mir einige Motive innerhalb der Altstadt heraus. Leider war die Ausbeute recht mau, da ich ständig wieder Regentropfen auf der Frontlinse hatte, welche oftmals recht unschön die Straßenbeleuchtung eingefangen haben.

So ist innerhalb der ersten Stunden in Rostock lediglich ein Bild entstanden. Doch dieses Bild gefiel mir wirklich sehr gut. Obwohl ich zu dem Zeitpunkt bereit nass und durchgefroren war verbrachte ich einige Zeit am Marktplatz. Den Großteil davon zwar schutzsuchend, da es nun nicht mehr nur nieselte. Doch das spielt hinterher keine Rolle mehr.
Rückblickend bin ich echt erstaunt, wie viel Geduld ich mittlerweile aufbringe beim fotografieren. Das wäre noch vor nicht all zu langer Zeit undenkbar gewesen. Dabei ist das Aufnehmen der Bilder lange nicht mal mehr das Zeitaufwändigste – nein eher das warten auf den richtigen Moment um wirklich alles so auf den Sensor zu bekommen wie ich es haben möchte.

Town hall Rostock

Wirklich fest vorgenommen habe ich mir in Rostock eigentlich absolut kein Motiv. Ich wollte mich einfach mal nur treiben lassen und dabei ablichten, was meine Aufmerksamkeit gewecke. So bin ich am Vormittag meines ersten kompletten Tages in Rostock noch etwas in der Innenstadt herumgelaufen und habe mich dann auf den Weg nach Warnemünde begeben. Zumindest war das mein Vorhaben, denn ich bin erst einmal in die falsche Richtung gefahren. Das passiert schon mal, wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt und selber noch etwas verpeilt ist. Doch dazu dann mehr in einem der folgenden Beiträge…

Am späten Nachmittag war ich dann auch wieder in der Altstadt unterwegs, nachdem ich eine kurze Pause im Hostel eingelegt habe. Der Rucksack wurde nämlich mittlerweile schon recht schwer auf dem Rücken.
Ich ließ mich wieder nur treiben, suchte gelegentlich via Google Maps vermeintlich interessante Gegenden heraus und so bekam ich die Möglichkeit gleich zwei der Kirchen auf einem Foto zu vereinen: Die St. Nikolai- Kirche links und die St. Petri- Kirche rechts.

Two Churches in Rostock

Die St. Petri- Kirche befand sich nahezu permanent in meinem Sichtbereich. Durch ihren sehr großen Kirchturm ist diese sehr präsent im Bereich der Innenstadt.

Nach einem Abstecher zum Stadthafen der Hansestadt kehrte ich wieder zu einem Motiv des ersten Abends zurück, dem Kröpeliner Tor. Da es mir der Regen des Vortages nicht ermöglichte dieses Tor abzulichten, startete ich nun einen neuen Anlauf.
Ich wollte den Weg zum Tor nutzen und den Turm schön symmetrisch im Bild platzieren. Im nachhinein fand ich jedoch ein anderes Bild davon wesentlich stimmiger für mich, nämlich dieses hier.

Kröpeliner Gate

Denn eigentlich wollte ich mir gerade etwas zu essen besorgen, da kam ich an diesem kleinen Wasserspiel vorbei. Mir kam sofort die Idee, die nassen Steine als reflektierende Fläche zu nutzen um eine Spiegelung des Turmes zu erzeugen. Leider hat das vorhaben nur im Ansatz funktioniert, doch ich mag dieses Bild wesentlich mehr als die Bilder, welches man en masse via Google findet. Auch die Personen im Bild finde ich absolut nicht störend, auch wenn diese sich zu viel bewegt haben. Man kann ja schließlich nicht alles haben. 😉

Nachdem ich nun wieder gestärkt war experimentierte ich noch etwas auf dem Marktplatz mit den fahrenden Straßenbahnen herum. Diese Experimente überzeugten mich jedoch nicht so sehr um diese hier zu präsentieren. Doch ich übertrug die Erkenntnisse daraus auf das Steintor und die fahrenden Autos.

Denn vor kurzem schnappte ich in einem Video den Tipp auf nachts den ISO etwas anzuheben um somit die Beleuchtung der fahrenden Fahrzeuge, denen der Umgebung anzupassen. Ich muss sagen, dieser Tipp war Gold wert.
Auch hier musste ich sehr viel Geduld aufbringen. Erst war die Belichtung immer etwas zu kurz, so dass sich diese Streifen nicht durch das gesamte Bild ziehen und dann war die Straße recht schwach befahren. So musste ich teilweise mehrere Minuten lang warten bis mal wieder ein Fahrzeug vorbei kam. Jedoch hat es sich vollkommen ausgezahlt. Günstigerweise war das Hostel nur wenige Schritte vom Steintor entfernt und so war dieses das letzte Bild, welches ich an diesem Tag machte.

