Ich hatte Sehnsucht nach Meer

Als es sich letzte Woche herauskristallisierte, dass ich wohl kurzfristig meinen Arbeitsplatz wechsele kam mir sofort eine Idee. Ich wollte schon länger mal an die Ostsee fahren, einfach mal so. Da ich momentan noch Urlaub habe bot es sich natürlich an, diesen für so ein Erlebnis zu nutzen. So habe ich kurzerhand am Mittwoch einige Übernachtungen in einem Hostel in Rostock gebucht und bin am darauffolgenden Tag gefahren.

Da ich es mir ebenfalls nicht nehmen wollte den Gespensterwald in Nienhagen zu besuchen, tat ich das Gestern auch bevor ich mich wieder auf den Rückweg machte. Nun wollte ich selbstverständlich auch ein recht typisches Bild machen: eines mit Buhnen. Dabei hatte ich lediglich eine Langzeitbelichtung im Kopf, doch wie so oft hatte auch hier der Zufall seine Hände mit im Spiel.
Neben schönen langen Belichtungen spiele ich in letzter Zeit sehr gerne mit Unschärfe herum und sich da Wassertropfen sehr schnell bewegen schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Sigma 24 mm Art* war somit meine Wahl, und wie es sich zeigt sogar eine äußerst gute.

Breakwater

Als ich mich der Buhne näherte wollte ich lediglich ein Bild haben, in dem kein Sand mehr zu sehen war. Somit musste ich mich beeilen um zwischen den Wellen einen günstigen Moment abzupassen. (Kleiner hinweis am rande – ich war zu langsam :D.) Denn schon nach nur einer Betätigung des Auslösers trat ich den Rückzug an, doch zu spät und ich hatte – mal wieder – nasse Schuhe. Der Ärger darüber verflog jedoch beim Blick auf das Display meiner Kamera. Ein Versuch. Dieser eine Moment. Perfekt!
Für das Bild hat es sich vollkommen gelohnt, und ich würde es immer wieder Riskieren nasse Füße zu bekommen.

Bereits während meiner Rückfahrt stand für mich fest, dass ich so etwas öfter machen möchte. Einfach mal wieder die eigene Komfortzone verlassen um wirklich etwas außergewöhnliches zu erleben. Allein für diese Erkenntnis haben sich die Kosten voll und ganz gelohnt.
In diesem Sinne … bis bald, euer Daniel.


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Frühlingsblumen im Regen

Vor etwa drei Wochen, als ich mich mal wieder in meiner Heimat befand, war das Wetter sehr verregnet. Das hat mich allerdings nicht im geringsten vom fotografieren abgehalten. Bisher habe ich mir unseren Garten entweder bei bewölktem Himmel, oder bei strahlendem Sonnenschein vorgenommen. Da ich mich nicht immer nur bei, mir bereits bekannten Licht- und Wetterverhältnissen mit meinem Hobby beschäftigen wollte habe ich es einfach mal darauf ankommen gelassen. Zugegeben – es war eher ein Nieseln, als ein wirklicher Regnen, aber sei es drum.
Meine Kamera ist zwar eigentlich nicht Wettergeschützt, nimmt aber schließlich auch nicht sofort Schaden sobald sie mal einige Regentropfen abbekommt.

Aufgenommen habe ich zwar mit meinen beiden Festbrennweiten, nämlich dem 50 mm Art sowie meinem 100 mm Macro, im Nachhinein habe ich mich jedoch gegen die Bilder mit den 50 mm entschieden. Ich fand diese durch den zu unruhigen Hintergrund einfach nicht so gelungen.

Grape Hyacinth in the rain
(550D, 100 mm, F/5.6, 1/40 sec, ISO 100)

Begonnen habe ich bei einer Reihe von Hyazinthen, genauer genommen sind es Traubenhyazinthen. Ich hatte mir zwar erheblich mehr Regentropfen auf den Blüten erhofft, da diese jedoch sehr dicht an einem Strauch stehen, waren sie wohl doch besser geschützt. Dass das Wassertröpfchen oben rechts an der Blüte genau im Fokus ist, ist jedoch eher Zufall als geplant. 😉

Doronicum in the rain
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Anschließend begab ich mich zu den Beeten mit dem Kaukasus-Gämswurz. Hier gab es bedeutend mehr Oberfläche, außerdem standen diese nicht mehr so geschützt im Garten. So dass ich hier deutlich mehr Wassertropfen auf der Blüte vorfanden, allerdings schaukelten die Blüten durch einen leichten Wind beachtlich. Nun hieß es für mich wieder künstlich für Licht zu sorgen. Hierbei habe ich meinen Blitz jeweils immer ohne Lichtformer benutzt, da durch ein relativ hartes Licht die Tropfen besser zur Geltung kommen.

Blue-eyed Mary in the rain
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Gleich neben dem Gämswurz befinden sich diese Vergissmeinnicht. Da diese Gewächse sehr klein sind wirken die Wasserspritzer darauf besonders groß. Besonders toll finde ich die Wasserperle, welche nahezu mittig auf der Blüte liegt und somit wie eine kleine Lupe fungiert.

Blue-eyed Mary among Common Primrose
(550D, 100 mm, F/8.0, 1/160 sec, ISO 100, Blitz)

Für das letzte Foto musste ich mich faktisch nur einige Zentimeter bewegen. Ich mag ja das besondere, abseits der Norm, sehr. Um so erfreulicher fand ich es zu sehen, dass sich mitten in den Primeln wieder einige Vergissmeinnicht hinzugemogelt hatten. Außerdem gab es mir die perfekte Möglichkeit mal wieder mit einem unscharfen Vordergrund zu experimentieren.
Ich mag diese vielen verschiedenen Farben im Frühling. Alles wirkt so wesentlich freundlicher und froher.

So das war es dann erstmal wieder. Bis demnächst, euer Daniel.