Die Ostsee – Impressionen aus Zingst

Heute habe ich das völlig graue und dunkle Wetter genutzt und bin noch einmal gedanklich Richtung Ostsee geflohen. Schließlich hatte ich auch noch Bilder in Zingst gemacht.

Aber alles der Reihe nach. Geplant war, dass ich nach meinem Besuch in Nienhagen noch mal ein ganzes Stück gen Osten fahre. Von meinem nächsten Ziel trennten mich nun etwa 80 Km.
Nun bemerkte ich am Strand in Nienhagen, dass das Akkusymbol blinkte. Mist. Ich schob es allerdings auf die recht niedrigen Temperaturen.
Die letzten Bilder in Nienhagen waren auf der Speicherkarte und ich nahm die beiden Akkus aus meinem Batteriegriff und steckte diese in die Hosentasche, in der Hoffnung die letzten Reserven noch mobilisieren zu können. Denn: Eine Möglichkeit um die Akkus zu laden hatte ich nicht mit dabei.

Breakwater and a wave

Da ich jetzt wieder weiter fuhr, hatte ich wenig Gelegenheit mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Zu allem Überfluss verweigerte mein Navi auch noch den Dienst und ich orientierte mich immer mal wieder via Google Maps. So konnte ich mein Ziel wenigstens fürs erste grob anpeilen, zumindest bis es ausgeschildert war.
Aber wieso eigentlich Zingst? Ganz einfach in Zingst dreht sich sehr viel um die Fotografie, wie z.B. das „Horizonte Zingst“ und ich wollte mir das Örtchen einfach mal anschauen.

Was mir bis dato fehlte, war die Stille am Strand. Sowohl in Strahlsund, als auch in Nienhagen war der Strand recht gut besucht. In Zingst wiederum begab sich der Großteil der Besucher auf den Steg. Sehr schnell bemerkte ich, dass dieser Ort auf mich wie eine Art Ruhepol wirkte. Es war einfach nur traumhaft entspannend, wie die Wellen rauschten und ich begann die Möwen zu beobachten.

Look at our Sea

Diese beiden Exemplare machten sofort auf mich den Eindruck, als würden sie nachdenklich auf die See schauen. Was auch immer in ihren Köpfen vorging, ich werde es wohl nie erfahre. Dennoch gefiel mir dieser Anblick so sehr, dass ich diese Foto hier nun präsentieren möchte. Irgendwie gehören Möwen und das Meer ja schon zusammen. 😉

Spread your wings and fly away ...

Kurze Zeit später gelang es mir auch ein Tier im Flug zu erwischen. Das war doch etwas schwieriger als ich es erwartet hätte. Da ich immer nur einen der neun Fokuspunkte nutzen konnte, waren sie doch ein wenig zu flott für mich und meine 550D. Die Option ein Objekt zu tracken besitzt die Kamera nicht und die offene Blende machte es nicht unbedingt einfacher. Um so mehr freut es mich diesen Moment erwischt zu haben.

Railway into the sea

Zu guter letzt weckten ein Paar Schienen meine Neugier. So kam ich zu diesem alten Wagen, der sicherlich dazu diente kleinere Boote zu Wasser zu lassen. Ob der Wagen und die Schienen dazu immer noch genutzt werden, weiß ich allerdings nicht. Dennoch habe ich dieser Szenerie etwa eine viertel Stunde gewidmet bis ich den besten Blickwinkel herausgefunden hatte.
Exakt 12 Bilder später waren meine Akkus leer. Mittlerweile habe ich auch herausgefunden wieso die Energie so schnell zur Neige ging, das 24-105L besitzt ja einen Bildstabi und der war sicherlich dafür verantwortlich.

Mit diesem Beitrag schließe ich nun auch meinen kurzen Trip an die Ostsee ab. Es war zwar etwas kurz, aber dennoch sehr Erholsam und für mich überaus lohnenswert. Ich werde sicherlich öfters mal kleinere Trips machen und sei es nur um mich vom Alltag zu lösen, denn ich brauch so etwas immer mal wieder um für mich einen Ausgleich zu schaffen.
In diesem Sinne …Bis bald, euer Daniel.

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Die Schwäne vom Blauen Wunder

Ich hatte ja bereits im letzen Beitrag angemerkt, dass ich die Schwäne ein ganzes Weilchen beobachtet habe. Heute möchte ich euch meine Ergebnisse zeigen.
Ich bin ja allgemein schon recht beeindruckt von Vögeln. Diese grazilen Bewegungen und die Eigenschaft fliegen zu können faszinieren mich schon sehr. Um so schöner finde ich es, wenn ich solche Tiere außerhalb von Gehegen und Gittern zu Gesicht bekomme. Durch die vielen Menschen, und die damit verbundene Futterquellen, sind diese Vögel ungemein zutraulich. Ich konnte teilweise ganz problemlos auf weniger als zwei Meter an die Tiere heran kommen.

Young swan
(550D, 50 mm Art, F/2.2, 1/2000 sec, ISO 100)

Dieser junge Schwan beispielsweise schwamm recht nah am Ufer entlang, so dass meine 50 mm Festbrennweite das ideale Objektiv waren. Auch wenn dieses Tier nicht reinweiß ist, finde ich es jedoch nicht weniger hübsch als seine Artgenossen.

Swan
(550D, 100 mm, F/2.8, 1/3200 (+1,3 Blenden), ISO 100)

Einige dieser fantastischen Lebewesen sind auch am Ufer entlang gewatschelt. Das gab mir die Gelegenheit sie noch wesentlich besser in Szene zu setzen. Das einzige worauf ich hierbei achten musste, waren die vielen Eltern mit ihren Kindern. Diese wollte ich nicht mit im Bild haben, was mir leider nicht immer geglückt ist. Die Tiere waren allerdings sehr geduldig, so hatte ich ausreichend Gelegenheiten Fotos zu machen in denen kein anderer Mensch zu sehen war.

White beauty
(550D, 100 mm, F/2.8, 1/1250 sec, ISO 100)

Eines der Tiere wollte sich schlafen legen. Dabei hat es den Schnabel unter einen Flügel gesteckt und begonnen die Äuglein langsam zu schließen. Während dessen hat es die Umgebung genauer beobachtet und einmal genau in meine Kamera geschaut. Glücklicherweise war in der Nähe dieses Schwans nicht mehr so viel Trubel.
Von allen Bildern die ich von den Tieren erstellt habe, ist dieses mein Lieblingsbild geworden.

 What are you looking at?
(550D, 100 mm, F/4.0, 1/500 sec, ISO 100)

Nach einem Weilchen gesellten sich zu den Schwänen noch einige Wildgänse, die wohl auch von der Masse an Futter profitieren wollten. Denn mittlerweile waren die Schwäne bereits ausreichend gesättigt und die Gänse konnten sich problemlos bedienen.
Als ich dieses Bild auf meinem Rechner gesehen hatte, musste ich schmunzeln, denn irgendwie interpretiere ich in den Ausdruck der Ganz die Aussage: „Hey was guckst du denn so? Gib mir lieber auch noch was zu fressen.“

Um noch eine Relation zu den Entfernungen zwischen Tieren und Kamera zu geben möchte ich anschließend noch dazu schreiben, dass keines der Bilder in irgendeiner Form Beschnitten wurde.