Am nächsten Morgen wollte ich noch einmal auf den Marktplatz, da ich hoffte gäbe nicht wieder so viele Stände. Doch leider war der Platz abermals gefüllt. Allerdings konnte ich nun das herrliche Wetter nutzen um das Oberlandesgericht noch einmal abzulichten. Im dunkeln waren sämtliche Details dieses Gebäudes recht unauffällig geblieben.

Battlement

Da ich den gotischen Baustil sehr mag ließ ich es mir nicht nehmen auch einige Detailaufnahmen anzufertigen.
Neben einigen detaillierten Fotos wollte ich das Gebäude in gänze ablichten, doch eine sehr kurze Brennweite hatte zur Folge, dass ich immer Fahrzeuge mit im Bild hatte. So entschied ich mich zu einem vertikalen Panorama, bestehend aus drei einzelnen Aufnahmen mit meiner 24 mm Festbrennweite.
Higher Regional Court

Auf diesem Tripp habe ich das 24er lieben gelernt und frage mich seither wie ich solange ohne auskommen konnte.
Das soll es nun erst einmal gewesen sein, und in diesem Sinne … Bis bald, euer Daniel.

Ein Besuch auf der Festung Königsstein

Der letzte Beitrag liegt schon wieder viel zu lange zurück. Zum Teil geschuldet an meinem Zeitmanagement und auch an der zweiten Schicht, in welcher ich gerade arbeiten gehe, was jedoch nur eine temporär ist.

Mitte Juli wollten wir, der Paul und seine Frau, sowie deren Trauzeuge, mal wieder in die Sächsische Schweiz fahren. Leider war das Wetter nicht sonderlich geeignet für eine Wanderung und so entschieden wir, dass wir einfach mal auf die Festung Königsstein fahren. Da mein letzter Besuch dort schon echt weit in der Vergangenheit lag wurde es tatsächlich mal wieder Zeit dafür.

Winch

Als wir zur Festung gelaufen sind und diesen recht steilen, und dank des Regens etwas rutschigen, Aufgang erklommen hatten offenbarte sich mir das erste Motiv. An sich nur ein Seilzug, aber dank der Beleuchtung wirklich schön in Szene gesetzt.
Ich wollte recht viele Detailsaufnahmen erstellen, da die Gebäude zwar recht schön sind, aber eben auch schon von vielen anderen abgelichtet wurden.

Lilienstein and the river Elbe

Als wir unsere Runden drehten hatte ich mir vorgenommen dieses Bild aufzunehmen. Probiert habe ich die Aufnahme von verschiedensten Standorten, doch irgendwie hat mich bei vielen immer etwas getört, bis auf  bei dieser. Das Foto besteht aus 4 Einzelaufnahmen bei 11 mm und der gebeugte Horizont entstand ungeplant beim zusammenfügen, jedoch fand ich diesen hier wirklich gut und habe ihn einfach nicht begradigt.
Das Bild zeigt den Lilienstein, welchen ich auch bereits im Mai abgelichtet hatte. Im Bild ebenfalls enthalten ist das Thürmsdorfer Mausoleum, von da aus habe ich nach den Fotos der Milchstraße auch den Sonnenaufgang genießen können.

Cannon

Nun hatte ich gerade mein Tokina an der Kamera und fand es recht spannend auch mal mit diesem Objektiv ein paar Details auf den Sensor zu bringen, auch um auch mal wieder ein wenig zu experimentieren. Ich finde es recht angenehm auch etwas mehr Kontext zu den Einzelheiten zu haben. Auch wenn ich so auf wesentlich mehr Achten musste als einfach nur auf die Feinheiten, schließlich waren wir auch nicht alleine auf der Festung unterwegs. Doch letztendlich zahlt sich die Geduld ja in den meisten Fällen aus und wenn nicht, bin ich um eine Erfahrung reicher geworden.

Königstein Fortress

Mit welcher Raffinesse die Festung zu der damaligen, im 13. Jahrhundert errichtet wurde, finde ich absolut faszinierend. Wie der natürliche Sandstein allmählich in eine errichtete Mauer übergeht ist wirklich beachtenswert. Zumal sämtliches Baumaterial mit einfachsten Mitteln herbeigeschafft werden musste.

A row of cannon

Schließlich wollte ich es nicht nur auf mein „Immerdrauf“, dem 24-105 mm belassen, sondern ebenfalls wieder etwas kreativer Fotografieren. Ich habe nämlich beobachtet, dass ich mit diesen Brennweiten recht träge wurde und das wollte ich unbedingt unterbinden. Und was bietet sich da besser an, als eine Festbrennweite ;).
Auch hier war wieder einiges an Geduld gefragt, denn um diese Fläche menschenleer zu erwischen musste ich etwas ausharren. Was ich aber gar nicht schlimm finde, denn unser Alltag ist schon hektisch genug.

In diesem sinne Bis bald wieder, euer Daniel.

 

Die BRN 2016

Die letzten Tage und Wochen war es leider wieder sehr ruhig hier. So ruhig, dass es mich selbst schon gestört hat. Nur leider war mir, ehrlich gesagt, mal so gar nicht nach Fotografieren zumute und da ich hier nur Bilder veröffentlichen möchte, hinter denen ich auch voll und ganz dahinter stehe…

Nun findet jedes Jahr im Juni ein Stadtteilfest der etwas anderen Art statt. Wie der Name „Bunte Republik Neustadt“ schon vermuten lässt, befindet sich dieser Trubel in der Neustadt Dresdens. Diese Veranstaltung lässt sich am einfachsten beschreiben als ein sehr großer und bunter Schmelztiegel der Kulturen. Das alles passt zur Neustadt wunderbar, da dieses Stadtteil einen recht alternativen Ruf genießt. Allerdings bin ich zur BRN nur einmal nachts gewesen. Doch das ist schon nix mehr für mich, da ist mir viel zu viel los ;).

Colourful

Nicht nur sind da alle Straßen sehr bunt geschmückt, nein auch die musikalischen Eindrücke sind sehr breit gefächert. Somit ist, in meinen Augen, auch sichergestellt, dass für jeden etwas dabei ist.

Playing the Hang

Ich schlenderte gemütlich durch die Straßen und ließ mich immer mehr treiben. So kam es, dass ich in die Kunsthofpassagen abbog. Mit einem mal war nun nix mehr von der Hektik zu spüren und nur noch wenig davon zu hören, denn hier spielte ein junger Mann mit seiner Hang. (Wer ein kleines Hörbeispiel von so einem Instrument möchte, kann ja gerne mal hier klicken.)
Wir kamen etwas ins Gespräch und er erklärte mir vieles zu diesem echt faszinierendem Musikinstrument. Unter anderem auch, dass eine komplette Tonleiter mit den dazugehörigen Halbtönen abgebildet ist und das alle Töne  miteinander harmonisieren.

Are you the person you would marry?
(Bist du der Mensch den du heiraten würdest?)

Passend zu diesen sehr angenehmen und extrem beruhigenden Klängen habe ich wenig später diese Beschriftung auf der Straße entdeckt. Es sind so einfache Worte und dennoch regen sie mich sehr zum nachdenken an. Und ehrlich gesagt weiß ich bis heute noch keine eindeutige Antwort darauf. Größtenteils kann ich mit „Ja“ antworten, und dennoch kann ich mich nicht komplett festlegen…
Ich habe inmitten dieses Festes weder die Hangmusik, noch disese nachdenklichen Worte vermutet. Und doch ist es genau dieses unerwartete, was die BRN für mich zu etwas ganz besonderem macht.

Weathermachine

Genau eine Kreuzung weiter befand sich diese Wettermaschine, die gerade am Sonntag (19.06.) vielen Kindern eine angenehme, wenn auch minimale, Abkühlung spendete. Mir hat die Idee und die Umsetzung einfach super gefallen, auch wenn ich diese erst auf den zweiten oder dritten Blick völlig erfasst hatte.

Free Hugs

Immer mal wieder bekam ich Menschen mit diesen wunderbaren Schildern zu Gesicht. Warum also nicht, dachte ich mir. Schließlich lädt die Stimmung auf den Straßen einen förmlich dazu ein :).

 Music on the roof
(Panorama aus 7 Hochformat-aufnahmen)

Am Sonntag war die Stimmung auf den Straßen sehr entspannt. Überall saßen die Anwohner draußen auf den Straßen und Frühstückten ausgelassen. Tische, Stühle, Sessel, Sofas, ja selbst Teppiche und Zimmerpflanzen wurden auf die Straßen gestellt. Bei „Katys Garage“ spielte eine Band  auf dem Dach. Das habe ich bereits öfters beobachten können und ich vermute das es sich dabei um eine Art Tradition handelt.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist euch einen Einblick zu gewähren. Auch ist so etwas für mich eine gute Gelegenheit mal ein wenig Reportagefotografie zu betreiben, schließlich möchte ich mich ja in möglichst vielen Bereichen versuchen.
Also dann bis bald, euer Daniel.

Ein Ausflug zu dem Pfaffenstein

Ende April waren meine Schwester und ich unterwegs zu dem Pfaffenstein. Ist zwar schon wieder viel zu lange her, dass ich unterwegs war aber nichts desto Trotz sind die Bilder nicht weniger schön anzusehen und ein Verfallsdatum habe ich bis heute noch nicht gefunden.
Ich hatte bei diesem Ausflug die glorreiche Idee in Königsstein zu parken um dann über Pfaffendorf zu dem Fels zu wandern. Wir waren noch keine fünf Minuten weg vom Auto und waren beide bereits fürchterlich außer Puste. Unser Weg ging erst einmal, gefühlte 200 Höhenmeter hinauf, real waren es sicherlich einige Meter weniger. Zu allem übel stellten wir nach etwa zwanzig Minuten fest, dass wir an einem Parkplatz vorbei kamen – na klasse.
Da ich die Markierung zu meinem geplanten Wanderweg nicht sah folgten wir erst einmal dem Malerweg. Den Fehler bemerkte ich erst viel zu spät und so verlängerte sich unser Hinweg problemlos um den Faktor vier. Was mich allerdings aufgrund des Wetters und der Aussichten nicht weiter störte.

Königstein Fortress(Panorama aus 6 Hochformat-aufnahmen)

Interessant waren auch die Entfernungsangaben auf den Wegweisern. Innerhalb von fünf Minuten verkürzte sich diese um eine satte viertel Stunde. Nur um kurz darauf wieder um fünf Minuten anzusteigen. Wer weiß was da schief gelaufen ist; wir konnten es nicht sein, da es neben unserem keinen weiteren Weg gab.

Endlich tauchte vor uns das Ziel auf. Da gab es zwei Möglichkeiten um auf den Pfaffenstein zu gelangen. Leider ist es bereits zu lange her um noch zu schreiben für welchen der beiden aufstiege ich mich entschied. Schön war dieser auf jeden Fall, denn er führte über eine, in den Sandstein gehauene, Treppe.

Stairs

Endlich oben angekommen machten wir kurz eine Pause. Das tückische bei dem Wetter war jedoch das mir recht schnell wieder ein wenig kühl wurde, so blieb eine Einkehr in die Schenke aus. Egal, dafür waren wir ja auch nicht nach oben gestiegen.

View from the Pfaffenstein
(Panorama aus 3 Querformat-aufnahmen)

Die Aussicht am Aussichtspunkt war phänomenal. An einem der bekanntesten Blicke steht diese, ebenfalls sehr bekannte, Kiefer. Dem Anschein nach steht der Baum das Bäumchen auf dem Felsen. Wiedereinmal habe ich nichts, als Begeisterung für die Natur übrig gehabt.

 Thats me ;)

Da wir hier vor dem leichten Lüftchen geschützt waren, war es sehr angenehm und wir konnten uns ein ganzes Weilchen hier aufhalten. Ich nutzte die Gelegenheit dazu um meiner Schwester meine Kamera in die Hand zu drücken, da ich mal wieder ein neues Profilbild für meinen social media account haben wollte. (Danke noch mal fürs Auslösen.)

Pine on top of the Pfaffenstein
(Panorama aus 13 Hochformat-aufnahmen in zwei Reihen)

Da ich immer mal gerne etwas herumprobiere entstand ein Panorama, welches zum größten Teil aus Unschärfe besteht. Ich fand es ist auch mal wieder etwas anderes und deswegen wollte ich dieses hier nicht vorenthalten, auch wenn es sehr ähnlich zu dem Panorama in Schwarz-Weiß ist.

Anschließend wollte ich noch einen anderen Aussichtspunkt ansteuern, leider verpasste ich diesen und wollte nicht noch einmal die Treppe hinauf gehen, da ich mittlerweile doch schon gut fertig war.

View to sandstone rock

Nach einer Weile bot sich ein faszinierender Blick durch eine Felsspalte dar. Wobei sich die Häuser, von Pfaffendorf, mittig durch das Grün zog. Dieser Kontrast zwischen Natur und dem von Menschenhand geschaffenen war somit in mehrfacher Ausführung enthalten.

Colza in front of the Pfaffenstein

Schließlich gelangten wir wieder auf einen Feldweg. Dieser wäre meine eigentlich geplante Route gewesen, doch wie man weiß kommt es meistens eh anders als geplant. Ich widmete mich ein letztes mal dem Spiel mit der Unschärfe und setzte den Pfaffenstein in den Hintergrund und der Raps gab mir hierbei mein Hauptmotiv.

Wir gingen ein Stück weiter und kamen an der Weggabelung vorbei, an der ich mich gegen meine Schwester durchsetzte und den „falschen“ Weg einschlug. Egal. Hat ja keinem geschadet ;).
Nun lag lediglich noch der Rückweg zum Auto vor uns. Insgeheim verfluchte ich mich wieder nicht bis nach Pfaffendorf auf den Parkplatz gefahren zu sein, denn meine Beine waren bereits sehr schwer geworden und mein Rucksack wollte partout nicht leichter werden.  Am Auto brauchte ich mein restliches Wasser auf und akklimatisierte mich noch einmal bevor wir wieder los fuhren.

Nun denn, das war es erst einmal wieder von meiner Seits. Bis demnächst wieder, euer Daniel.